feuerfrau am 23.05.2009 um 22:53 Uhr
Wie ist es wirtschaftlich sinnvoller oder irgendwie effektiver? Hier in Berlin sind ja unzählige Bettler und ich habe einen 'adoptiert', dem ich immer was gebe, wenn ich ihn sehe. Hielt ich in meinem letzten Kiez genauso. Sympathie spielte natürlich auch eine Rolle. Ist das 'wirtschaftlich' oder wäre mehr geholfen, wenn man seine Spende streut und mal dem, mal jenem was gibt? Frage ich mich manchmal, wenn ich andere sehe, die es auch nötig hätten, aber mein Budget ist halt auch begrenzt...

Ich finde es sowieso total cool, dass Du was gibst. Ich würde dem, dem Du eh schon was gibst, weiterhin was geben, aber dafür ab und zu einem anderen auch mal. Zusätzlich. Und wenn es nur 50 Cent sind

Ich habe auch so meine "Punks des Vertrauens" am Bahnhof, die bekommen auch mal eine Tüte von McDoof oder für ihre Hunde etwas. Ist doch egal wer es bekommt, Hauptsache es hilft.
Indianwolf am 23. Mai 2009 22:57 Über das für die Hunde freuen sie sich teilweise sogar besonders,oder?
Arwen45 am 23. Mai 2009 23:01 Ja, die lieben ihre Tiere sehr.
Indianwolf am 23. Mai 2009 23:10 Sehr viel mehr als sich selbst sogar!

Eines kann ich dir aus eigener Erfahrung jedenfalls versprechen:Der Schnorrer,dem du bisher immer was gibst sieht 100 pro nicht tatenlos zu,wenn du mal in der Tinte sitzt! Diese Menschen vergessen nicht,wer ihnen was Gutes tut!
ich geb bettlern maximal etwas zu essen...
rivabella am 23. Mai 2009 22:58 jepp, ich auch !!! DH :o)) ^^
Gerd2 am 23. Mai 2009 23:00 ich gebe meinen 1.Bettler monatl. 500 Euro, der 2. bekommt 400 usw. absteigend. Die Rangfolge wird monatl. geändert je nach der wirtschaftlichen Situation. Der 1. Bettler hat drei mal den Range des ersten behalten da er sehr weit abgestiegen ist und sogar einen seiner 3 Wagen veräussern musste.
Also, meine Meinung: Sammle das Geld und gib es für jemanden, der arbeitet und trotzdem seine Kinder nicht gut ernähren kann, weil er zu wenig verdient. Eine alleinerziehende(r) Mutter/Vater, z.B. Trotzdem: Immerhin gibst du etwas her und das spricht für dich. Respekt.

Für das "reine Betteln" gebe ich keinen Cent. Es ist etwas anderes , wenn jemand für die gewünschte Spende eine Gegenleistung bietet, So zum Beispiel mit einem Instrument eine Darbietung gibt , oder eine akrobatische Leistung zum Besten gibt. Ich hasse das Betteln mit Mitleidsschildern und adoptierten Hunden.
mani08 am 23. Mai 2009 23:01 DH , absolut richtige Einstellung.
Indianwolf am 23. Mai 2009 23:05 Und wenn derjenige keine Gegenleistung geben kann? Warum will bloß jeder immer Gegenleistungen???
Guter Kommentar, Indianwolf. Das genau ist es, woran diese Gesellschaft krankt- Mangel an Mitmenschlichkeit, an echtem Gefühl, Lebensberechtigung nur durch Leistung, auch wenn man schon am Ende ist...das hat uns in die Krise geführt. Umdenken in Deinem Sinne ist dringend nötig, dauert aber noch ein wenig. Doch die Ansätze im Allgemeinen sind gut, im besonderen Ansichten wie deine. Halt die Ohren steif!
Indianwolf am 23. Mai 2009 23:26 ;o) Komme aus oben genannter Situation,da fällt das Umdenken leichter. Danke Dir!

Geh mal lieber in die nächste Bäckerei und kauf Deinem "adoptierten" Bettler ein belegtes Brötchen und einen Café-to-go, da weißt du wenigstens, dass er seinen Hunger und Durst gestillt kriegt und sich für die Moneten keinen Alkohol kauft !!!
Du bist also der Ansicht, wenn man einem anderen etwas gibt, hat man damit die moralische Überlegenheit und das Recht, dem anderen- "der natürlich niedriger als man selbst angesiedelt ist"- zu sagen, wie er zu leben hat und wie nicht? Sprich, deine Maßstäbe auf ihn zu übertragen und ihn damit noch kleiner zu machen?? Weißt du, was diese Menschen erlebt haben??
Indianwolf am 23. Mai 2009 23:06 TOP,Sinalina!!!
Sinalina, das ist eine der besten Antworten hier überhaupt !
rivabella am 23. Mai 2009 23:39 @ Sinalina: Ich habe auf diese Art und Weise schon so manchen dankbaren Blick und ein strahlendes Lächeln "geerntet !!! Ich frage natürlich vorab, was er/sie auf dem Brötchen möchte und ob lieber Kaffee oder Cola !!!
Das ist meine Erfahrung, und das hat absolut nichts mit "Erniedrigung" zu tun, sondern mit "Barmherzigkeit" !!!
Indianwolf am 23. Mai 2009 23:47 Und wenn er sagt,er hätte lieber ein Bier,weil er totalen Entzug hat-sagst du dann etwa nein? Und ich würde sowas nicht barmherzig sondern normales soziales Verhalten nennen!
feuerfrau am 23. Mai 2009 23:49 @ rivabella: deine Erfahrung, auch das Registrieren eines dankbaren Blicks oder eines strahlenden Lächelns, sind Dinge, die bei dir selbst abgehen. Deine Erfahrung entspricht immmer deiner Erwartungshaltung. Und da du dich als gut und hilfreich insofern empfindest, zu entscheiden, was dem anderen an "Gutem zusteht" (Barmherzigkeit genannt ;-)), registrierst du natürlich auch nur solche Reaktionen, die in deine Erwartung passen. Dass du den anderen damit aber indirekt bevormundest, abwertest und Macht ausübst, ist dir nicht bewusst und das wirst du jetzt natürlich auch weit von dir weisen und unter irgendeinem Deckmäntelchen mir den schwarzen Peter zuschieben,weil ich solche beleidigenden Dinge sage...Liebe Grüße- die Würde des Menschen ist unantastbar. Das wollte ich damit sagen.
rivabella am 23. Mai 2009 23:52 meine auch ;oI
Bei uns in der Gegend gibt es eher wenige Obdachlose.Wenn ich allerdings welche sehe, dann gebe ich ihnen auch was.Hab meistens eh Kleingeld in der Tasche, also warum nicht ?
Ich kann dir das rechnerisch nicht sagen, aber ich habe auch einen bestimmten in Treptow, dem ich immmer was gebe. Irgendwie hab ich einfach so den Eindruck, wenn sich jeder wenigstens ein bisschen um einen (einen!) Mitmenschen ein wenig kümmern würde, wäre das Elend sehr viel kleiner, außerdem baut sich da eine gewisse Verantwortung und Mitmenschlichkeit auf, zumindest in meinem Fall. Wir verstehen uns mittlerweile auch sehr gut, aber ich würde nie auf die Idee kommen, den moralischen Zeigefinger zu heben und ihm vorzuschreiben, was er mit dem Geld zu tun hat. Es geht hier mehr um die Geste- und ich merke auch, dass ihm das fast noch mehr gut tut als das Geld. Leute, seid etwas milder. Man weiß nie, in welchen Schlamassel man selbst einmal gerät.
Indianwolf am 23. Mai 2009 23:15 Super Antwort!DH

Man weis nie, ob es wirklich Arme sind, die an den Straßenrändern sitzen .. aber denen, denen man es wirklich ansieht, gebe ich auch immer ein bisschen was. (: Allerdings ist es nicht so gut, dass Du nur dem einen immer was gibst. Der kennt Dich inzwischen und könnte, wenn Du ihm mal nichts gibst, aggressiv werden .. hab ich auch schonmal erlebt.

Ich denke in Deutschland muss eigentlich niemand betteln, denn Obdachlose können sich an Sozialämter wenden und bekommen dort soetwas wie einen Tagessatz. Anders in wirklich armen Ländern. Da gebe ich sogar regelmäßig was.
Indianwolf am 23. Mai 2009 23:09 Du denkst leider falsch :(
Ich gebe ihnen nie Geld, da die Meisten davon Alkohol usw. kaufen. Lieber kaufe ich ihnen mal einen anständigen Wurstwecken oder sowas bevor ich ihnen Geld gebe. Dann weiß ich nähmlich genau dass er was gescheites zum essen bzw. trinken hat.
rivabella am 23. Mai 2009 22:59 jepp, ich auch !!! DH :o)) ^^

solange der das nicht für alkohol aus gibt ist das ok so

ich gebe ihnen höchstens nen 1cent falls ich mir ne shipstüte kaufe für 49cent bekomme ich noch 1.zurück den werfe ich in den becher und lächle ihn kurz freundlich an und gehe weiter.....Fazit:Kein Mensch muss in Germany auf der Street leben!
Indianwolf am 23. Mai 2009 23:11 Falsch!
DH !!
Leider eine sehr überhebliche Theorie, zudem fernab der Realität. Und den einen Cent kannst du dir künftig sparen, der läuft bei Betroffenen unter Demütigung. Du weißt doch, was das ist?
GerdaG am 24. Mai 2009 22:43 Eine Antwort eines 15jährigen, der offensichtlich von der Realität weit entfernt ist.
...und du willst ein Menschenfeind sein?.....^^ :-D
na ja...nur insgesamt ein Feind der Menschheit, nicht ein Feind von einzelnen Menschen...:-)
Na, dann bin ich ja beruhigt :-))
lol:-)