Mein Neffe hatte kein besonders gutes Zeugnis. (3. Klasse). Vor allem in Mathe ist er nciht gut. Sollte man ihm Nachhilfe in Ferien "antun" oder soll er sich erholen und man beginnt im nächsten Schuljahr damit?
Ich würde keine direkte Nachhilfe machen. Besonders Mathe kann man wahnsinnig gut spielerisch lernen. Es gibt dafür die verschiedensten Spiele. Auch online. Kinder in dem Alter sollten Ferien machen und sich erholen. Wobei solche Spiele eine gute Alternative für schlecht-Wetter-Tage sind.

Wir haben es immer so gehalten: eine Woche vor Schulbeginn haben wir unseren Großen eine Stunde pro Tag was tun lassen, aber hauptsächlich Schreibtisch organisieren, Schulbücher in Schutzfolie einfassen, Hefte beschriften usw, also nur so kleine "Warnzeichen", dass es bald wieder losgeht.
Ansonsten haben wir speziell in Mathe jeden Tag zu den möglichsten und unmöglichsten Zeitpunkten "das kleine Einmaleins" gespielt: Einer ruft eine Rechenaufgabe in den Raum und der, der am schnellsten die Lösung hat, darf die Nächste stellen..... Das hat allen Riesenspaß gemacht und ist erweiterbar bis auf's "große Einmaleins"
Hat meinem Sohn sehr gut geholfen, schnell und ohne Hilfen zu rechnen und auch den Spaß an Mathe zu entdecken.
Ansonsten frage ich mich immer, warum man immer speziell in den Ferien das nachholen will, was man anscheinend auch als Eltern im Schuljahr versäumt hat.....
Kinder sollen unbedingt Ferien ohne irgendeinen Gedanken an Schule haben. Egal wie gut oder schlecht sie sind. Kurze Zeit vor Schulbeginn wieder in die Bücher schauen reicht.
wenn man eine fünf im Zeugnis hatte, nicht. Man muss den Stoff doch nachlernen. Klar, das große Pauken ist nicht sehr einladend (muss ja jetzt auch), aber man kann sich bei schlechten Noten leider nicht hängen lassen.
Sorry Wasserschweinchen, da bin ich anderer Ansicht. Auch bei einer Fünf muss das Kind (abhängig von der Länge der Ferien) eine unbelastete Erholungszeit haben.
wär ja echt schön, wenn du recht hättest. Wobei hier eigentlich nicht von "recht" zu sprechen ist, da du ja "nur" deine Meinug geäußert hast. Aber bei den Sommerferien finde ich, muss man, wenn man schlecht ist, die Zeit auch ausnutzen. Man hat ja sowieso so viel freiraum (fällt mir ja auch nicht leicht zu schreiben, aber ich wäre dieses Jahr fast durchgefallen, wenn ich jetzt nicht nachhole, klappt gar nichts mehr). Man muss ja nicht den ganzen Tag büffeln!!!
Na gut, dann viel Erfolg! Es ist deine eigene Entscheidung und dann ist sie gut. Du wirst ja nicht gezwungen.
wenn er es nötig hat...wobei ich auch finde, dass man es eher spielerisch lernen sollte. Leute, bei denen man Nachhilfe nimmt, findet man oft öde, vor allem in den Ferien. wenn er mit einem Freund, der da besser ist, lernen könnte und einen Plan hat, was er wann wie lernt, sollte das leichter und entspannter ablaufen können.
Wieselchen1 am 30. Juli 2007 12:24 das mit den Freunden finde ich in sofern bedenklich, weil ich es von mir selber kenne, dass dann kaum was gemacht wird - aber viele Abiturienten wollen sich ein Taschengeld dabeiverdienen - dann lieber die. Sind älter als die eigenen Kinder, schon etwas verantwortungsbewusster und sprechen aber die gleiche Sprache wie die Kinder und wissen, wie langweilig Nachhilfe sein kann.
Man kann in der Regel die Fachbereichsleiter der Gymnasien ansprechen, die empfehlen dann gute und verantwortungsbewusste Schüler weiter.
ja, das finde ich auch gut. Ich weiß, was du meinst...man wird leicht abgelenkt...habe es schon mehrmals versucht...mit meiner besten Freundin klappt es nicht, aber mit einer guten Freundin, mit der ich (leider) nicht so viel zu tun habe, außer in der Schule, habe ich einmal geübt und meine Note um zwei Stufen verbessert...andererseits...vielleicht habe ich einfach so gut gelernt? Es gibt Vor- und Nachteile.
...alles was in Maßen "eingenommen" wird - sollte helfen.

Oh Gott, der Arme - Sommerferien und Mathe! Ich fürchte der Effekt wäre lediglich, daß er Mathe noch mehr haßt als vorher. Besser wäre herauszufinden, woran es liegt daß er in Mathe so "hängt" und dann gezielt und lerntypengerecht zu fördern.
Ich z.B. habe Mathe bereits in der ersten Klasse als "unlogisch" und deshalb als "nicht weiter der Mühe wert" abgehakt - allen Ernstes - weil mir damals niemand begründen konnte oder wollte, warum 1+1=2 ist und nicht fünf oder sechs oder Tisch oder Stuhl. Das war der Beginn einer Mathe-Karriere mit Fünfen und Sechsen.

Mein Sohn kommt jetzt mit einer drei in Mathe in die 3. Klasse und hat es von Anfang an nicht mit dem kleinen 1 x 1 gehabt. Deshalb hab ich mit ihm immer wieder ein- bis zweimal am Tag das Rechnen geübt. Nach den Osterferien ohne Üben hatte er, als die Schule wieder begann, erhebliche Schwierigkeiten beim Rechnen, weil er einfach alles vergessen hatte.
Wir üben jetzt in den Ferien täglich einmal 10 - 15 Minuten das 1 x 1. Ich merke, dass er sich so viel besser die Aufgaben merken kann und auch Spaß dabei hat, weil ich ihm die Aufgaben mündlich z.B. beim Essen oder Autofahren (Kennzeichenziffern multiplizieren, dividieren, addieren, subtrahieren) stelle.
Damit die Rechtschreibung sitzt, lass ich ihn immer wieder Wörter buchstabieren, die grad mit der Tätigkeit zu tun haben, die mein Sohn ausführt. Das fördert ganz nebenbei noch die Konzentration.
Die Freizeit und Erholung kommt bestimmt dabei nicht zu kurz, wenn man sich mal 15 Minuten Zeit für das Lernen nimmt.
LG 2kiba
Lass den Quatsch mit der Nachhilfe! Der Neffe ist im 3. Schuljahr (!!!), Grundschule! Lass das Kind sich geistig und körperlich entwickeln, lass es spielen und sich bewegen! Lass das "mathematische Bewusstsein" ebenfalls wachsen, nicht jeder ist ein kleiner Einstein, und der hatte im Abi in Mathe eine Vier! Oder willst Du den Stress einem Kind in diesem Alter zumuten?! Auswirkungen des "Numerus clausus" schon in der Grundschule???
entschuldige. Muss mal Verbessern: Einstein hatte im Zeugnis eine zwar eine 4 ,aber er lebte in der Schweitz, wo es bekanntlicherweise mit den Noten andersherum ist. Außerdem ist Albert Physiker (klar, da muss man auch rechnen können) und hatte deshalb eben viel mit Naturwissenschaft zu tun
Entschuldige. Ich muss (mich) auch verbessern: Einstein hatte im Abizeugnis vom 5.9. 1896 in Algebra, Geometrie, Darstellender Geometrie und Physik jeweils eine "6", also "sehr gut". Der Vergleich mit Einstein ist daher in meiner Antwort nichtig; bei der Tendenz bleibe ich.