Frage von 240529091606035, 361

Sollte man Islamunterricht in deutschen Schulen einführen, damit ihn auch die deutschen Schüler richtig verstehen?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Enzylexikon, Community-Experte für Religion, 109

Aufklärung über den Islam

Ich selbst bin zunächst in den evangelischen Religionsunterricht, sowie später in den Ethikunterricht gegangen.

Bereits im evangelischen Religionsunterricht wurden alle großen Weltreligionen, darunter auch der Islam, mit ihrer Geschichte und den wichtigsten Lehren vorgestellt. Dieser Bildungsauftrag wird also bereits erfüllt.

Ich sehe daher keinen Grund, weshalb nicht-muslimische Schüler in einen muslimischen Religionsunterricht gehen sollten. Islamischer Religionsunterricht wäre somit nur für Muslime von Belang.

Qualifikation der Lehrer

Außerdem sehe ich ein Problem bei der Qualifikation der Lehrkräfte.

Die Imame vieler Gemeinden stammen aus Staaten, in denen eine sehr konservative Auslegung des Islam gelehrt wird. Eine solche einseitig dogmatische Sicht ist für einen weltoffenen Unterricht nicht geeignet.

Es bedürfte also zunächst gemäßigter Geistlicher mit deutschen Sprachkenntnissen, die den Islam neutral vermitteln können, ohne dabei einzelne Gruppen, wie Schiiten, Sunniten, Aleviten, oder Sufis zu diskriminieren.

Persönliches

Ich bin weder Christ noch Muslim und sehe keine Notwendigkeit, an öffentlichen Schulen nun für jedes Bekenntnis einen eigenen Religionsunterricht einzuführen.

Die Hauptverantwortung für die weltanschauliche Erziehung der Kinder liegt bei den Eltern und sollte daher nicht an eine andere Instanz abgeschoben werden.

Eine grundlegende schulische Vermittlung von Basiswissen über die verschiedenen Religionen als Teil einer guten Allgemeinbildung, halte ich für völlig ausreichend.

Kommentar von extrapilot350 ,

Ich bin auch weder Christ noch Muslim, möchte jedoch zu diesem Kommentar beitragen und auf den nachfolgenden Link hinweisen der eine deutliche Antwort zu der Frage geben kann.

http://www.islaminstitut.de/Fatawa-Archiv.39.0.html

Kommentar von Enzylexikon ,

Vielen Dank für den Stern. :-)

Antwort
von Pramidenzelle, 181

Naja, der Religionsunterricht an Schulen ist ja durchaus unterschiedlich.In meinem (evangelischen) Religionsunterricht wurde besprochen, wie viele unterschiedlichen Religionen funktionieren (Buddhismus, Hinduismus, Islam, Judentum, Christentum, Hellenisten, Wicca ...)
Ich finde, so sollte Religionsunterricht auch sein, und dass dafür keine Trennung nach Konfession oder Religion notwendig ist.

Antwort
von Maybewrong, 172

Im Religionsunterricht, jedenfalls bei uns aller spätestens in der Oberstufe, werden die am weitesten verbreiteten Religionen behandelt.
Dort wird alles gelehrt was jemand der der Religion nicht angehört wissen sollte. Und ich finde das reicht auch.

Wieso sollte ausgerechnet der Islam noch mehr thematisiert werden als für nicht Gläubige nötig? Und das im Unterricht, der ja immerhin besucht werden MUSS (jedenfalls wenn man ihn gewählt hat) wer mehr wissen will kann sich doch eigenständig informieren.
Also warum?
Wieso müssen "die Deutschen" ihn denn überhaupt "richtig" verstehen?
(Abgesehen davon, dass es nicht "die Deutschen" gibt und man Religion niemals "richtig" verstehen kann)

Kommentar von furkansel ,

So ein verpflichtenden Reli unterricht ist aber auch nicht die regel. Ich hatte (Grundschule, Gymnasium) noch nie Religionsunterricht.

Kommentar von Maybewrong ,

Wie gesagt ist das bei mir der Fall und dann auch nur wenn man den Religionsunterricht gewählt hat. (Bei uns kann man jedes Jahr zwischen Religion und Philosophie wechseln)
Aber wen der Islam interessiert kann sich immer noch allein belesen zu dem Thema.

Antwort
von Diodeicieli, 89

Es sollte ein Fach in der Schule geben, dass über alle Weltreligionen neutral aufklärt. Ein reiner "Islamunterricht" halte ich für nichts sinnvoll. So wie es im Moment ist, ist es eigentlich schon ganz okay, wenn der Einfluss der Kirchen auf den Religionsunterricht nicht so groß wäre.

Antwort
von OhneRelevanz, 92

Der "Islamunterricht" sollte Teil des Religionsunterrichtes bzw. des Werte und Normen-Unterrichts sein. In einem säkularen Staat macht es ohnehin keinen Sinn den Religionsunterricht wie bisher nur auf bestimmte christliche Konfessionen festzulegen.

Antwort
von halloschnuggi, 85

Nein. Ich als Muslim finde das man alles im Religionsunterricht machen kann, extra Islam- Christentum- Judentum usw Unterricht ist unnötig...

Kommentar von extrapilot350 ,

Dann lese mal alles was in dem Link hier geschrieben steht:

http://www.islaminstitut.de/Fatawa-Archiv.39.0.html

Kommentar von halloschnuggi ,

Bezüglich dieser Frage habe ich dort nichts gefunden.

Antwort
von FeeSabilillah, 91

Im Ethikunterricht werden alle Weltreligionen behandelt.

Von meinen eigenen Ethikunterricht weiß ich jedoch, dass erstmal ein ganz falschen Bild, je nach Meinung des Lehrers übermittelt wird und auch so relativ wenig Interesse herrscht. Außerdem wird kaum Aufgeklärt und sehr wenig über Aktuelle Anlässe gesprochen und inwiefern das tatsächlich mit den Religionen zusammenhängt.

Aber das ist nur meine Erfahrung gewesen.

Antwort
von DerBuddha, 60

religionsunterricht sollte nur und aussschließlich neutral gehalten werden, als information was es für glaubensarten usw. gibt.......... ansonsten gehört die religion aus solchen einrichtungen verbannt..........

deine frage ist schon lustig und ich stelle mal eine ähnliche.........:

sollte man in saudi-arabien an den schulen das christentum zu lehren?......... immerhin sollen ja die schüler dort auch diesen glauben besser verstehen lernen..........*g*

ich denke mal, eine weitere antwort erübrigt sich und wir sollten endlich mal aufhören unsere eigene kultur und den glauben durch eine lasche politik im bezug zum islam in unserem land immer mehr zu verwischen............:)

bestes beispiel war die große diksussion, schweinefleisch aus öffentlichen kantinen verbannen zu wollen...........

Antwort
von Weinberg, 84

Für deutsche Schüler besteht kein Bedürfnis, den Islam zu verstehen. 

Es ist im Gegenteil mehr als notwendig, dass Schüler mit anders gearteten kulturellen Hintergrund intensiv mit den hier geltenden Sitten und Gebräuchen vertraut gemacht werden, mit der dringenden Bitte, ihre mittelalterlichen Riten ausschließlich im privaten Bereich auszuüben. 

Kommentar von Abahatchi ,

den Islam zu verstehen

Geht auch gar nicht, denn selbst Muslime untereinander, z.B. Schiiten und Sunniten sprechen sich gegenseitig ab, den Islam richtig zu verstehen. Wenn sich also nicht nicht einmal die Muslime untereinander einig sind, wie denn der Islam zu verstehen sei, wie sollte man das dann in einem Religionsunterricht können?

Das Einzige was es bezüglich Islam zu verstehen gibt ist, dasz es bezüglich des Islam nicht zu verstehen gibt. 

Antwort
von Agentpony, 132

Nein. Warum sollte man die beschränkte Schulzeit auf eine hier nicht tiefgründig relevante Ideologie verschwenden? Das gibt Ihm eine Wertigkeit, die er nicht verdient. Und eine Substanz, die er nicht hat in unserem Kulturkreis.

Der Islam bzw. islamische Kulturphänomene können und sollen als Teil eines der anderen Fächer behandelt werden. Alles, was ein Nichtmuslim über ihn dringend wissen muss, ist in einer handvoll Unterrichtseinheiten gelernt.

Kommentar von Agentpony ,

Nachtrag: diese Meinung gilt wohlgemerkt für die hier angesprochenen "Deutschen" (wohl besser-Nichtmuslime). Für muslimische Kinder kann es durchaus hilfreich sein, zur Abwechslung mal einen kodifizierte und vernunftnahe Islamlehre nähergebracht zu bekommen.

Antwort
von HansH41, 120

Nein, die Schulen sind mit sinnvollem Lehrstoff ausgelastet.

Warum sollen wir, die Deutschen, bereits in der Schule den Islam beigebracht bekommen. Es reicht, wenn man bei GF die entsprechenden Lehrstunden besucht.

Antwort
von ThomasJNewton, 71

Nach den Fragen hier zu urteilen müssen dringendst erst mal die Muslime den Islam verstehen.

Eine typische (etwas überspitzte) Frage wäre demnach:
Ich habe ein Mücke ins Auge gekriegt, und kann nicht ausschließen, dass sie vorher auf einem Schwein gesessen hat, oder, schlimmer noch, sogar im Rammadan getrunken. Bin ich deswegen schuldig?

Und dass keine Missverständnisse aufkommen, ich habe nichts gegen den Islam. Oder jedenfalls nichts spezielles. Kann jeder nachlesen, dass ich Atheist bin.
Die Christen sind da nichts besser.

Es sind nicht so sehr die Christen oder "Deutschen", sondern die Muslime, die einen islamischen Religionsunterricht brauchen.
Der Koran enthält nichts schlechteres als die Bibel. In der Bibel wird ohne Ende gemordet, nicht im Namen Gottes, sondern von Gott selbst.

Man sollte einen Unterricht schaffen, der alle Religionen vorstellt, und alle Streitigkeiten regelt und dämpft. Und sich nicht hinter "Ethik" versteckt.

Weil das Thema eben so wichtig ist, selbst wenn es manchem total unwichtig ist. Lass uns wetten:
Bevor ein bekennender Atheist Bundespräsident wird, haben wir einen Migranten, Rollstuhlfahrer, oder eine Frau. Atheisten sind das hinterallerletzte.

Die Deutschen sind nicht CSU, AfD, Pegida.

Antwort
von JonasGelner01, 111

In Religionslehre werden die Grundlagen des Islams besprochen. Ein extra IslamUnterricht wäre sinnlos.

Antwort
von kloogshizer, 150

Nein, eher damit ihn die Muslime richtig verstehen.

Kommentar von GanMar ,

Und genau das ist der einzige, aber meines Erachtens auch zwingende Grund.

Antwort
von DoeJohn101, 143

Ich wüsste keinen Grund dazu. Soll jetzt jede Religion unterrichtet werden oder warum ausgerechnet der Islam?

Nebenbei finde ich, dass Religionsunterricht in keiner Schule etwas zu suchen hat. Religion sollte freiwillig sein und niemanden auferzwungen. Zumal die schlimmsten Kriege dieser Welt aus scheinbar religiösen Gründen geführt werden.

Kommentar von Karaseck ,

Ich stimme dir voll zu. Außerdem werden die Welt- Religionen als Teil des Ethikunterrichtes behandelt.

Ein separater Religionsunterricht, egal für welche Konfession gehört auch meiner Meinung nach nicht in die Schule.

Antwort
von beangato, 68

Nein.

Antwort
von Gylfie02, 74

Nein, weil es Religions unterricht gibt und es gibt eigentlich kaum deutsche die muslime sind (mit deutschen mein ich in diesem Fall, dass die Eltern, Großeltern,..auch aus Deutschland sind)

Antwort
von suziesext07, 48

ja, das würde dem Islamisten Erdogan, dem türkischen Religionsministerium und der handabhackenden, steinigenden, auspeitschenden und köpfenden saudibarbarischen Geistlichkeit gut gefallen, wenn der säkulare deutsche Staat an deutschen Schulen aus Steuermitteln Islampropaganda flächenddeckend für alle Schüler einführen würde, nicht wahr?

Ich würde mal schätzen, solchen feuchten Träumen sind aber inzwischen in der deutschen Öffentlichkeit deutliche Grenzen gesetzt.

Antwort
von Mich32ny, 120

Nein sollte es nicht.

Antwort
von DottorePsycho, 84

Gut fände ich Islamunterricht für Muslime. Und zwar konfessionsübergreifenden Unterricht für Sunniten Schiiten, Aleviten etc, so dass die Muslime mehr über ihre Brüder und Schwestern wissen und dann vielleicht aufhören können, einander zu hassen und zu töten.

In schā'a llāh

Antwort
von Viktor1, 73

Dazu gibt es keinen Handlungsbedarf. Auch die muslimischen Schüler verstehen ja den Islam nicht richtig - oder.
Tausende Anfragen dazu hier auf der Plattform, besetzt mit Ängsten.
Was nutzt es deutschen Schüleren, wenn sie diese teilen ?
Außerdem ist das Interesse an Religion so oder so nicht überwältigend.

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