Sollte man Firmen die betrügen strenger bestrafen, Pro-Contra?

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6 Antworten

Nein, ich bin absolut der gegenteiligen Meinung. 

Nicht ein Unternehmen betrügt sondern Personen betrügen. Wenn nun also das Unternehmen für das bestraft wird, was einzelne Personen verbrochen haben, trifft es die Falschen. Was können die Aktionäre und die einfachen Beschäftigten oder die Zulieferer dafür, wenn einige Wenige betrügen. 

Vielmehr sollten die betrügenden Personen direkt und privat zur Verantwortung gezogen werden. Hier bin ich absolut der Meinung, es sollte nicht so oft vom Mittel der Einstellung gegen Auflagen Gebrauch gemacht werden. Hier sollten ordentliche Haftstrafen und empfindliche Geldstrafen die Normalität werden. Nur dann, wenn die Betrüger private Strafen für ihr Fehlverhalten befürchten müssen, werden die Betrügereien weniger. 

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Ein Unternehmen kann nciht betrügen und Du kannst gegen ein Unternehmen keinen Strafprozess füren.

Wie willst Du eine XY-GmbH ins Gefängnis stecken?

Betrug ist eine Straftat, aber Täter sind Menschen. Nimm die Situation VW. Irgendjemand hat gesagt "setzt eine Software ein, die die Ergebnisse fälscht." Wenn ermittelt wird, wer das war, wird der einen Strafprozess bekommen und ggf. bestraft werden.

VW als Unternehmen wird nciht bestraft, sondern muss die  Kunden entschädigen. Durch eine neue Software, durch ergänzte, umgebaute Motore.

Die Strafzahlungen, die möglicher Weise von US-Behörden festgesetzt werden, sind ja keine Strafen im strafrechtlichen Sinn, sondern Maßnahmen der Wettbewerbspolitik.

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Kommentar von TomRichter
26.11.2015, 21:12

> Du kannst gegen ein Unternehmen keinen Strafprozess füren.

Mach deutschem Recht ist das so - aber das könnte man durchaus ändern. Die GmbH muss ja nicht ins Gefängnis - Geldstrafen könnte auch eine juristische Person bezahlen.

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> strenger bestrafen

Falsche Fragestellung - derzeit werden in D ausschließlich natürliche Personen vom Strafrecht behandelt. Die Frage ist daher, ob Firmen überhaupt unter das Strafrecht fallen sollen.

Dafür spricht: Häufig ist nicht nachweisbar, wer die Anweisung zum Betrug gegeben hat. Oder der Chef sagte "mir ist egal, wie Ihr das macht, ich will 50% weniger Steuern zahlen" - aber nachgewiesen werden kann der Betrug nur dem Buchhalter, der die falschen Daten eingetragen hat.

Dagegen spricht: Geldstrafen führen eher nicht dazu, dass die wahren Schuldigen weniger Boni bekommen. Mehr betroffen sind die Aktionäre, die aber auch nicht ganz unschuldig sind. Und am meisten betroffen sind die Mitarbeiter, an deren Gehalt oder Arbeitsplatz die Einsparungen vorzugsweise vorgenommen werden.

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Hi,

also ganz ehrlich sollte man Firmen - überhaupt jeden der betrügt - weitaus härter bestrafen. Denn mit dem Vertrauen von Mitmenschen Schundluder zu treiben ist alleine schon verwerflich. Aber damit auch noch Geld zu verdienen, ist pure Boshaftigkeit!

Hier sollte der Gesetzgeber (also: nicht selten der größte Betrüger) völlig andere Rahmenbedingungen schaffen.

Doch solange der Betrug am Volk durch vorsätzlich - vor allem die Industrie begünstigende - ausraubende Gesetzgebung immer schlimmere Formen annimmt, wird sich daran nichts ändern.

Wenn z.B. du oder ich 20.000 € Steuern hinterziehen würden, würden wir mit hoher Wahrscheinlichkeit eine gute Zeit im Knast zubringen. Wenn jedoch ein Helmut Kohl (ein herausgegriffenes Beispiel) X Millionen Euro an illegalen Geldern durch die Lande schleust (was sicherlich nur die Spitze des Eisbergs ist), vor Gericht ganz gut wegkommt und anschließend auch noch viel Geld mit einem Buch über sein Leben verdient - dann wird sich an der laxen Handhabung von Betrugsdelikten nicht viel ändern...

Und das - das ist traurig!

Gruss 

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Kommentar von Interesierter
25.11.2015, 21:20

Ich möchte dir eines zu bedenken geben: 

Nicht Unternehmen betrügen sondern Menschen. Daher sollte auch nicht das Unternehmen und damit die Aktionäre, die Beschäftigten und die Zulieferer bestraft werden sondern die Personen, die betrügen. Und dort gebe ich dir Recht, da sollte ordentlich zugelangt werden. Bisher werden solche Verfahren viel zu oft gegen Zahlung einer Geldauflage eingestellt. 

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Strenger als was?

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Kommentar von Lorena179
25.11.2015, 20:46

Ich meinte damit, strengere Maßnahmen

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Contra: es schwächt die wirtschafft

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