Sollte man einfach nur nachdenken oder sollte man etwas beim nachdenken tun?

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10 Antworten

Mir fällt es immer leichter, wenn ich etwas tue tb kreativ sein oder auch einen Spaziergang machen. Auf jeden Fall bringt es mich nie weiter, wenn ich mich gezielt hinsetze und sage “so und jetzt will ich nachdenken“ - dabei kommt nichts raus. Manchmal sind es so ganz einfache Alltagsmomente, in denen es “Klick“ macht und ich habe mich für etwas entschieden oder habe einen interessanten Gedanken. Aber sehr sehr selten beim stillen Dasitzen.

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Nachdenken bringt Ergebnisse, egal, ob sie richtig oder falsch sind.

Um auf richtige Ergebnisse zu kommen, empfiehlt es sich, nicht nur über ein Problem nachzudenken, sondern gleichzeitig auch darüber, warum man in eine bestimmte Richtung denkt und was mögliche Hinderungsgründe sind, die Sache auch aus einer anderen Perspektive heraus zu betrachten.

Das bedeutet, daß man sich bewußt sein sollte, wie man selbst tickt (welchen Charakter man hat, welche sich daraus ergebenden Denkgewohnheiten, und was dem eigenen Inneren entstammt und was von außen her in Form von Dogmen und Ritualen übernommen wurde und mitwirkt).

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Eine gute, recht produktive Methode sehe ich in der Lektüre von anspruchsvollen Fachbüchern (z.B. in der von Dir erwähnten Philosophie), wenn man zum einen den Text inhaltlich und formal nachstrukturiert durch Textmarker-Hervorhebungen und kommentierende Notizen. Zum anderen sollte man die speziellen Aussagen des Textes kritisch durchdenken, indem man ruhig jeweils einige Minuten darüber meditiert. Stellt man in so einer Phase des Reflektieren fest, dass man die Einsichten des Autors teilt, partiell ablehnt oder gar vollständig in Frage stellt, dann die eigenen Überlegungen notieren. Hier sind am wichtigsten die eigenständigen Weiterführungen der Thematik und nicht so sehr die kritischen Widerlegungen des Vorgefundenen.

Diese Notizen und Kommentare kann man in den Computer schreiben, oder auf einzelnen Blättern schriftlich festhalten. Der Vorteil der schriftlichen Abfassung von Überlegungen liegt darin, dass man zu sauberer widerspruchsfreier und stringenter Gedankenführung genötigt ist. Man muss sich in der Terminologie festlegen, kann sich selbst gegenüber sogar schon wieder Einwände und Relativierungen vor Augen führen, kann den Ausblick auf neue sich ergebende Problemfelder andeuten und so die Gedankenführung in einen produktiven Prozess einmünden lassen.

Wenn man nur still vor sich hin denkt, sind die Einsichten meist noch stark von sog. "Anmutungen" durchsetzt, d.h. gefühlsbesetzten unfertigen Denkfragmenten, die erst durch eine sorgfältige Nachbearbeitung ihre Relevanz bekommen. Diese Anmutungen bleiben auch weit weniger in der Erinnerung haften, d.h. sie sind schnell verflogen und stehen in späteren Reflektionen nicht so sehr als belastbares Ausgangsmaterial für weiterführende Überlegungen zur Verfügung.

Ein zusätzlicher wichtiger Punkt, der für eine begleitende schriftliche Bearbeitung spricht, ist die Aufrechterhaltung der "awareness", d.h. der Wachheit und der Aufmerksamkeit, wohl auch der stützenden Motivation sich längere Zeit voll mit der Thematik zu befassen. Anderenfalls neigt man dazu über frei flottierende Gedanken schnell thematisch abzuschweifen und am Ende der Überlegungen zwar etliches angedacht aber eben keine vertieften Einsichten gewonnen zu haben.

Meine Bilanz wäre also, beim "Philosophieren" stets die schriftlich formulierten Überlegungen mit in den Prozess zu integrieren, weil das reine freie Denken zu wenig "Disziplin" aktiviert und die weniger belastbaren Resultate hervorbringt. 

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Nachdenken über was wäre die frage.

einfach so über gott und die welt nachdenken kann ich gut beim spazieren oder bahnfahren.

Sinniere ich über ein spezielles menschliches oder fachliches problem und dessen lösung, dann leg ich mich bei möglichster stille auf die couch oder setz mich auf den balkon.

Vor meinen magisterprüfungen bin ich n.b. 1 stunde in die kirche gegangen und hab diese spezielle beruhigende atmosphäre aufgesogen :-)

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Wenn Du nachdenken möchtest ist der Trick: Fokus. Fokussiere Dich auf eine Fragestellung, sonst wird es assoziativ und beliebig, und Du weißt hinterher nicht mehr, worüber Du eigentlich nachgedacht hast.

Rumdenken kann jede/r, fokussiert denken ist eine gute Übung mit Perspektive und, wenn es gelingt, mit einem Ergebnis!

"Heute abend mache ich mir kein Abendbrot, heute abend mach ich mir Gedanken"

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Wenn ich nachdenke ist es verschieden manchmal schreibe ich bestimmte Ideen auf manchmal denk ich einfach nach und starre in den Himmel 

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Ich denke sehr viel nach, plane, und überlege sehr viel, und brauch dabei meine VÖLLIGE Ruhe :D Da darf kein einziges Geräusch sein, nichts unangenehmes zb. die Sitzposition oder Druck auf der Blase ;) Auch keine Gedanken im Hinterkopf was man noch erledigen muss bzw. was einen bedrückt. Einfach eine völlige Phase des In sich gehen's :)

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Ich weiß zwar nicht was besser ist, aber am besten nachdenken kann ich immer bei Autofahrten oder Busfahrten . Ich starre dann aus dem Fenster und kann super über Sachen nachdenken. Höre dabei aber keine Musik , es gibt dann nur mich und das Fenster :)

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Kommt auf die Veranlagung und/oder den 'Aggregatszustand' * an , in dem man sich befindet.

Ich konnte am Besten früher Gedichte auswendig lernen, wenn ich dabei im Zimmer im Kreis ging, aber bei Hausaufgaben war es mir auch untersagt D'raußen 'rumzulaufen; aber einer meiner Brüder wird in einem namhaften Konzern f. Software für's Spazierengehen bezahlt (u.A.), weil er sich dann am Besten konzentrieren kann, macht aber auch im Kopf Vieles, wofür Andere Schreibtisch brauchen.

Andere brauchen Absolute Ruhe - also auch körperliche Bewegungslosigkeit -, um sich konzentrieren zu kännen.

Wie gesagt: Das ist Veranlagungsache und kann daher nicht pauschalisiert werden.

* wie nüchtern man gerade ist  ;)

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Wenn man mit anderen zusammen philosophiert dann rutscht man immer tiefer rein, also geht's so am besten :)

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