pippi60 am 30.07.2009 um 18:42 Uhr
Meine Freundin liegt im Krankenhaus und wird es nicht wieder gesund verlassen. Ihre Angehörigen werden demnächst kommen, bis dahin besuche ich sie. In lichten Momenten plant sie für die Zukunft. Diese wird es aber zu 99,9% nicht mehr für sie geben, eigentlich definitiv nicht. Ich wußte gar nicht, dass ich so lügen kann, denn ich unterstütze sie in ihren Planungen, immer mit einem Lächeln auf dem Gesicht. Wenn ich das Zimmer verlasse, kommen mir die Tränen und ich fühle mich schäbig. Aber ist es meine Aufgabe, ihr die Wahrheit zu sagen?
deine pflicht ist es nicht-das ist aufgabe der aerzte! wenn sie von der zukunft spricht, wuerde ich daruf eingehen und aber auch in der " ja es koennte" form sprechen. in die zukunft planen, kann eine moeglichkeit der kranken sein sich selbst mut zu machen. ein todkranker freund von uns- er starb am hirntumor-plante auch bis zu seinem letzten tag, was er noch alles machen koennte-ich brachte es auch nicht fertig seine ilussionen zu zerstoeren...manchmal haben die medikamente auch die wirkung dass man eine rosige zukunft sieht...zumindest bei diesem freund, hatte ich den eindruck, dass sein in die zukunft planen sein leben verlaengert hat. da er keine schmerzen hatte, war das auch gut fuer ihn. man muss das im einzelfall sehen, sprich mal mit den aerzten und der familie. als totkranker braucht man a) hoffnung und b) manchmal auch ehrlichkeit...das muss man von fall zu fall entscheiden. ich persoenlich glaube, dass man instinktweise merkt, das es mit einem zu ende geht. dann ist es wieder von der person abhaengig, ob man sich mit dem tod auseinander setzt oder auch zum teil auch fuer (!) die freunde und verwandten den optimisten gibt.

nein, lass sie die letzen Momente ihres Lebens noch genießen... Vielleicht hat sie ja Glück und sie schafft es doch!? Die Hoffnung stirbt zuletzt...
Da hast du Recht. Die Hoffnung stirbt zu letzt :)
DH!

nein,..lass ihr, ihre Träume,wenn es wirklich so ist wie du sagst,dann zerstöre ihre Träume nicht,..
mineiro am 30. Juli 2009 18:46 Sehe ich auch so!

Nein, ist es nicht. Vermutlich weiß deine Freundin sehr wohl, dass sie nicht mehr gesund wird. Aber das planen für die Zukunft hilft ihr, den Schmerz wenigstens für einen kleinen Augenblick beiseite zu schieben. Außerdem, woher weißt du, dass es keine Heilung gibt? Die Selbstheilungskräfte eines Menschens können enorm sein. Es wird eine Zeit geben, da wird sie sich vielleicht offen damit auseinander setzen, aber bis dahin würde ich sie an deiner Stelle nicht darauf hinweisen. Der Mensch braucht diese Hoffnung, auch wenn alles vergebens scheint. So schmerzvoll es für die außenstehenden Beteiligten auch sein mag, so bleibt es dennoch die Entscheidung des Kranken, wie er damit umgehen möchte. Die Verdrängungsphase ist völlig normal und gehören zum Trauern dazu und deine Freundin trauert mit Sicherheit. Sei stark, auch wenn es dir schwer fällt. Sie wird dir eh ansehen, was du darüber denkst.

du brauchst das nicht sagen weil sie es weiß. Ich hab den gleichen Fehler bei meiner Schwester gemacht. Einfach reden mit ihr. Wenn sie vom Tod spricht, dann darauf eingehen.
simba67 am 30. Juli 2009 19:12 Wenn sie totkrank ist sagen ihr das die Ärzte. Selbst wenn sie es nicht sagen würden weiß sie es selbst
Jeder Mensch hat das recht zu wissen, wie es um ihn steht!!! Würde es für unmoralisch halten wenn sie das nicht erfahren würde!!!

jeder Mensch hat Hoffnung und am Ende seines Lebens besonders,die sollte man nICHT zerstören!!Im Grunde weiß sie es sowieso.

Oh Mann, das tut mir echt leid für sie ! Das ist furchtbar... Ich würde, sie so glücklich machen, wies nur geht und sie so oft besuchen wie es geht. Mehr kann man da auch nichts machen... Und ihr sagen, dass sie bald weggeht, würd ich nicht machen ! Sie soll, wenn es wirklich so sein muss, in ruhe gehen... =:::(
ist es nicht auch die pflicht der ärzte, den patienten über den stand der dinge aufzuklären?
simba67 am 30. Juli 2009 19:14 doch und sie machen es auch

Ich würde es so sehen: Niemand, auch kein Arzt kann 100%ig wissen, ob jemand stirbt oder nicht. Du schreibst, sie wird zu 99,9% sterben - also gibt es noch 0,1% Hoffnung. Viele Menschen haben überlebt, nachdem die Medizin sie aufgegeben hat. Das ist nicht viel, aber mehr als nichts.
Ich habe keine Ahnung, was ich tun würde in so einer schwierigen Situation. Vielleicht ist es ja hilfreich, zu sagen, daß die Krankheit sehr schwer ist und keiner, weder die Ärzte noch Du noch sonst jemand, sagen kann, wie es weiter geht. Denn so ist es ja tatsächlich. Ob der Hoffnungsschimmer 0,1% oder 0,01% oder 10% ist, ist doch im Grunde egal, denn er ist immer größer als 0!
Also ich würde NIE sagen, daß es keine Hoffnung mehr gibt. Denn es gibt IMMER Hoffnung. Ich fände es unverantwortlich, jemandem zu sagen, er wird sterben, denn dass weiß KEINER sicher. Trotzdem braucht man die Krankheit nicht verharmlosen. Auch wenn es schwer ist.
Keine Ahnung ob das hilft. Alles Gute!

solange sie selbst noch plant und ziele hat, solltest du weiter "lügen". dann hat sie noch hoffnung und wird ihr kraft geben, irgendwie weiter zu machen. bei menschen ist es normalerweise so, wenn sie sich darüber klar werden, dass sie nicht mehr gesund werden bzw. dass sie sterben werden und sie anfangen, das zu akzeptieren, dann fangen sie auch entsprechend anders darüber zu reden. ich halte es nicht für deine aufgabe, ihr so "platsch-dich" vor den kopf zu sagen, dass man dir gesagt hat, dass sie nicht mehr lange leben wird. natürlich fällt es dir schwer, doch tue in den stunden für dich und grade für sie das beste, was möglich ist. lasse dir hübsche sachen einfallen, wie ein schöne stück kuchen bei einem kerzen licht oder kleinen blumengesteck zu essen - falls sie das darf und noch kann. hört sich "profan" an, aber damit tust du ihr einen grösseren gefallen. wenn sie selber anfängt, anders zu reden, dann kannst du entsprechend auf sie eingehen und so dann für sie da sein. lg
Nein,lasse sie träumen und planen.Sie selbst wird irgendwann spüren das sie schwächer wird und dann wird sie merken,fühlen,dass sie sterben wird.

Das ist eine schwere Entscheidung ! Wenn ich in "Ihrer" Situation wäre, würde ich die Wahrheit wissen wollen, damit ich vielleicht noch Zeit habe, Dinge zu sagen/regeln, für die es später keine Gelegenheit mehr gibt.
simba67 am 30. Juli 2009 19:10 aber sie weiß es. Die Ärzte sagen das heutzutage.

Sage es ihr nicht. Lass ihr die Träume für die Zukunft.

Ja sonst stirbt sie ohne es gewusst zu haben und du wirst für immer ein schlechtes Gewissen haben

NEIN!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! wozu soll das gut sein?????????????
nee... also mir würde es nicht unbedingt gefallen .. ich wünsch ihr ganz viel glück
ich würde ihr die wahrheit sagen aber natürlich nur langsam beibringen
Kommt drauf an, ob sie noch Wünsche und Träume hat, die sie sich verwirklichen würde und könnte, wenn sie es wüßte. Ich würde z.B. unbedingt nochmal das Meer sehen wollen und es wäre das Schlimmste, was mir passieren könnte, dass ich das nicht schaffe, weil mir keiner gesagt hat, dass ich nicht mehr lange Zeit habe.

du must stark sein.und das wünsch ich dir auch.aber sagen würde ich nichts.ist auch nicht deine aufgarbe.lass ihr die fantasie.

ich würde es auch wissen wollen und immer ehrlich sein! sterben muss jeder mal

Mache es nicht,lasse ihn den rest noch in ruje leben.
nein, denn sonst fühlt sie sich nur noch schlecht und heult

Also, ich würde es wissen wollen, aber das können die behandelnden Ärzte wohl am besten einschätzen, ob sie die Wahrheit verkraftet
Sei Dir bewusst darüber, dass das, was Du machst, verkehrt sein wird. Ich denke, es ist Aufgabe der Ärzte dieses zu tun (und wundere mich ein wenig darüber, dass sie es nicht getan haben; oder Deine Freundin weiß es längst). Auf der anderen Seite: Wie tief ist Eure Freundschaft? Was würdest Du umgekehrt von ihr erwarten?
Nein, sage es Ihr auf keinen Fall. Ihre Vorstellung von der Zukunft, Ihre Unwissenheit, beides schenken Ihr Kraft die letzten Tage Ihres Lebens noch zu genießen. Warum solltest Du nur um den Wahrheitswillen Ihr diese Euphorie nehmen. Kennst Du den Film Papillon? Nur sein Blick in die Zukunft hat Ihn am Leben erhalten - auch wenn es noch so aussichtslos war. Hätte man Ihm diesen Blick für die Zukunft genommen, hätte er zu 100% nicht überlebt. Du kannst Deiner Freundin in Ihren letzten Stunden nicht mehr schenken als gemeinsame Gedanken an die Zukunft, die Euch tragen, die Euch zu den Freunden macht die Ihr seit. Nimm Ihr aber um Himmelswillen nicht auch noch das. Ich drücke Dir und Deiner Freundin die Daumen!
ich würde es Ihr auch nicht sagen. Sie hat noch Hoffnung und plant die Zukunft. Das gibt ihr sicherlich Kraft und Zuversicht. Sie wird sicherlich glücklicher einschlafen als wenn sie es wüßte.
Nein!Dafür sind die Angehörigen zuständig und der Arzt.Du brauchst kein schlechtes Gewissen zu haben.
Solange Leben - solange Hoffnung!
Ich würde es wissen wollen, wenn meine Uhr abgelaufen ist.
Verkraftet Deine Freundin die Wahrheit?

Es gibt Menschen, die brauchen die Wahrheit - und es gibt Menschen, die wollen sie partout nicht. Was für ein Mensch Deine Freundin ist, kannst nur Du entscheiden. Aber wenn Du meinst, sie kommt besser klar ohne das Wissen - dann verschweig es, bis sie selbst nachfragt.
gottesanbeterin am 3. August 2009 09:18 So denkst du jetzt, doch ob du im Angesicht des Todes auch so denken würdest, ist nicht sicher! Und : jeder ist anders. Sie bewältigt ihre Geschichte halt so, wie beschrieben.
das ist wirklich eine schehre entscheidung, einerseits braucht sie hoffnung um es durchzustehen andererseits muss sie es ja wissen. sehe die sache mal aus der sicht der todkranken: würdest du lieber in frieden sterben aber der tod würde unerwartet kommen oder würdest du es vorziehen eingeweit zu werden und den tod langsam kommen zu sehen aber dafür kannst du dich von der welt richtig verabschieden.
Ich habe alles vor mir NICHT gelesen. Ich persönlich denke mir, dass das erlaubt ist. Deine Frage. Du 'darfst' auch Tränen vergiessen.

Nein, das solltest Du nicht tun! Das ist allein Aufgabe des Arztes. Ein Arzt (der vielleicht schon oft gemacht hat) kann das bestimmt viel besser!? Und wenn sie Pläne für die Zukunft macht, dann laß sie doch! So hat wenigstens npch ein bißchen Hoffnung.
Dann stirbt sie vielleicht mit einem Lächeln auf den Lippen!? Wenn Du es ihr aber sagst, dann "verkracht" Ihr Euch vielleicht noch an Ihrem Sterbebett - und das wirst Du Dir selbst nie verzeihen! Laß es sein!

Ich glaube nicht, das man jemandem einen Gefallen tut, wenn man ihm hilft der Wahrheit aus dem Weg zu gehen! Sicherlich wird Ihre Welt zerbrechen, wenn sie die Wahrheit ansieht! Aber was da zerbricht ist eine Scheinwelt! Und wenn die Scheinwelt zerbrochen ist, kommt die echte Welt, die Wirklichkeit zum Vorschein!
Je früher man der Wahrheit ins Auge sieht, umso eher kann man sich mit dem Tod auseinander setzen, und umso eher kann man Frieden mit sich, den Menschen und Gott schließen, bevor man geht!
Damit man diesen Frieden finden kann ist es aber erst nötig, das die Scheinwelt (Illusion) zerbricht. Der Weg dahin ist schwer, aber der Tod ist dann umso leichter.
Wenn man aber immer wegläuft, wird das Sterben sehr unangenehm werden, wenn man voller Angst und Panik stirbt.
Hey Also erstmal tut es mir leid wegen deiner freundin...
Aber mich interessiert ob sie noch lebt..kannst du eventuell zurück schreiben ich würd gerne mit dir drüber sprechen wenn du nix dagegen hast ..

Ich würde es ihm sagen denn sonst würde es dich den Rest deines Lebens verfolgen!

Glaub mir wenn man nur noch 0,1 % zu leben hat, dann weiss sie das schon das sie sterben wird. Und viele schweigen über den tod, weil sie die anhörigen nicht jedes mal traurig sehen wollen und hören wollen dass es ja soo schlimm ist , das es alles leid tut.. usw..aber vielleicht verarbeitet sie damit ihre situation.
ich würde es nicht als 'Lüge' sehen... Letztlich bleibt es 'in der Hand Gottes', sozusagen, ob sie wirklich sterben wird oder nicht.. Ich kannte mal jemanden der quasi eine Woche vor seinem sicheren Tod auf einmal völlig krebsfrei wurde und dann jahrelang lebte, bis die Krankheit ebenso schlagartig wieder zurückkam und er erst dann starb... Aber wenn alles um einen herum insgeheim denkt, 'sie wird zu 99,9% sterben' dann spürt dieser Mensch das auch instinktiv und nimmt sich selbst insgeheim die Hoffnung, die ihn/sie wieder gesund machen könnte.. natürlich soll man sich auch keine 'falsche' Hoffnung machen, aber ich denke generell soll man im Bewusstsein bleiben, dass man nicht alles wissen kann und gerade bei Krankheiten praktisch alles möglich ist. Auf jeden Fall weiter über die Zukunt sprechen, und vielleicht mit ein bisschen weniger inneren Pessimismus und dem Gefühl zu 'lügen'. Denn niemand weiss irgendwas 100% und kann 100% was voraussagen. Wünsch ihr doch einfach, ganz gegen jede 'ärztliche Logik' (der Halbgott in Weiss etc), diese Zukunft, und diese Zukunft wird dann Gestalt annehmen, vielleicht eine andere Gestalt, aber sie wird auf jeden Fall stattfinden.
Hallo, ich wollte Dir nur noch sagen, dass ich Dir und Deiner Freundin von Herzen alles Liebe wünsche. Du wirst bestimmt das Richtige tun und das beste, was Du jetzt tun kannst, machst Du sowieso: Du bist für sie da. Es ist eine so schwere Entscheidung, ob Du ihr was sagen willst oder nicht, ob sie es vielleicht sowieso schon spürt: Ich denke, Du solltest auf jeden Fall nicht lügen, aber auch nicht knallhart ins Gesicht sagen. Schau vorsichtig, wie weit Du gehen kannst. Wahrscheinlich wird ohnehin die Familie diese schwere Aufgabe übernehmen. Und dann kannst Du ihr sagen, dass Du wahnsinnige Angst hattest. Sei einfach für sie da! Ich wünsche Dir die Kraft und Deiner Freundin noch so schöne Moment, wie es eben geht!
Schwierig. Ich denke schon dass sie es wissen wird, darum würd ich sie nicht explizit darauf ansprechen. Wenn sie es aber definitiv nicht weiß, dann würde ich es sagen...ich fände es gut wenn man es mir sagen würde in so einer Situation, denn so könnte ich noch mal alles Revue passieren lassen und mich mit meinem Leben und Tod auseinander setzen.
ich frag mich, wie es kommen kann, dass mit der patientin befreundete/ verwandte personen es wissen können, die patientin selbst aber nicht. es gilt doch auch hier die ärztliche schweigepflicht, d.h. der patient, und nicht die ärzte, entscheidet, wer info über den gesundheitszustand bekommt. so was macht mich echt sauer, wenn ich mir vorstelle, ich bin die patientin. alle wissen bescheid, nur ich nicht. ich würde meine letzten tage anders verbringen wollen und meine zeit nicht mehr so vergeuden, wie man es eben tut, wenn man denkt, man hätte noch alle zeit der welt. ich wollte bestimmte dinge regeln wollen. ich würde bestimmte behandlungsmethoden ablehnen. vielleicht würde es mich auch motivieren zu kämpfen, wenn ich wüßte, ich habe eine kleine chance am leben zu bleiben. das alles wird einer person genommen, die nicht weiß, was mit ihr los ist.
gottesanbeterin am 3. August 2009 09:20 Was du würdest, wissen wir ja jetzt, doch die Patientin hat die Freiheit, es anders zu wollen.

ja würd ich auch wenn es krass is is !!! mein mitgefühl hast du !!!!!

NEIN !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! auf keinen Fall! Wieviele von den Ärzten haben sich schon geirrt und wie viele die diese Zeilen lesen sind schon Morgen TOT ?