Frage von keepcool, 76

Sollte man eine Firma bei Weigerung der Entlohnung für eine Woche Probearbeit eine Mahnung schicken (gerichtlich) oder direkt klagen?

Hallo,

dies war meine heutige Mail an ein Unternehmen:

Sehr geehrte Damen und Herren,

da meine letzte E-Mail ebenfalls ignoriert wurde und ich wiederrum keine Antwort Ihrerseits erhalten habe, werde ich mich am Dienstag zum Arbeitsgericht in Saarlouis bewegen und auf das mir zustehende Geld klagen. 

Ich habe versucht es mit Ihnen außergerichtlich zu regeln, leider werden jede Art von Anfragen ignoriert. Das ist sehr unseriös und bestätigt meine Vermutung.

Ich werde somit auf Zahlung der geleisteten Gesamtstunden über die 5 Tage klagen. Einen Rechtsanwalt habe ich schon vorher zur Beratung gehabt. Der hat mich in allem bestätigt.

Wenn Sie vermuten dass mehrtägige Probearbeit zum Nulltarif gilt, haben Sie sich leider getäuscht.

Da ich feste Arbeitszeiten hatte und auch Weisungen von Kollegen und dem Vorarbeiter unterworfen war können Sie das auch nicht als Schnupperphase vermarkten. 

http://www.weigelt-ziegler.de/Probearbeit-nicht-zum-Nulltarif.246.0.html

Schade, dass es so kommen muss aber Sie bestehen leider darauf. Auf die Herausgabe meiner Arbeitszeugnisse werde ich ebenfalls bestehen.

Ebenso werde ich mich nach der Klage öffentlich mit anderen austauschen und keine gute Bewertung an Ihrem Unternehmen lassen. Eine örtliche Zeitung werde ich auch kontaktieren, ich finde Leute sollten davor gewarnt sein ausgenutzt zu werden.

Sie haben ja bis Dienstag Zeit, vielleicht kriege ich doch noch eine Antwort. Sofern nicht, hören Sie sehr schnell von mir bzw. dem Arbeitsgericht. 

Mit freundlichen Grüßen

Antwort
von derBertel, 24

Gib das in eines Anwalt Hände. Alles andere ist Nonsens, sorry.

Antwort
von HalloRossi, 12

Seit wann bekommt man für die Probearbeitswoche Geld?

Antwort
von Jewi14, 33

Dein Artikel ist von 2009, inzwischen gab es eine Gesetzesänderung. Daher überlege und informiere dich erstmal gründlich, ob wirklich eine Entlohnung in diesem Fall gesetzlich vorgeschrieben ist.

Aus deinem Text kann ich es nicht erkennen. Bei nur 5 Tage Probearbeiten muss nicht zwingend eine Entlohnung erfolgen. Bevor also klagst, solltest du dich wirklich informieren; zumal du auch (in der 1. Instanz) Gerichts- und deine Anwaltskosten zahlen musst, auch wenn du gewinnst.

Kommentar von keepcool ,

Ich war bereits bei einem Anwalt. Probearbeit muss entlohnt werden. 2016 genau so wie 2009.

Der Artikel war nur als Beispiel.

Kommentar von Jewi14 ,

Ich habe nicht geschrieben, dass Probearbeiten nicht entlohnt werden muss, sondern nicht in jeden Fall. 

Außerdem verstehe ich diese Art von Fragen nicht: Wenn du bereits bei einem Anwalt warst, warum  stellst du ihn nicht solche Fragen und lässt ihn in deinen Namen klagen, denn er wird sich besser auskennen, auch mit deinem Fall.

Kommentar von keepcool ,

Weil das ein Kollege war. Er hat mich beratet (unentgeltlich). Rest regel ich alleine da ich keine weiteren Kosten gebrauchen kann.

Antwort
von Schnoofy, 25

Du hast es versäumt, die Modalitäten der Probearbeit im Vorfeld eindeutig zu klären und schriftlich zu fixieren.

Damit dürftest Du auf jeden Fall bezüglich des Umfanges Deiner Forderung ein Beweisproblem haben.

Kommentar von keepcool ,

Was genau meinst du? Stunden sind dokumentiert. Wenn keine Vergütung geregelt ist gilt normal der Durchschnittslohn bei Übernahme.

Kommentar von Schnoofy ,

Wenn Du ohnehin schon alles weißt was ist dann Deine Frage?

Antwort
von snatchington, 34

Ich habe keine Ahnung wie die Rechtslage in Bezug auf Bezahlung von Probearbeitstagen aussieht. Aber:

Wenn du schon mit einem Anwalt Kontakt hattest, dann sollte der auch den Schriftverkehr führen.

Vor allem das mit dem "öffentlich Austauschen und keine gute Bewertung an Ihrem Unternehmen lassen" würde ich auf gar keinen Fall schreiben/ankündigen.

Kommentar von keepcool ,

Wieso? In Deutschland gilt Meinungsfreiheit.

Außerdem warum soll man ein Unternehmen schützen was Menschen ausbeutet? Hab erfahren bin nicht der einzige.

Kommentar von snatchington ,

Bei übler Nachrede und Rufschädigung wird die betroffene Firma wahrscheinlich sehr empfindlich reagieren. Da kannst du dich dann schon mal auf eine saftige Klage einstellen.

Antwort
von KleinerEngel18, 42

Zu der Frage Mahnung schicken oder klagen, würde ich den Anwalt fragen. Der kann dir sagen, ob sich eine vorherige Mahnung vom Gericht lohnt, oder diese meist nicht wahrgenommen werden.

Du drohst allerdings in der Mail an, das Unternehmen in keinem guten Licht dastehen zu lassen, sogar bei der Presse und das darfst du nicht. Da kann dich das Unternehmen dann ebenfalls verklagen.

Kommentar von keepcool ,

Wieso darf ich das nicht. Wofür gibt es Bewertungsportale? Es stimmt ja was ich geschrieben habe. Habe herausgefunden es wurden mehrere so ausgenutzt. Am Ende keiner ubernommen.

Jeder sollte sehen was für ein Abzockunternehmen das ist.

Kommentar von KleinerEngel18 ,

Weil das rechtlich nicht erlaubt ist. In Bewertungsportalen ja, aber nicht in eine öffentliche Zeitung. Weiß nicht genau wie das heißt und was es da für Strafen geben kann, rede am Besten mal mit deinem Anwalt.

Antwort
von Hexe121967, 30

und was bitte erwartest du jetzt von uns?

Kommentar von keepcool ,

Dass du entweder was produktives rätst oder einfach nicht kommentierst!

Kommentar von Hexe121967 ,

du schreibst da einen roman von wegen anwalt etc. und erwartest jetzt hier von laien hilfe?  frag doch den anwalt!

Kommentar von keepcool ,

Hexe passt zu dir. Kein besseren Nickname hättest du wählen können.

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