Frage von Ficker44, 99

Sollte man ein Max Alter fürs Wählen einführen?

Hallo,

ich habe mich gefragt ob es nicht vielleicht sinnvoll wäre ein maximales Alter fürs Wählen ein zu führen. Schließlich sind die Wähler der AfD oder die von Donald Trump immer irgendwelche alten Leute. Die die so ein bisschen verbissen sind oder halt nichts neues Akzeptieren.  Aber wir die Jungen müssen ja die Folgen deutlich länger ertragen als die alten.

Vg

Antwort
von Schnoofy, 29

Mit der gleichen Begründung könntest Du eine Gesetz fordern, dass nur Mitgliedern einer bestimmten Partei ein Wahlrecht gibt.

Die Frage, ob so etwas demokratischen Regeln und Anforderungen entspricht kannst Du Dir sicher selbst beantworten.

Antwort
von Roland59, 51

das kann man nicht so verallgemeinern. es gibt sicher auch viele junge leute die trump oder die afd wählen. würde das auch nicht befürworten, weil ältere leute nicht zwangsläufig verbissen sein müssen, sondern auch viele erfahrungen haben und die veränderungen in der politik schon länger mitverfolgen

Antwort
von nextreme, 25

Dann kann mann auch gleichzeitig das Mindestalter anheben. Ich erinner nur zu gern, an einen Guido Westerwelle, der im Partybus mit gelben Turschuhen auf Jungeleutefang war.  Der Slogan war damals kurz und Bündig "Freiheit". Nur verstand jugendliche, uninformierte Erstwähler darunter wohl etwas Anderes, als die Ziele der Partei jemals waren. Wie deren Ziele in der gesamten Wahlgeschichte der Bundesrepublik immer aussahen, wussten nur die Alten.

Nein, wenn schon, dann Wahlverbot für typische "Schlagzeilenleser" und "Nichtshinterfrager".

Antwort
von soissesPDF, 7

Das ist schlichter Schmarrn.
Die AfD wird nicht allein oder auch nur mehrheitlich von den Alten gewählt.

Ein Grund, warum die AfD gewählt wird ist sozialer Protest.
15% aller Bürger in Deutschland sind von Armut betroffen.
Diese Armutspirale ist ein direktes Ergebnis neoliberaler Politik von CDU und SPD.

Alle Zahlen korrelieren miteinander, die Verluste von SPD und CDU bei den Wahlen, der Zugewinn der AfD ebenso, wie der Anteil der Verarmung.
Diese Verarmung betrifft nicht nur die Alten, die vermehrt unter Rentenkürzungen leiden, gerade seit der Agenda 2010 der SPD und Grünen. Es betrifft die HartzIV Empfänger und Niedriglöhner, auch die Mindestlöhner.

Antwort
von thetee99, 18

In einer Demokratie sollte aber die Mehrheit der gesamten Bevölkerung über ihre Politik entscheiden dürfen. Je nachdem, wie sich diese Bevölkerung zusammensetzt. Wenn es mehr Alte gibt, die evtl. eher antiquierte, realtitätsferne Ansichten haben (siehe England und Brexit... die Alten wollten dort das Commonwealth zurück, anstatt EU), dann muss das eben tolleriert werden und die Regierung bekommt ihren Regierungsauftrag eigentlich vom Volk... soll also deren Interessen vertreten und nicht ihre eigenen, oder die Interessen einer Minderheit, sondern die der Mehrheit.

Ist zwar teilweise frustrierend, aber immerhin demokratisch. Wenn es einem nicht passt, müsste man entweder sein Heimatland verlassen, oder sich selbst politisch engagieren um einen eigenen Kurs zu schaffen.

Antwort
von howelljenkins, 34

aehm, das ist so nicht richtig. gerade die AfD spricht eher juengere leute an und trump wird vornehmlich von armen weissen in den USA gewaehlt, unabhaengig vom alter.

davon abgesehen ist die einfuehrung eines maximal-alters fuers waehlen ein schritt zur entdemokratisierung. als erstes schliessen wir aeltere leute von der wahl aus, dann geistig behinderte ab einem bestimmten mindest-IQ. vielleicht auch muslimische migrantenkinder oder generell leute, die erste generation deutsche sind ... und muessen frauen und schwule eigentlich wahlrecht haben? ...

Antwort
von waveboardexpert, 49

Woher hast du die Info, dass nur alte Leute die AfD wählen? Mir kommt es eher andersrum vor.

Schließlich haben die "alten Leute" unsere jetzige Politik gewählt. Wenn sie sich nicht anpassen wollen würden (wie du sagst), dann können sie doch gar nicht die AfD wählen, weil die ist doch neu.

Bisher habe ich noch nie von einem älteren Wähler gehört, dass er die AfD gut findet.

Kommentar von Ficker44 ,

Ich habe ich glaube im Spiegel gelesen das die größte Wählerschicht der AfD 65+ ist

Kommentar von waveboardexpert ,

Das ist mir neu. Wenn ich die AfD-Veranstaltungen sehe, dann sehe ich Wähler in jedem Alter dort. 

Kommentar von waveboardexpert ,



Alter  – Auch das Alter entscheidet über die Parteipräferenz. Besonders stark ist die AfD bei Männern jüngeren und mittleren Alters, unter ihrem Gesamtergebnis liegt sie bei älteren Wählern. Das unterscheidet die AfD von den Volksparteien CDUund SPD, und verbindet sie mit den Grünen. Eine Ausnahme davon ist allerdings Baden-Württemberg: Dort verzeichneten die Grünen ausgerechnet unter Rentnern den stärksten Zuwachs. „Das Altersprofil der Grünen, das normalerweise in den Gruppen 35–60 Jahre einen dicken Bauch hat, hat sich nun auch nach oben erweitert“, bloggt der ARD-Wahlexperte Jörg Schönenborn – vermutlich eine Folge des Kretschmann-Effekts.

Zitat - http://www.faz.net/aktuell/politik/afd-waehler-jung-maennlich-und-enttaeuscht-14...

Jetzt wissen wir Bescheid.

Antwort
von waveboardexpert, 24

Ich würde gerne noch was ergänzen. Nehmen wir mal an, dass ältere Menschen die AfD und Trump wählen. Dann kannst du ja nicht einfach sagen, dass sie es nicht mehr dürfen. Es herrscht ja Meinungsfreiheit und dafür gibt es ja die Demokratie und die Wahlen. Die Menschen dürfen entscheiden, was sie haben wollen. Klar, die AfD und Trump sollte man nicht wählen. Man darf es aber auch niemandem verbieten. Sonst ist das mit der Demokratie ganz schnell wieder vorbei.

Kommentar von Ficker44 ,

Aber die jungen müssen ja solche Entscheidungen viel länger ertragen als die alten.

Kommentar von waveboardexpert ,

Ändert nichts daran, dass jeder momentan Wahlberechtigte wählen sollen dürfte. Was ist denn, wenn du auf einmal die Maximalgrenze erreicht hast? Willst du dann von den Wahlen ausgeschlossen werden? Die älteren Wähler leben zwar nicht mehr so lange wie die jungen Wähler, aber das ist auch egal. Viele haben ja Kinder und Enkel, an die denken sie dabei auch und die bleiben ja noch länger am leben. Außerdem kann man alle paar Jahre neu wählen. Wegen einer Wahl, ändert sich ja nicht alles für dein gesamtes Leben.

Kommentar von Jonas711 ,

Manche Entscheidungen, sind sehr wohl zumindest für eine sehr lange Zeit unumkehrbar.

Prominentestes Beispiel wäre momentan wohl der durch ältere Wähler herbeigeführte (und von der jüngeren Generation zugelassene) EU-Austritt Großbritanniens. Wenn die Briten in ein paar Jahren kniend nach Brüssel kommen und sagen "War nicht so gemeint, wir wollen gerne wieder bei euch mitmachen", wird das niemanden in der EU mehr interessieren.

Kommentar von waveboardexpert ,

Stimme dir zu, dass es einige wenige Entscheidungen gibt, die langfristig sind.

Aber wieso bist du dir so sicher, dass der EU-Austritt endgültig ist? Die EU war schon immer solidarisch. Ich kann mir vorstellen, dass (falls Großbritannien zurück kommen wollen würde) darüber diskutiert werden würde.

Kommentar von ThommyGunn ,

Und wer sagt, dass die älteren Wähler nicht mehr Weitblick haben als jüngere und die AfD oder Trump richtig liegen?

Antwort
von ThommyGunn, 11

Der gerechtere Ansatz wäre da wohl, dass nur Erwerbstätige wählen dürfen, damit hätte man eine Altersgrenze in beide Richtungen.

Kommentar von ceevee ,

Das wäre insofern ungerecht, dass du dann aufgrund des Bildungsstandes Leuten das Wahlrecht entziehst und somit Abiturienten und Studenten in deiner Welt keine Deutschen mehr sind, die u.a. an der Bildungspolitik durch die Wahl mitentscheiden dürften. Der eine dürfte dann mit 15 wählen gehen, der andere erst mit 24 oder sogar noch später.

Aber hey, da die AfD bei Abiturienten und Studenten tendenziell eher unbeliebt ist, wäre es für die Wahlergebnisse dieser Partei natürlich von Vorteil, wenn man den ungeliebten Gruppen das Wahlrecht entziehen würde... 

Kommentar von ThommyGunn ,

Warum, wer bezahlt sollte auch bestimmen wos langgeht; Abiturienten und Studierte sind hinterher insgesamt weniger arbeitslos als Ungelernte, besser Gebildete würden also keinesfalls schlechter gestellt werden und ein Student ist nichts besseres als ein Müllmann, ein Mindestalter von 18 Jahren würde ich aber beibehalten, außerdem arbeiten viele Studenten nebenher und wären damit ja wahlberechtigt. Ich sage nicht, dass ich für so ein System wäre, aber es wäre gerechter als pauschal Alte von der Wahl auszuschließen, ganz davon abgesehen, dass die Prämisse des Fragestellers ohnehin falsch ist. Alte wählen passenderweise vor allem die Altparteien.

Kommentar von ceevee ,

Naja, ob beispielsweise der Bologna-Prozess wieder rückgängig gemacht werden sollte, kann eben ein Müllmann schlecht entscheiden. Volksnähe heißt auch, dass man in dem Punkt die Leute, die es betrifft - sprich: die Studenten - entscheiden lässt. Nur weil sie nicht einzahlen, sind sie ja nicht in allen Bereichen völlig weltfremd.

Die Prämisse des Fragestellers halte ich aber für ebenfalls für falsch, da stimme ich dir zu, auch seine ganze Grundidee ist Quatsch. Wenn die Altparteien bei den Alten beliebt sind, dann ist das so, und dann muss man das akzeptieren. Das ist Demokratie, die Wahlergebnisse sollen die komplette wahlberechtigte und -willige Bevölkerung wiederspiegeln.

Antwort
von Skibomor, 45

AfD-Wähler gibt es in jedem Alter - und viele davon wählen blind, wenn irgendwas Neues kommt wie die AfD, ohne nachzudenken.

Kommentar von waveboardexpert ,

Genau. Protest-Wähler, die nur die Abschiebung der Flüchtlinge sehen wollen und den Rest der AfD-Politik und deren Folgen gar nicht kennen.

Kommentar von Spirit8008 ,

Immer noch besser wie die Politiker die alle Flüchtlinge rein lassen und die Folgen nicht kennen.

Kommentar von waveboardexpert ,

Nein. Was ist passiert, seitdem wir so viele Flüchtlinge haben? Gab es eine Massenpanik? Haben sie uns unzählige Arbeitsplätze weggenommen? Müssen wir so viel abgeben, dass wir selber nicht mehr genug haben? 
Es ist momentan eine schwierige Situation, aber den deutschen Bürgern hat es bislang kaum geschadet.
Die Terrorattacken haben damit nichts zu tun. Frankreich hat wesentlich weniger Flüchtlinge bei sich und viel mehr Terroraktionen hinter sich.

Die AfD wirbt mit dem Abschieben der Flüchtlinge, aber kennst du die weiteren politischen Ziele? Lies dir die mal durch und entscheide dann, ob du sowas in Zukunft haben willst.

Der einzige Grund, wieso so viele gegen die Flüchtlinge sind, ist dass wir glauben, dass wir es verdient haben, dass wir in einem so guten Land wie Deutschland leben können. Wir wurden hier nur reingeboren. Wir hatten Glück, die Flüchtlinge Pech. Und anstatt dann zu sagen, dass wir alles tun, um den Leuten, die Pech hatten, zu helfen, wollen wir sie sogar abschieben? Sowas ist arm.

Kommentar von Sagittarius1989 ,

Ich habe es gelesen die meisten punkte hören sich gut an was ist dein Problem?? 

Kommentar von waveboardexpert ,

"Die AfD will den Atomausstieg zurücknehmen und die Akw-Laufzeiten verlängern. Die Atomforschung soll wieder aufgenommen werden. Den Effekt des CO2-Ausstoßes auf das Klima hält die AfD für Propaganda. Das Erneuerbare-Energien-Gesetz und damit die Energiewende sollen zurückgenommen werden. Bioenergie soll nicht länger subventioniert, das umstrittene Fracking weiter erforscht werden."

Dem stimmst du zu?

Kommentar von Sagittarius1989 ,

bist Hellseher oder was für folgen??

Antwort
von MickyFinn, 17

Tja... das würde nur der CDU & SPD schaden... die meisten Rentner (Ü 75), schauen sich so gern ARD, ZDF an (also Medienmainstrem), wo es immer heißt böse-böse-AfD.

... hmm.. wie wärs wenn wir das Wahlalter min. ändern? Bei ab 21 Jahren fallen viele Grüne & Linke weg^^

Soo... aber das durchzubringen darf nicht sein. Wir leben in einer Demokratie, wo jeder erwachsene Bürger das Recht hat zu wählen was er für richtig hält und sich vertreten fühlt. Würde es ein Max. Alter geben, dann wären den Politikern die Rentner genauso wichtig, wie die Obdachlosen... also gar nicht.

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