Aufgrund der Frage von hardy07 frage ich mich, ob es nicht besser ist die Kirchensteuer abzuschaffen.
Ich bin seit Jahren in einer freien Gemeinde und dort zahlen die Mitglieder freiwillige Beiträge, je nachdem wieviel sie zahlen können.
Dieses Prinzip könnte man doch auch auf die katholische und evangelische Kirche übertragen.
Bei den freien Gemeinden funktioniert es ja auch.
Wie ist Eure Meinung dazu, bitte eine Meinung schreiben und nicht nur die Umfrage anklicken. DANKE

Auch die Kirche ist eine Solidargemeinschaft. Merkwürdigerweise regen sich viele auf, dass die Kirchen nicht mehr so viel für Jugendarbeit, Kitas und Altenpflege an Geld aufbringt, obwohl immer mehr aus den Kirchen austreten. Wenn die Kirchensteuer auf freiwilliger Basis läuft, können Kirchen gar nicht mehr planen. Ist so schon schwierig genug, da man ja nicht weiß wie viele in dem Jahr austreten und somit keine Kirchensteuer mehr bezahlen.
Die Ansprüche an die Kirchen nehmen nicht ab, ist wie bei den Gewerkschaften. Alle wollen haben aber immer weniger geben. Kann das funktionieren??. LG Lotusblume
Ich bin austreten und spende die gesparten Steuern. Die Spende kann ich absetzen und die Kirche als Empfänger hat mehr davon, da das Finanzamt seine 'Inkassogebühren' nicht einbehält. Gut für Spender und Kirche, schlecht fürs Finanzamt, so gefällt's mir. :-)

Es ist die Entscheidung jedes einzelnen. Wem die Kirchensteuer nicht passt, kann sich etwas anderes/besseres suchen, siehe elkera.
Das Geld aus der Kirchensteuer - auch aus Spenden - wandert nicht immer dahin, wo es sollte (ich hatte einen Freund, der in der kath. Kirchenverwaltung gearbeitet hatte, der ist oft aus allen Wolken gefallen, was so mit den Geldern angestellt wird!). Trotz des sozialen Engagements, das ich durchaus schätze, wandern Gelder gern in private Projekte und Taschen.
Ich bin selbst kein Kirchenmitglied mehr und entscheide selbst, wem und wann ich etwas spende. Und so soll es auch jeder halten dürfen.
Das kann doch jeder/jede für sich entscheiden, in dem er/sie aus der Kirche austritt.
Steuern und Glauben sind doch 2 paar Dinge. Ich bin kein Mitglied der Kirche, weil ich Religiosität für eine milde Form von Geisteskrankheit halte, unterstütze aber ihr soziales Engagement.

Obwohl es die Kirchensteuer noch gibt, bekommen die Kirchen Jahr für Jahr noch zusätzliche staatliche Unterstützung, die alle Steuerzahler bezahlen. Gab vor einiger Zeit einen Bericht: Jeder bezahlt für die roten Pantoffeln des Bischoffs, oder so ähnlich.

Wenn jemand von seiner Kirche und seinem Glauben überzeugt ist, dann zahlt er auch Kirchensteuern. Obwohl auch viele nur zahlen, weil sie von Verwanden und Bekannten sonst schief angeschaut würden.

In keinem Land der Welt ist es so, dass der Staat der Kirche per Amtshilfe zur Steuereinnahmen verhilft. Aus diesem Grund sollte sie auch abgeschafft werden.
Sicher braucht die Kirche auch Geld für ihre Aufgaben. Aber das sollte auf freiwillige Basis zufließen so wie in anderen Ländern auch.
So richtig witzig wird die Sache ja erst, wenn man sich klar macht, dass diese Steuer ein Überbleibsel des Reichskonkordats von 1933 ist :-)
gri1su am 11. Juli 2007 09:08 genau so ist es. Überall leben die Kirchen von den Spenden und kommen auch zurecht, nur in Deutschland gibt es eine Steuer. Mit welcher Berechtigung?
Das hat _Adolf damals mit dem heiligen Stuhl ausgeklüngelt.
http://de.wikipedia.org/wiki/Reichskonkordat

Welche karitativen Institutionen unterhält denn Deine Gemeinde?
Bei dem, was die beiden großen Kirchen hierzulande an der Backe haben - Lebensbegleitung von der Wiege bis zur Bahre - würde die Allgemeinheit ganz schön dumm aus der Wäsche gucken, wenn das alles über Nacht eingestellt würde. Denn allein durch die staatlichen Zuschüsse könnten sich diese Einrichtungen nicht mehr selbst tragen.
UlfDunkel am 11. Juli 2007 09:31 Noch vor 20 Jahren hieß es, die katholische Kirche sei das reichste Unternehmen der Welt. Haben die schon alles verprasst?
soust am 11. Juli 2007 09:52 Sicher nicht, die hocken auf ihren Geldsäcken...
Sie dürfte allerdings auch zu den Unternehmen mit der größten Breitenwirkung gehören - ob zu denen mit dem größten Verschwendungspotenzial, kann ich nicht sagen. Habe auch schon Geschichten über Laien- versus Pristerbesoldung gehört... Trotzdem: nehmt den Kirchen die Steuern und Ihr werdet Euch erst mal wundern, wie viel wegfällt im, nennen wirs mal, "kommunalen Beratungsrückzieher-Zeitalter".
Es dürfte schwierig sein, die Sixtinische Kapelle zu verscherbeln. Gazprom wird die nicht wollen ;-)
Die Christengemeinschaft unterhält u.a. einige Alten- und Pflegeheime.
Wenn die katholische Kirche so sozial ist, warum werden dann hier kath. Kindergärten geschlossen, bzw. warum kassieren sie von der Stadt höhere Zuschüsse als Elterninitiativen?

Ich zahle seit ca 30Jahren keine "Kirchensteuer",ich finde es allein schon eine Frechheit das man automatisch mit der ersten Steuerkarte zahlen soll! Ich bin und war nie in der Kirche, ich bin noch nicht mal Getauft, was wollten die von mir? Nur mein Geld, ohne zu fragen, jeder andere würde für so ein handeln bestraft.

wer meint, die Kirche unterstützen zu wollen -freiwillig, soll es natürlich machen.
Ich bin seit meinem 19. Lebensjahr ausgetreten und zahle somit keine KiSteu mehr.
Schließe mich Regenmacher an jeder sollte das für sich selbst entscheiden


Es ist unseres Staates unwürdig, dass er immer noch (trotz vorgeschriebener Trennung von Staat und Kirche)diesen religiösen Organisationen das Geld eintreibt. Aber nicht nur Finanzbeamte werden dazu missbraucht. Auch Arbeitgeber müssen, auch wenn sie die Kirchen für Verbrechervereine halten gegen ihr Gewissen handelnd die Kirchensteuer für ihre Mitarbeiter abführen. Ein Skandal. Religion ist Privatsache. Wer will soll Mitglied in einem solchem Verein sein und meinetwegen ausblenden, was für eine unendliche Kriminalgeschichte diese Kirchen hinter sich haben. Aber wer so denkt, fühlt und glaubt muss auch selber die Disziplin aufbringen dem Verein, dem er angehört seine Beiträge zu leisten.

früher hab ich auch gedacht, kirchensteuer, so ein sch... aber seit dem mein sohn in einen kirchlichen kindergarten geht (und davon gibt es eine menge)weiß ich, wohin zumindest ein großer teil des geldes hinfließt.
Bei uns werden diese Kindergärten nach und nach geschlossen oder von der Stadt übernommen. Früher gab es hier mehr kirchliche Kindergärten als städtische, inzwischen ist das genau umgekehrt. Die Kirche hier investiert nicht mehr für die Kinder, im Gegenteil sie schafft neue Arbeitslose, da viele Erzieherinnen auf der Strecke bleiben.
jaguar4 am 12. Juli 2007 10:15 Vielleicht werden sie gerade von der Stadt übernommne, weil die Kirchen sie nicht mehr tragen können. Immer mehr Leute treten aus der Kirche aus, was ich auch verstehen kann. Aber wie sollen denn dann zb Kindergärten ect finanziert werden? Ist doch klar.

KIRCHENSTEUER SIND ILLEGAL. STAAT UND KIRCHE SIND NACH DEM GRUNDGESETZ GETRENNT. ACH ARBEITSLOSE HEIDEN BEZAHLEN PAUSCHAL KIRCHENSTEUER. GRUND;VIELE BUNDESRICHTER HABEN KIRCHLICHE POSTEN. HABEN SOGAR JURISTISCHE POSTEN IN DEN KIRCHEN,

Ich bin katholisch,römisch katholisch (nicht deutsch katholisch).Ich möchte meine Kirchensteuer gerne den Piusprüdern zukommen lassen.Mich stört die monatliche Zwangsabgabe für unsere glaubensuntreuen deutschen Bischöfe .
für meinen Teil will ich nicht`s seitens der Kirche beanspruchen oder an deren Leistungen partizipieren.
Auch nicht ihre Friedhöfe nutzen?
Friedhöfe sind kommunal und gebührenpflichtig und von 'wollen' kann ja nun gar keine Rede sein ;-)
so isses und ich werde eh ein Diamant, braucht sich keiner Kopfschmerzen zu machen wegen Grabpflege :) LG Lotusblume