Sollte man immer auf das Spiel eingehen und antworten "Danke, gut" (womöglich noch "und selbst?") oder soll man auch mal sagen, wie es einem geht?

Das ist doch wohl davon abhängig, wer diese Frage stellt. Ist es ein guter Freund, bin ich ehrlich. ist es ein flüchtiger Bekannter, nehme ich die Floskel so, wie sie gemeint ist: Da wird nämlich selten eine ehrliche Antwort erwartet.

Es kommt darauf an, wer fragt und wie die Frage gemeint ist.
Bei einem guten Freund gehe ich davon aus, daß er wirklich wissen will, wie es mir geht und antworte wahrheitsgemäß.
Im normalen Umgang ist die Antwort abgestuft, wie folgt: "Danke, ausgezeichnet", "Danke, (sehr) gut", "Danke der Nachfrage". (Schlecht geht es mir dann selbstverständlich nie.)
Ich sage als Antwort dann immer: Es geht gut!
Etwas anderes will der Fragende meines Erachtens doch gar nicht hören.
Habe schon oft geantwortet: !Sag ich dir gern, hast ne Stunde Zeit und gute Nerven?'. Auf die tellergroßen Augen, die mich dann anschauten, reagierte ich immer mit einem beruhigenden 'War nur ein Scherz'. Aber gewirkt hat es wohl schon.
so in die Richtung hab ich auch schon einschlagenden Erfolg gehabt. Willst es wirklich wissen, dann setz dich her......

Ich habe das schon oft gemacht,nur so zum Spaß.Finde dann immer die Reaktion zum Kringeln.Probier es aus und Du hast eine Menge zu Lachen.:-))))
Ich sage immer "Könnte besser sein" dann kommt Mann/Frau (Ich jedenfalls) besser und lockerer ins Gespräch, finde ich.

Ich antworte oft mit der Gegenfrage:
"willst du das jetzt wirklich wissen?*
..erst schauen sie verdutzt und dann geben sie zu, daß es doch nur eine so dahingesagte Floskel war - eigentlich interessiert es eh niemanden wirklich ;-))
das ist so ähnlich wie wenn dich in den USA jemand frägt wie das Wetter ist. Niemand sagt dort daß es schlecht ist, auch wenn man gerade im Regen steht und total durchnäßt ist
Wenn die Frage von einem guten Freund wirklich ernst gemeint ist, sage ich die Wahrheit - auch wenn es mir schlecht geht. Wenn ich den Eindruck habe, er/sie fragt nur pro forma, dann antworte ich: "Gestern gings noch..."
Wenn ich ehrlich mal sage, mir geht es schlecht, dann freut sich doch mein gegenüber, weil es dem wohl wohl geht, und die Freude mach ich ihm nicht. Da sage ich, mir geht´s gut. Der Arzt fragte mich auch mal, als ich zu ihm ging, na wie geht´s, ich sagte, gut Herr Doktor! Da sagte er, was wollen sie denn hier?

Ich gehe zum Spaß immer auf die sache ein und frage dann: " ..und wie gehts bei dir? Und wie gehts zu Hause?" Das Echo ist dann immer verblüffend.

Ich stelle diese Frage nur, wenn ich sie ernst meine und wenigstens ein Minimum an Zeit für die Antwort meines Gegenüber aufbringen kann. Denn wer weiß, was da plötzlich aus ihm raussprudeln mag? Ich finde es nämlich eher befremdlich, wenn die Kassiererin in einem amerikanischen Supermarkt mich mit "How are you" begrüßt - und von mir selbstverständlich nur die Antwort "fine - thanks" erwartet. Eine ehrliche Antwor würde wahrscheinlich ihr Weltbild völlig durcheinander bringen... Ich erinnere mich aber noch an die Briefe,die wir als Kinder immer eher gewungenermaßen an die Oma schreiben mussten, und die immer mit "Liebe Oma, wiegehtesdirmirgehtesgut..." anfingen.

Normalerweise wird diese Frage mit einem eindeutigen "Na ja" beantwortet, womit eigentlich nichts gesagt wurde und entweder eine neue Frage folgt, oder das Gejammere schon los geht.

Diese Floskel ist der nur der Beginn eines Gespräches. Daher ist es auch unwichtig, was Du antwortest. Hauptsache, das Gespräche kommt in Gang.

Wenn ich das Gefühl habe, dass mich jemand nach meinem Wohlbefinden fragt, weil es ihn wirklich interessiert (z. B. nach überstandener Krankheit), antworte ich ihm schon ausführlich darauf. Ansonsten halte ich es wie die Engländer; "Wie gehts?" betrachte ich nur als Floskel, auf die ich in der Regel mit "Gut, Danke!" antworte.

Meistens will niemand auf diese Floskel eine Antwort. Suche dir einige bekannte Gesprächspartner aus und beantworte die Frage mal wahrheitsgemäß. du wirst dich über das Ergebnis wundern