Sollte man die "bösen" Koranverse streichen, eventuell auch die Bibelverse?

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12 Antworten

Ich denke, man sollte die Schriften möglichst original belassen.

( Man ändert ja Märchen auch nicht, weil da gewisse Grausamkeiten vorkommen.)

Allerdings sollte man auf diese "bösen" Stellen nicht groß eingehen, oder gar noch Auslegungen dazu formulieren und predigen.


Wenn dann Leser fragen, warum sowas in den Schriften steht, kann man ihnen erklären, dass die Menschheit sich entwickelt hat, und sich von solchen unsinnigen Grausamkeiten längst abgewendet hat... 

...und diese Schriften eher als geschichtlicher Rückblick zu betrachten sind, wie die Menschen früher waren, wie sie sich die Welt und Gott erklärten, und dabei viele Irrtümer begingen...


Wenn man auf  einen Haufen Müll stößt, kann man zwei Dinge tun:

1.) darin herumstochern, ihn ausbreiten und den Gestank der Verwesung riechen

2.) Müll Müll sein lassen, und sich angenehmeren Dingen beschäftigen


Wenn die Menschen nur 10 % der Energie die sie dafür einsetzen, anderen Menschen zu schaden...und ihnen schlechte Gefühle zu verursachen...

.. dafür einsetzen würden, anderen Menschen zu nutzen .. und ihnen gute Gefühle zu verursachen....

Dann wäre 

a.) .. viel Energie gespart

b.) ...allen Menschen geholfen

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Selbst bei charismatischen christlichen Bewegungen, die sich aus der Heiligen Schrift "inspirieren" lassen, und die entsprechenden Situationen in einem Alltagsverständnis interpretieren, entwickelt sich allmählich eine Kommentarkultur, welche eine bestimmte "Dogmatik" festschreibt.

Beim Islam gibt es das z.B. als verschiedene Rechtsschulen. Der "Islamische Staat" bastelt sich eine eigene Rechtstradition zusammen, in der offenbar insbesondere heterodoxe hanbalitische Gelehrte des Mittelalters reaktiviert werden (die hanbalitische Rechtsschule gilt als ausgestorben; lediglich Saudi-Arabien beruft sich zu Teilen ebenfalls auf diese Tradition).

Außerdem wird da der Dschihad-Begriff dazu gebraucht, einen permanenten Ausnahmezustand zu definieren, der Sonderregeln zulässt. Gerade die "normale" muslimische Welt gilt als Taghut - also als dekadent, gefallen ins Heidnische.

Vgl. http://www.remid.de/blog/2015/01/der-salafismus-und-die-dschihadistische-idee/

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Wie soll das gehen, Passagen zu streichen? Gibt es dann eine Rückrufaktion, damit diese Schriften überarbeitet werden? Von wem werden die überhaupt überarbeitet? Braucht es dafür einen neuen Propheten oder kann das jeder? Und was tun wir mit den Menschen, die sich dann auf die "wahre" Schrift vor der Änderung berufen, die "Lügen" verachten und wieder alle bekehren wollen?

Ein vernünftiges und friedliches Miteinander hat auch immer was mit "Wollen" zu tun.

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dass man einfachen Dieben die Hand abhacken muss, das ist nun mal islamisches Gesetz

Wenn man einige der "Gesetze" aus der Bibel durchsetzen bzw praktizieren würde, würde es aber abgehen, alter Schwede...

Religion muss sich weiterentwickeln und sich der Zeit anpassen. Solche Regeln sind einfach längst nicht mehr zeitgemäß ... Dieben die Hand abhacken und ähnliche Geschichten ist einfach nur Mittelalter hoch 3... da kannst du sagen, was du willst...

Wenn man gesunden Menschenverstand voraussetzt, sollte man die Verse in allen Religionen stehen lassen. Da man mit gesundem Menschenverstand selber entscheiden kann, was angebracht ist und was nicht. Leider kann man nicht bei allen Menschen gesunden Menschenverstand voraussetzen... nennt sich dann z.B. IS

Auch bei uns Christen gibt es Extremisten ... die bringen zwar keine Menschen um, haben aber trotzdem nicht alle Tassen im Schrank

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viele Muslime würden dies auch gerne einführen.. und viele, viele christliche Staaten praktizieren die Todesstrafe, wenden Folter an s. u.a. USA, viele Christen sind für die Beibehaltung dieser menschenverachtenden Praktiken :( 

deswegen historisch gewachsene Schriften zu verbieten erachte ich nicht als sinnvoll, aber für beiden Anhängerschaften Nachhilfe in Demokratieverständnis.

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So etwas wird sich vermutlich nicht machen lassen und würde sicher auch auf den Widerstand derjenigen Gläubigen stoßen, die keine Gewalt befürworten.

 Was aber eher möglich wäre (wird von fortschrittlichen Muslimen manchmal auch schon so gehandhabt), wäre es, die Auslegung der Verse zu verändern, sie also mehr metaphorisch zu betrachten. 

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Kommentar von youarewelcome
22.11.2015, 13:53

In Bezug auf den Koran würde das auch nichts nutzen, denn die Gewalt wird ja gelebt, ergo ob und was wo steht, lässt sich unschwer an den vielen Unwissenden und deren Kommentaren ableiten, die sogar behaupten, dass nirgendwo im Koran steht, dass die Ungläubigen unterworfen oder getötet werden sollen, folglich ist das mal wieder ne klare Aufmischfrage vom Feinsten und entbehrt jedweder Logik, denn die Umsetzbarkeit ist von vorn herein nichtig, da niemand in irgendwelchen historischen Dokumenten rumstreicht...!

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Das "Handabhacken" bei Diebstahlt ist m.E. schon im Hammurabischen Gesetz verankert. Da finde ich das Mosaische Gesetz doch viel sozialer, weitsichtiger, menschlicher. Es heißt dort nämlich, dass bei Diebstahl das Diebesgut bis zum siebenfachen Wert erstattet werden mußte, bei großen Objekten das Doppelte. Wer das nicht konnte, mußte es eben abarbeiten als Sklave auf Zeit. Da konnte man sich die Gefängnisse sparen! . 

Die Sharia ist da nicht so weitsichtig; mit einer Hand weniger ist derjenige überhaupt nicht mehr in der Lage, seinen Lebensunterhalt zu verdienen. Es geht also nichts über das biblische Gebot.(Sprüche 6:30, 31) . . .Man verachtet einen Dieb nicht, bloß weil er Diebstahl begeht, um seine Seele zu füllen, wenn er hungrig ist. 31 Wenn aber ertappt, wird er es siebenfach ersetzen; alle wertvollen Dinge seines Hauses wird er geben

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So eine Aktion gab es schon mal, vom Blogger Cahit Kaya: "Der von Extremismus und Gewalt befreite Koran. Geballter Lesespaß auf vier Seiten".

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Das wäre sicher eine gute Idee. Aber du weißt sicher auch, daß der Koran nicht verändert werden darf, da er angeblich das Wort Gottes darstellt. 

Aber auch eine generelle Distanzierung aller friedliebenden Mulsime von den vielen Passagen im Koran, in denen Gewalt gegen "Ungläubige" propagiert wird, wäre schon ein Riesenfortschritt. 

Gruß, earnest

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Also man muss nicht alles was im islam erlaubt ist anwenden. Man muss leuten nicht die hand abhacken nur weil es erlaubt ist bei sehr schweren Straftaten.

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Kommentar von youarewelcome
22.11.2015, 13:54

Das passiert genau wie das Frauen zu Tode gesteinigt werden, tagtäglich in erzkonservativen islamischen Ländern!!

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Kommentar von furkansel
22.11.2015, 14:09

also ob das mit dem steinigen im islam erlaubt ist wage ich zu bezweifeln. ja da läuft vieles falsch. in saudi Arabien dürfen frauen auch nicht auto fahren da dies angeblich verboten sei im islam (Unsinn) und in Pakistan hat der religiöse rat erst kürzlich verkündet dass die vollverschleierung freiwillig und nicht Pflicht ist obwohl sie schon immer freiwillig war. meiner Meinung nach bildet die zeit der kalifate und das osmanische reich die einzigen Ländern in denen es kein laizismus gab und die es mit dem islam richtig gehandhabt haben.

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Zu viele Leute nehmen einfach zu vieles aus Bibel und Co. wortwörtlich. Man soll es nicht als Anleitung nehmen sondern selber interpretieren, das ist zumindest meine Sichtweise.

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Kommentar von MoralRichter
22.11.2015, 03:47

Welche falsch ist!

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Weder streicht jemand in der Bibel rum noch kritzelt jemand im Koran rum. Ganz einfach!

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Kommentar von earnest
23.11.2015, 18:35

Also, in meinen Bibeln und in meinem Koran stehen durchaus meine Anmerkungen - Herumkritzeln würde ich das aber nicht nennen.

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