Frage von Simmi26, 20

Sollte man den Wert von Berufen und Tätigkeiten in der heutigen Zeit überdenken bzw. anders beurteilen?

In der heutigen Zeit, gerade in Ländern mit einem kapitalistischen System wie Deutschland, geht die berüchtigte Schere zwischen Arm und Reich ja immer weiter auseinander. Das ist ja beim Lohn und Gehalt von Berufen und Tätigkeiten auch immer sehr deutlich zu beobachten. Der kleine Handwerker oder Hilfsarbeiter verdient ja heutzutage immer weniger , was ja z.B. daran zu sehen ist, dass seit letztem Jahr ein Mindestlohn eingeführt werden musste, damit die Löhne von bestimmten Tätigkeiten nicht noch weiter absinken. Während aber in höheren Berufen (Manager, Vorstände etc.) die Löhne immer weiter nach oben schießen.

Da stelle ich mir immer die Frage: Wie wird eigentlich der Wert der verschiedenen Berufe und damit eben auch der Lohn bestimmt? In unserem System wird dieser wahrscheinlich nur durch Qualifikation oder Ersetzbarkeit bestimmt.
Und genau das finde ich grundlegend falsch. Ich finde man sollte gerade bei niedrigeren Berufen und Tätigkeiten die Schwerpunkte für den Wert anders setzen. Bei körperlichen Berufen wie z. B. Handwerker, Bauarbeiter etc. sollte beim Lohn danach gegangen werden was er körperlich leistet und nicht die Qualifikation. Desweiteren sollte auch berücksichtigt werden was für gesundheitliche Schäden er zukünftig durch seine Tätigkeit tragen muss. Dadurch hätte meines Erachtens ein Bauarbeiter genauso viel verdient wie z. B. ein Bankkaufmann oder Steuerberater. Der Steuerberater eben durch seine Qualifikation. Der Bauarbeiter hat zwar diese Qualifikation nicht, diese sollte er aber durch seine höhere körperliche Tätigkeit aufwiegen können und damit auch so viel verdienen. Von den gesundheitlichen Aspekten ganz zu schweigen.

Also, was wäre eure Meinung dazu? Sollte man die Beurteilung des Wertes einer Berufstätigkeit nicht wirklich einmal überdenken?

Antwort
von FooBar1, 8

Ich seh da keine Argumente. Wenn der Bauarbeiter kaputt ist bekommt er doch Rente. Wenn er kündigt oder Mist baut ist er halt ersetzt seine Schuld.

Aber wenn ein Manager geht dann braucht es Jahre bis jemand anderes auf seinem Wissensstand ist. In der Zeit verdient die Firma weniger.

Wächst ein Bauarbeiter zur Konkurrenz muss man nen neuen einstellen. Wechselt ein Manager nimmt er sein gesammeltes wissen mit. Das ist ein Riesen Schaden. Die andere Seite gewinnt viel. Deswegen gibt es da Ablösesummen und hohe Prämien.

Antwort
von MrsTateLangdon, 10

Die einen müssen halt eine geistige Leistung bringen, welche viel schwieriger ist, also Studium und alles, als eine Ausbildung als Schreiner zu machen. Das kann eigentlich jeder lernen, wenn er will, Jura besteht nicht jeder.
Und es wird ja auch danach bewertet, wie viel Verantwortung jemand trägt, deswegen verdienen Politiker auch soviel, sie müssen schließlich ein ganzes Land vertreten.
Also ich finde es eigentlich gerechtfertigt, so wie es jetzt ist.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community