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Sollte man das Reisen einstellen wegen Klimaschutz?

gefragt von Stirnfalte am 09.07.2008 um 18:07 Uhr

Manchmal habe ich schon ein schlechtes Gewissen wegen der Umwelt wenn ich im Urlaub wegfahre oder fliege und ich habe das jetzt auch reduziert. Würdet Ihr der Umwelt zuliebe auch auf manche Reisen verzichten, oder glaubt Ihr, dass das Reisen nicht das Hauptproblem ist und das Einsparen somit nicht viel bringt weil z.B. die Industrie viel mehr kaputt macht?


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Reply


anonym
beantwortet von FridaGT am 9. Juli 2008 18:09
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Also ich denke die Industrie ist das weitaus größere Problem. Außerdem nervt es mich, dass uns Deutschen ständig ein schlechtes Gewissen beim Thema Klimaschutz eingeredet wird, während Amis und andere große Nationen in die Luft blasen können, was sie wollen. So weit kommt´s noch, dass ich deswegen auf 1-2 Reisen im Jahr verzichte - dadurch ändere ich gar nix.

Kommentar von 3d86c15319329a563c2437ef84687002smallFelix820 am 9. Juli 2008 18:09

richtig. es bringt 0.


Qetan
beantwortet von Qetan am 9. Juli 2008 18:10
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Davon hat niemand etwas.


Felix820
beantwortet von Felix820 am 9. Juli 2008 18:08
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das ist absoluter Schwachsinn und bringt kein bisschen.


mikael
beantwortet von mikael am 9. Juli 2008 18:18
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Wenn Du wieder einmal ein schlechtes Gewissen bekommen solltest denke einfach an Weihnachten und Du musst daran denken das wir der Umwelt zu liebe die Fernsehgeräte ausschalten sollen und dann denkst Du dadran, was das gesamte Jahr über eingesparrt wurde wird in einer Stunde mit Weihnachsdeko herausgeblasen, ich möchte nicht das Du denkst ich bin ein Weihnachsmuffel, mich stört nur der gewaltige Widerspruch.


domchef
beantwortet von domchef am 9. Juli 2008 18:24
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es ist ja niht nur der klimaschutz, alles ist miteinander verbunden.
wenn wir jetzt alle weniger reisen....dann haben die reisebüros weniger einnahmen und müssen mitarbeiter entlassen....die grossen veranstalter haben weniger auslastung und werden wohl auch mitarbeiter entlassen...die fluggesellschaften werden nicht mehr so oft gebucht und brauchen viele piloten und bordpersonal nicht mehr, also auch entlassungen, die ganzen zulieferbetriebe haben auch weniger auftraege...also auch enlassungen....und so weiter

klimaschutz ist wichtig, aber ich glaub wir haben schon viel verpasst. in meiner jugend, so vor 25 jahren, da gab es einen knallen winter und einen heissen sommer,...heute nur noch mischwetter. naturkatstrophen in deutschland? vom hochwasser in hamburg mal abgesehen kannten wir doch nicht...und heute unwetterwarnungen und mehr....

es hat sich schon vieles verändert.

der kleine bürger muss sein auto umrüsten und die grossen konzerne bekommen aufschub über aufschub, und die bringen mehr müll in die umwelt als der kleine bürger.

und wenn mir dann ein politiker sagt, wir sollen weniger fliegen und setzt sich anschliessend in eine bundeswehrmaschine um nach malle zu fliegen - auf staatskosten - dann vergeht es mir





MichiMueller
beantwortet von MichiMueller am 9. Juli 2008 18:26
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Nein! Vielleicht sollte man vorher überlegen und sich offensichtlicher Gedanken machen, wie oft und wie man seinen Urlaub bzw. eine Reise machen sollte. Z.B. sollte vorher etwas mehr überlegt werden, wie ich von "A" nach "C" gelange. Vielleicht ist der Besuch der Verwandten "B" auf die eine oder andere Art möglich, um nicht eine Extrareise starten zu müssen. Verbindet das Eine mit dem Anderen. Das Spart und ist Umweltschonend zugleich. Die DB hat immer wieder gute Preise im Angebot. Die Mitfahrzentrale ist auch immer wieder eine gute Idee! Beides macht übrigends auch viel Spaß! LG ---MichiMueller---


WolfRichter
beantwortet von WolfRichter am 9. Juli 2008 18:33
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Aus grundsätzlichen Erwägungen habe ich nie ein schlechtes Gewissen.

Ich fliege deshalb nicht mehr privat, weil ich die überzogenen vorgeblichen Sicherheitskontrollen unsäglich finde. Umweltschutz spielt für mich dabei keine Rolle.

Umweltschutz ist ein Totschlagargument, um den unschuldigen Spaß am Leben zu nehmen. _ Umwelt? Die Umwelt des Frosches mag sein Tümpel sein; meine Umwelt ist mein Büro, meine Wohnung, meine Kneipe.

(Zur besseren Unterscheidung nenne ich das, was in meinen Augen sinnvoll ist: Naturschutz.)


MarcSu
beantwortet von MarcSu am 9. Juli 2008 18:34
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Dazu besteht kein Anlaß, zumindest so lange es Großmächte, wie die USA und China, mit der Schadstoffreduzierung nicht ernst meinen.


FordPrefect
beantwortet von FordPrefect am 9. Juli 2008 18:55
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Nein. Du darfst auch ohne Gewissensbisse gerne weiter so leben, wie Du möchtest. Zum Einen ist die gesamte Klimaschutzhysterie an Absurdität kaum noch zu überbieten (es wird eben die nächste Umweltthemensau durch das Dorf gejagt), zum Anderen ändert Dein persönliches Verhalten rein überhaupt nichts. Wenn es Deinem Gewissen gut tut, kauf Dir gerne Klimaschutzzertifikate in der Höhe des von Dir verursachten (NB: Wie misst man das eigentlich??) CO2-Ausstosses. Die Umwelt kratzt das kein bisschen. Nicht nur, dass unsere Betrachtung von "Klima" auf einen nachgerade lächerlich kurzen Momentausschnitt menschlicher Erinnerung begrenzt ist: Das Klima war noch nie (und kann es auch gar nicht) statisch in feste Regeln zu passen. Man möge sich vielleicht mal erinnern, dass Grönland seinen Namen deshalb trägt, weil Erik der Rote bei der Entdeckung auf "grünes Land" gestoßen war. Und das war um 982 n. Chr.


anonym
beantwortet von Ostkurve am 10. Juli 2008 10:16
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Ziel ist ja, dass jeder Erdenbürger so ca. 2 Tonen CO2 pro Jahr emittiert. Das ist heute wissenschaftlicher Konsens. Wir sind da schon weiter, in D sind es 10t/a. Da kann man noch viel sparen...

Im Ernst: letztes Jahr bin ich - nach 20 Jahren Abstinenz - wieder "privat" nach Tansania geflogen (Partnerschaftsprojekt, Entwicklungshilfe).

Bei www.atmosfair.de habe ich dann die CO2-Bilanz ausrechnen lassen: insgesamt 4 Tonnen für 1 Person, d.h. mein persönliches Kontingent für 2 Jahre ist schon komplett "verbraucht". Mit 80 € an atmosfair werden diese Emissionen aber wieder kompensiert (wirklich glaubhaft, von der Bundesregierung zertifiziert).

Ist doch immer wieder schön, wie Leute ihre Verantwortung leugnen (bringt eh nix, andre sind noch viel schlimmer, sollen die erst einmal anfangen) und das auch noch mit den absurdesten Behauptungen - wider alle wissenschaftliche Vernunft - untermauern wollen.

Das Motiv ist doch immer: "ich hab keine Lust", doch kaum einer traut sich es ehrlich zu sagen.

Zum Glück wird der "Spaß" jetzt etwas teurer, sodass die Leute jetzt ihres Geldbeutels wegen sparen. Auch ok, der Umwelt - und vor allem den betroffenen Menschen in den Entwicklungsländern - ist es hinreichend egal, warum wir CO2 einsparen.

Kommentar von Simple_avatar7smallFordPrefect am 11. Juli 2008 15:13

Es gibt gute Wege, die Umwelt zu schützen - z.B. durch die Reduzierung der Abholzung der Regenwälder. Oder durch den Bau von Bewässerungsanlagen/Brunnen gerade in Entwicklungsländern. Die herrschende CO2-Hysterie gehört eindeutig nicht dazu - denn ob anthropogenes CO2 überhaupt etwas zum Klimawandel beiträgt, ist wissenschaftlich höchst umstritten und fragwürdig. Erdgeschichtlich leben wir in einer Zwischeneiszeit - und gehen eher einen neuen Eiszeit entgegen. Wer mal nachlesen möchte:
http://www.pi-news.net/2007/03/klimawandel-ist-co2-gehalt-ein-klimarelevanter-faktor/


anonym
beantwortet von effkaa am 11. Juli 2008 17:35
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Hallo,

nein, reise nur einfach weiter so, das ist überhaupt kein Problem!!! Andere zum Beispiel Amerikaner sind noch viel schlimmer. Auch die Industrie ist ja auch noch viel schlimmer. Und solange andere schlimmer sind hast Du eine gute Ausrede.

Ich freue mich auch schon sehr darauf, wenn 1,3 Milliarden Chinesen und 1,1 Milliarden Inder und auch die Russen genauso viel vereisen können wie wir. Das wird Lustig in der Welt. Noch mehr Flughäfen, mehr Flugzeuge, noch mehr Hotels und viele, viele Strassen. Müll, Abfall, Wasserknappheit in Trockengebieten. Kein Problem, das bekommen wir schon irgendwie geregelt. Chinesen und Inder sind auch nicht so anspruchsvoll wie Deutsche.

Kapieren den viele hier nicht, das wir unsere Welt selbst gestalten. Wir dürfen die Verantwortung für unser eigenes Handeln einfach selbst übernehmen.

Es geht hier nicht um CO2-Histerie oder eine Umweltsau durchs Dorf zu jagen. Es geht einfach darum wie die jetzigen extrem reichen Industrie-Nationen den aufstrebenden neuen Staaten etwas "Vorleben".

Darüber hinaus bin ich der tiefen Überzeugung, dass jeder Beitrag zum Klimaschutz ein wichtiger Beitrag ist.

Aber es ist ja soooo einfach sich vor Spiegel immer wieder zu sagen. "Aber die anderen ..."

Kommentar von Simple_avatar7smallFordPrefect am 11. Juli 2008 18:33

Um Ausreden geht es hier nicht - sondern um die berechtigten Zweifel, ob an der Klimawandel-Debatte rein wissenschaftlich überhaupt etwas dran ist oder nicht. Nur weil bestimmte Themen medienwirksam in die Politik hochgespült und dortselbst nachhaltig verankert werden, heisst das noch lange nicht, dass es einen definitiven, empirisch bewiesenen Unterbau gäbe. Beispiele aus der jüngeren Vergangenheit zu ähnlichen Themen, die die deutsche Politiklandschaft nachhaltig verändert haben, gibt es zur Genüge. Ich werfe nur mal vorsichtig das Wort "Waldsterben" in die Runde... Die vor 1980 Geborenen dürften sich noch dran erinnern. Skurrilerweise gibt es bis heute selbst unter den Klimaforschern keineswegs eine gesicherte und durch Forschungsergebnisse belegbare Linie, der zufolge anthropogenes CO2 überhaupt irgendwas zum Klima beiträgt. Deswegen also weltweite Aktionspläne zu generieren ist sowas von schwachsinnig, da verschlägt es einem die Sprache.

Kommentar von effkaa am 13. Juli 2008 21:09

Nur weil es berechtigten Zweifel am CO2 gibt ??? Soll auf dieser Basis das Alibi für unser Handelen aufbauen. Leider sehr dünne Basis, denn CO2 ist nicht "alles".

Wir benötigen doch keine Diskussion auf der Ebene "Milimeterpapier".

"Wir" wohnen in einer Region die es sich fast jeder leisten kann Auto zu fahren und die Strassenbeleuchtung brennt die ganze Nacht.

In der EU leben 493 Mio. Einwohner, in den USA 303 Mio. Einwohner (Summe: 796 Mio. Einwohner).

China mit 1,3 Mrd. und Indien mit 1,1 Mrd. machen zusammen 2,4 Mrd. Einwohner.

Das sind 3mal mehr. Nun mal ganz deutlich: Ein Amerikaner benötigt 5.260 TOGW (Tonnen Öl-Gleichwerte), ein Deutscher 2.170 TÖGW.

Was nun, wenn auch in China und Indien die selbe Energie pro Kopf gebraucht wird? Da lohnt sich das nachdenken. Denn es geht hier nicht nur um CO2 und irgendwelche "Aktionspläne".

Das "jeder" gerne aktuelle Diskussion für seine eingen Zweck missbraucht zeigt die Aufregung um den konstruierten "Zusammenhang" zwischen Biokraftstoff und dem Bierpreis. Es gibt keinen !!!

Die Irreführung der Verbraucher wird die durch Lobby-Verbände, wie z.B. der deutsche Brauerbund, bewusst erzeugt. Nur ca. 2% - 4% des Endpreises eines Biers stammt aus dem Gerstenpreis. Aber das Bier soll um vieles teuerer werden. Das ist Polemik und keine Information.

Kommentar von Simple_avatar7smallFordPrefect am 14. Juli 2008 10:25

Dem stimme ich soweit zu - mir geht lediglich die Fokussierung auf CO2 über die Hutschnur. Es handelt sich um Augenauswischerei und Ablenkung von den tatsächlichen Problemfeldern. Ähnliches geschieht z.B. beim der Frage der zulässigen Feinstaubbelastung - da werden komplizierteste Umweltzonen eingerichtet, obwohl Fachleuten durchaus bekannt ist, dass ein erheblicher Teil der Feinstabbelastung in Städten eine Folge des übermässigen Einsatzes von Streugut in den Wintermonaten ist - und es Monate mit viel Regen braucht, um den daraus resultierenden Feinstaub wieder aus den Städten heraus zu waschen. Letztlich ist das eine Industriesubventionierung durch die Hintertür: Man schafft so enge Grenzwerte, dass sich Privatleute und Firmen erzwungenermaßen neue "saubere" Modelle kaufen müssen - wer das nicht kann, muss halt zu Fuss gehen. Was für ein Wahnsinn... kopfschüttel




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