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Sollte man als Vater bei der Geburt dabei sein?

gefragt von RainerZufall am 10.04.2007 um 21:39 Uhr

Ein Freund wird demnächst Vater und fühlt sich etwas verpflichtet, bei der Geburt dabei zu sein. Dabei merkte ich gestern im Gespräch aber, dass ihm doch recht mulmig ist. Bringt das der Frau wirklich so viel, wenn er dabei ist? Was habt Ihr für Erfahrungen?


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Rebecca
beantwortet von Rebecca am 10. April 2007 21:46
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Bei der Geburt meines ersten Kindes durfte noch niemand dabei sein - und ich schwöre: "ich habe mich im Leben noch nie so verlassen gefühlt, wie in diesen Stunden". Es hätte nicht unbedingt mein Mann sein müssen, der da gewesen wäre, aber meine Mutter, meine Schwester, oder irgendeine vertraute Person hätte da sein sollen. Bei meinem nächsten Kind kam ich dann in den Genuß, daß der Papa dabei war und ich kann nur sagen: "kein Vergleich"... Hallo ihr Männer: ich glaube euch schon, daß ihr ein mulmiges Gefühl habt, aber wir Frauen haben das auch und wahrscheinlich noch viel mehr...!


anonym
beantwortet von poetvl am 10. April 2007 22:02
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Natürlich dabei sein, die Frau kann sich auch nicht heraussuchen, dabei zu sein. War auch zweimal dabei, auch wenn es letztendlich jedesmal ein Kaiserschnitt wurde. Alleine schon das eigene neugeborene Kind als erstes in die Arme zu kriegen. Genial


soust
beantwortet von soust am 10. April 2007 22:20
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Wenn "mulmiges Gefühl" heißt, er hat Angst, dass ihm übel wird oder er keine große Hilfe ist, würde ich sagen: macht nichts. Keine Begleitperson kann eine riesige Hilfe bei diesem schmerzhaften Geschehen sein, aber das Zusammengehörigkeitsgefühl wird gestärkt - und zwar nicht nur das der Frau! Wenn sich Dein Freund aber absolut nicht danach fühlt, sollte er seinen Platz lieber jemand Anderem überlassen, wie in Rebekkas Antwort angesprochen.


UlfDunkel
beantwortet von UlfDunkel am 11. April 2007 10:53
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Bei allen fünf Kindern war ich natürlich dabei, vor allem bei den drei Hausgeburten war es für meine Frau superschön, mich dabeizuhaben. Die Hebamme, meine Frau und ich allein.

Männer sollten während der Geburt vor allem ihren Mund und die Hand ihrer Partnerin halten.

Kommentar von Bece02c8c849b90df9c28c89236807dfsmallPatBo am 11. April 2007 10:56

Quatsch. Ich habe meine Frau immer an die Atmung erinnert. Dafür war sie mir durchaus dankbar. Aber das Du dabei warst war ja klar.

Kommentar von 1079a100179c7e88556a9448df89ed3dsmallKabark am 11. April 2007 10:59

höhö

Kommentar von Bece02c8c849b90df9c28c89236807dfsmallPatBo am 11. April 2007 11:26

Na Karbak, Du warst warscheinlich gerade irgendwo in der Weltgeschichte.

Kommentar von 1079a100179c7e88556a9448df89ed3dsmallKabark am 11. April 2007 12:18

Nein, da hatte ich Urlaub und war zuhause in Calvi. Meine Frau wollte trotzdem nicht, dass ich dabei bin...


HirnClaudia
beantwortet von HirnClaudia am 10. April 2007 22:19
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Mein Mann war bei der Geburt unseres Kleinen dabei! Für mich war es wirklich sehr beruhigend, dass eine vertraute Person anwesend war. Selbst, da es letztendlich doch noch ein Kaiserschnitt geworden war, durfte er dabei sein. Lediglich für die OP-Vorbereitung musste er 'raus. Da hatten die im Krankenhaus schlechte Erfahrungen gemacht.

Ich denke, es war für ihn ein ganz tolles und unbeschreibliches Gefühl, unser Kind als Erster in den Armen zu halten.





MikeMolto
beantwortet von MikeMolto am 11. April 2007 10:12
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Wenn dem Mann mulmig ist, dann sollte er das mit der werdenden Mutter besprechen. Vielleicht können sich beide ja einigen. Ich denke, das es im Zweifelsfalle besser ist, wenn er nicht dabei ist, bevor er mitten Im Geburtsvorgang den Kreissaal verläßt. Die Enttäuschung für die Mutter wäre dann bestimmt nicht angenehm.


Kolibri
beantwortet von Kolibri am 11. April 2007 10:35
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Ich hatte bei beiden Geburten die jeweiligen Väter mit dabei und kann das nur empfehlen! Ich habe vor der Geburt mit meinem (jeweiligen) Mann durchgesprochen. Beim Geburtsvorbereitungskurs war auch jeweils ein Termin mit den werdenden Vätern, die sich austauschen konnten!

Mein erster Mann sagte immer, er will "auf keinen Fall" dabei sein. Ich habe dies akzeptiert und ihn zu nichts gezwungen, da ich der Meinung war, entweder freiwillig oder gar nicht - gezwungenermassen wäre er mir sicher auch keine große Hilfe! Dann war es soweit und mein Mann hat vor lauter Aufregung seine Angst ganz vergessen!

Er hat es auch nicht bereut dabeigewesen zu sein und nur gemeint: "Das war ja gar nicht so schlimm!"

Mein zweiter Mann wollte von Anfang an mitgehen und hat es ebenso wenig bereut!

Beide waren mir während der Geburt eine große Hilfe und wussten durch Gespräche auch, was ich während der Geburt will und was nicht! (Nabelschnurblutentnahme, keine PDA, kein Dammschnitt, Medikamente nur im Notfall, usw.) Das sollte der werdende Vater auch wissen, damit er die Wünsche seiner Frau auch dann vor der Hebamme usw. vertreten kann, wenn die Frau sie nicht äußern kann!

Ich finde, ein schöneres gemeinsames Erlebnis wie eine Geburt gibt es nicht! Allerdings sollten dazu beide bereit sein und keiner zu irgendwas gezwungen werden!


Schuggi5599
beantwortet von Schuggi5599 am 10. April 2007 23:57
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Ich würde es so machen, daß der Mann erst mal dabei ist, aber jederzeit das Recht haben sollte, den Kreißsaal zu verlassen. Was bringt es der werdenden Mutter, wenn der Mann sich nicht wohl fühlt, dann wird er ihr wohl keine große Hilfe sein. Aber versuchen sollte er es auf jeden Fall. Mir hat es geholfen daß mein Mann dabei war. Vielleicht kann man das vorher mal mit dem Klinikpersonal absprechen, daß er je nach Verfassung mit eingebunden wird, oder als "Statist" dabei ist.


anonym
beantwortet von olive am 11. April 2007 00:11
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Natürlich ist ihm mulmig zumute. Mein Mann hatte auch Angst, vor allem, dass er überflüssig ist oder er irgendetwas falsch macht. Aber wir sind beide froh, dass wir vom ersten bis letzten Augenblick zusammen waren. Er konnte zwar nicht viel mehr machen als meine Hand halten, aber das hat mir geholfen. Er hätte es auf jeden Fall bereut, wenn er die Geburt verpasst hätte. Und ich wäre - mit Sicherheit - stocksauer gewesen. Für die Partnerschaft ist es ein unglaublich wichtiger Moment - oder vielmehr handelt es sich ja um Stunden. Und letzten Endes muss er die Schmerzen nicht ertragen, da heißt es schon: zusammenreissen, stark sein und durch.


bat777
beantwortet von bat777 am 11. April 2007 00:17
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hmm, bei uns ist es genau anders herum, er wäre gern dabei, aber ich habe ein mulmiges Gefühl, ob ich 'wen dabei haben will....

Folglich erstmal meine Gegenfrage: was sagt denn die Frau dazu?

LG bat777

P.S.: kann ich mich als Frau auch jederzeit umentscheiden und wen dabei haben wollen? - raus geht immer, aber rein in den kreissaal auch?? hilfe!!!

Kommentar von 45b54a18f2f3b57a3d5b58a6ec9c02basmallKolibri am 11. April 2007 10:23

Klar geht das! Dein Mann kann doch draussen warten und Du kannst ihn jederzeit reinrufen lassen!!!


ArianeHD
beantwortet von ArianeHD am 11. April 2007 10:32
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Ich vermute, er hat ein bisserl "Angst" bekommen, daß er dort nicht seinen "Mann" stehen kann. Ich glaube, diese Zweifel sind spätestens dann verflogen, wenn es soweit ist. Eine Geburt ist ein einmaliges Erlebnis, welches als Vater mitzuerleben eine intensivere Verbindung zum Kind aufbaut. Zudem ist eine beruhigende Hand für die Mutter sehr hilfreich.


PatBo
beantwortet von PatBo am 11. April 2007 10:44
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Bei unserem Großen war ich nicht dabei, beim Kleinen dann wohl. Angst hatte ich nicht und meine Frau war im Nachhinein sehr froh das ich da war. Es ist auf jeden Fall eine wunderbare Erfahrung für den Mann.


demosthenes
beantwortet von demosthenes am 11. April 2007 19:57
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Früher DURFTEN Männer nicht dabei sein, heute MÜSSEN sie das offenbar, wenn ich hier die Antworten einmal Revue passieren lasse - mit der rühmlichen Ausnahme MikeMolto.

Warum kann das nicht jeder für sich entscheiden oder auch gemeinsam mit der Partnerin, ohne dass ihm gleich ein Strick daraus gedreht wird, wenn er lieber nicht dabei sein möchte?

Kommentar von 6d7dedd6cb0cf31d8895af96b8052ffcsmallkrauthexe am 11. April 2007 20:02

Du hast ja so Recht.


Alexa1916
beantwortet von Alexa1916 am 20. April 2007 23:28
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ohne meinen freund hätte ich es bestimmt nicht geschafft (klar man schafft es immer) aber ihr wisst ja wie ich es meine!!! :-D


gottesanbeterin
beantwortet von gottesanbeterin am 29. April 2007 20:25
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Ich persönlich finde, das Gebären ist eine Frauenangelegenhei und Unterstützung kann eigentlich nur eine erfahrene Frau sein, die selbst schon Öfter geboren hat. Manchesmal glaub` ich, daß die Männer wirklich alles kontrollieren wollen.





anonym
beantwortet von anakinom am 21. November 2007 22:08
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Ich habe meine 4 Söhne vor 40,38,34 und 30 Jahren bekommen. Beim Jüngsten sollte mein Mann endlich dabei sein, aber die Hebamme hat das so gemein hintertrieben, daß er hernach zu spät kam. Wir waren beide sehr unglücklich darüber - aber damals war das eben noch nicht üblich. Ich empfehle nach den Erfahrungen meiner Schwiegertöchter und Söhne:JAAAAAAAAa unbedingt!!!


anonym
beantwortet von mesie am 21. Dezember 2007 19:09
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Ich hatte die schlimme Erfahrung,daß mein Freund nicht dabeisein wollte,daß stellte mich vor die Frage:"Was ist das für ein Mann?"Wenn er mich dabei schon allein ließ-angeblich,weil er eine Frau nicht leiden sehen könnte-wann ließ er mich dann für immer alleine?!Ja,es bringt einer Frau viel,denn das Kind wurde ja auch zu zweit gewollt,warum nicht ein "bißchen"mitfiebern,die Schmerzen hat ja die Frau,umkippen kann er immer noch..



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