Frage von daniel9526, 52

Sollte man als Student Zeitung lesen?

Hallo,

ich bin ein Student einer Ingenieurwissenschaft und 20 Jahre alt. Dementsprechend wird einem nicht so sehr nahegelegt eine wöchentliche Zeitung zu abonnieren, wie es vielleicht bei Geisteswissenschaften oder Ähnlichem wäre. Eher Fachzeitschriften werden empfohlen.

Ich persönlich finde es allerdings wichtig, in der Welt auf dem Laufenden zu sein. Ich will mir selbst eine Meinung bilden können und mich dadurch unabhängiger machen. Ich finde es allerdings relativ schwer, sich gut informieren zu können.

Es gibt zwar unzählige Websites, Apps und Nachrichtensendungen durch Radio und Fernsehen, aber die Motivation hat mir immer gefehlt, dies zu verfolgen. Zudem fällt es mir schwer, alleine durch die Tagesschau mir eine Meinung zu bilden. Dazu ist sie ja auch gar nicht gedacht. Es darf also gerne auch etwas ausführlicher sein: das heißt eine Zeitung liegt nahe.

Würdet ihr das empfehlen und ist es in unserer Gesellschaft wichtig eine wöchentliche Zeitung zu lesen? Oder ist mit etwas mehr Motivation und dem Internet das selbe Ergebnis zu erzielen?

Ich habe das Gefühl, eine haptische Zeitung in der Hand motiviert mehr als die Möglichkeit das Internet abzuklappern.

Allerdings sind ungefähr 130€ im Jahr für ein Studentenabo einer namenhaften Wochenzeitung dennoch nicht wenig, wenn auch Nicht-Studenten dafür teilweise das doppelte hinlegen müssen.

Wie seht ihr das? Was ist eure Meinung dazu?

Liebe Grüße

Expertenantwort
von Kristall08, Community-Experte für Studium, 20

Wie wäre es, wenn du dir vielleicht doch ein Online-Abo einer guten Tageszeitung gönnst und ab und an mal eine Papierausgabe einer Wochenzeitung. Die ist doch so dick, dass man es eh nie schafft, alle Artikel, die einen interessieren, in einer Woche zu lesen. ;-)

Antwort
von noname68, 25

deine these, dass es vom studienfach abhängig wäre, ob man eine zeitung lesen soll oder eher nicht, sorry das ist blödsinn.

du hast es doch ausgedrückt: es kommt auf das interesse am weltgeschehen an und ob ich mich mit nur einer quelle begnüge oder ob aus einer vielfalt unterschiedlicher berichterstattungen mir die gelegenheit gegeben wird, eine eigene meinung oder ansicht zu entwickeln.

ob es nun eine zeitung ist (hoffentlich nicht die mit den 4 buchstaben) oder andere quellen, eine quelle alleine ist unzureichend.

Antwort
von wolfram0815, 27

Ich sag mal so:

Um sich seine Meinung zu versch.Themen zu bilden braucht es Zeit. Je nach Thema kann es sogar anstrengend sein. Wir haben eine Demokratie mit seinen Rechten, aber von einfach war nie die Rede.

Wenn dir die Beschaffung der einzelnen Nachrichten zu aufwändig/anstrengend ist, nun, dann ist das halt mal so. In diesem Fall allerdings nimm Abstand von Leuten, die dir mit 5, 6 Sätzen die Welt erklären! Das geht nur auf den sog. Seiten von Veschwörungstheoretikern. Oder bei NPD, Pegida usw.

Ich habe ein paar Menschen in meinem Leben, die nie Nachrichten gucken. Aber dann das Zeugs der weltweiten Verschwörung glauben. Verknüpft mit Logischem, allerdings ohne Fakten.

Antwort
von Mustermu, 19

Ich finde es nie verkehrt, halbwegs auf dem aktuellen Nachrichtenstand zu sein - und das sage ich als Chemiestudent. Man kommt sich ziemlich dumm vor, wenn man in einer Diskussion steht und überhaupt keine Ahnung hat, worüber die anderen gerade sprechen.

Ich lese meist jeden morgen noch im Bett auf meinem Tablet SpiegelOnline und die Mitteldeutsche Zeitung. Mir reicht es völlig aus die Schlagzeilen und Überschriften zu lesen und ggf. interessante Artikel zu lesen.

Sich selbst eine Meinung zu bilden bedarf etwas Übung. Das kommt auch mit dem Gespräch und der Diskussion mit anderen Leuten. Man hört andere Meinungen, die einem andere Sichtweisen auf die Dinge eröffnen. Und irgendwann schafft man es auch dann, in Artikeln zwischen den Zeilen zu lesen.

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