Frage von Isabella28, 151

Sollte ich mit ihr zum Psychologen und ist das wirklich eine Krankheit?

Hallo, Meine Freundin hat ein Problem, dass selbst mich mitnimmt, aber da ich ihr helfen möchte, werde ich das alles mit ihr durchziehen.

Nun, das Problem ist, dass sie eine "Ekel-Krankeit" hat sozusagen. Sie ekelt sich vor bestimmten Menschen (Vor ihren Verwandten). Ich bin mit ihr mal zu ihren Verwandten gegangen um es mal mit eigenen Augen zu sehen. Ich war total schockiert. Die Wohnung war echt, schwer gesagt, schlimmer als ein Schweinestall. Die ganze Wohnung stinkt, das Geschirr in der Küche ist total dreckig ( möchte nicht ins Detail), die alle haben superschlechte manieren( bohren in der Nase, im Mund u.Ä.). Als ich es selber erlebt habe, habe ich verstanden was sie alles hat erleiden müssen. Selbst mein Würgreizeffekt schaltete sich an. Meine weißen Socken waren nicht mehr das was sie mal waren. Ich verstehe wenn sie keine Zeit haben die Wohnung zu putzen, aber die Arbeiten nicht. Wir leben im 21.Jahrhundert, wo eine gute Körperpflege eigentlich nichts neues ist. Aber als ich die Menschen gesehen habe und wie sie leben... Da leben auch keine Senioren..

Ich weiß nicht, ob ich viel zu hart bin, aber ich kann meine Freundin vollkommen verstehen. Ich denke dass sie auch wegen diesem Ekel auch einen Waschzwang bekommen hat und sich in ihrer eigenen Wohnung ekelt. Sie tat mir echt leid. Da ihre Verwandten zu ihr kommen ekelt sie sich sehr von ihrer Wohnung und denkt dass die Wohnung nie wieder "sauber" sein wird und der "Schmutz" sich angeheftet hat. Nachdem ich ihre Verwandten gesehen habe, hatte ich auch auf einmal diesen Ekel. Jeder in ihrer Familie sagt, dass sie krank sei und unbedingt zur Klapsmühle geschickt werden muss... Wobei ich jedoch denen nicht zustimmen kann.

Ich das eine psychische Krankheit? Ich finde dass ihr Verhalten völlig selbstverständlich ist. Sollte ich mit ihr zum Psychologen?

Danke

Antwort
von pingu72, 78

Nicht sie ist krank, sondern ihre Verwandten! Vielleicht sollte sie die nicht mehr in ihre Wohnung lassen, damit sie sich wenigstens in ihren eigenen vier Wänden wieder wohlfühlen kann. 

Ob sie psychologische Hilfe braucht kann ich nicht sagen, da würde ich zumindest mal ein Beratungsgespräch in Anspruch nehmen. 

Kommentar von Isabella28 ,

Das Problem ist, dass sie noch mit ihren Eltern zusammenlebt. Sie kann leider nicht einfach sagen "Ichwill die nicht reinlassen"...

Das wäre natürlich schön, wenn sie sich wenigstens in ihrer Wohnung wohlfühlen kann, aber selbst ihre Eltern denken sie sei krank.

Kommentar von pingu72 ,

Dann habe ich das falsch verstanden..

Wenn das so ist sollte sie vielleicht ausziehen. Wenn das nicht möglich ist (weiß ja nicht wie alt sie ist), dann braucht sie wirklich Hilfe. Falls sie dann eine Therapie macht würde ich es der Familie verheimlichen, das bestärkt sie sonst in ihrer Meinung sie sei "krank".

Kommentar von Isabella28 ,

Alles klar, dankeschön

Antwort
von Dahika, 27

Eher mit den dreckigen Verwandten. Ich würde mich auch ekeln. Das ist doch ganz normal.

Antwort
von bikerin99, 55

Aus deiner Beschreibung ist nicht ersichtlich, ob sie evtl. eine Zwangsstörung hat oder nicht. Aber das Entscheidende ist doch, ob sie selbst darunter leidet. Wenn das der Fall ist und sie etwas verändern mag, ist es sinnvoll zum Psychologen oder Therapeuten gehen.
Sie wird ihre Verwandten nicht ändern können, nur sie kann sich ändern (z.B. kein Verwandtenbesuch oder nur mit einem Schutzanzug), keine Türe öffnen, wenn diese Verwandten sie besuchen möchten.

Die Frage ist, ob die Verwandten nicht unter gesundheitsgefährdenden Umständen leben und so das Amt zuständig ist.

Kommentar von Isabella28 ,

Das frage ich mich auch.. Danke für die Antwort

Antwort
von Hanns50, 36

Nochmal ich. Beste Beobachtungen habe ich damit, erstmal ein offenes Gespräch mit dem Hausarzt zu führen. Der kennt einen in der Regel und hat u.U. verschiedene Möglichkeiten zu helfen. Einfach auch fragen was ma tun kann. Gut sind auch Gesprächsgruppen. Informiert Euch. 

Kommentar von Isabella28 ,

Alles klar danke

Antwort
von Hiaslfranz, 39

Ich würde die versiffte Sippschaft gar nicht mehr rein lassen.
Ich habe da Verständnis dafür.
Aber sie soll sich da nicht so rein steigern, dann legt sich das wieder.

Kommentar von Isabella28 ,

Was meinst du mit reinsteigern?

Kommentar von Hiaslfranz ,

Mann kann sich auch Wo "reinsteigern', wenn man sich immer über alles zu viele Gedanken macht. Das meinte ich.

Kommentar von Isabella28 ,

Achso, verstehe

Antwort
von Hanns50, 41

Hi. Bitte unbedingt mit ihr zum Fachmann. Schön, dass Du für sie da bist, aber alleine kriegt ihr das nicht hin. Erste Anlaufstelle wäre der Hausarzt. PS: Hab ähnliches mit meiner Ex durchlebt. LG Hanns

Kommentar von Isabella28 ,

Ok, ich  danke ihnen.

Könnte man nicht direkt zum Psychologen oder braucht man eine Überweisung zum Psychologen?

Antwort
von nixawissa, 14

Du musst ihr sagen, das sind die, die mit ihren Problemen und müssen damit klar kommen, wir sind die Anderen und machen es eben so nicht, wir machen es besser und richtig!

Antwort
von lena9902, 29

Sie hat keine psychische Krankheit. Ich finde sie sollte mit ihren Verwandten darüber noch(?) einmal reden, denn ich kann sie vollkommen verstehen wenn sie sich davor ekelt. Würde ich mich genauso. Und warum sagt sie nicht einfach dass ihr euch woanders treffen sollt und nicht bei ihr? Das wär zb schon mal eine Möglichkeit. Das sie einen Waschzwang hat ist normal solange es nicht schlimmer wird.

Kommentar von Isabella28 ,

Ich glaube nur wegen den Verwandten hat sie diesen Waschzwang. Denn, sie ekelt sich eigentlich vor niemanden außer ihren Verwandten. Also , sie wäscht sich sehr oft die Hände da sie Angst hat, dass irgendwas von denen an ihr geklebt ist

Antwort
von mg6358, 13

Deine Freundin ist nicht krank, und SIE braucht keine Hilfe sondern ihre Verwandten... Eigentlich. Ich sage eigentlich, weil DIE finden es ja wohl so okay wie es ist- und wollen gar keine Hilfe.

Heutzutage kann doch Jeder so leben wie er will, also, wer Assi sein will, der soll es doch sein...

Mein Rat: nicht mehr hingehen! Und am besten auch nicht mehr drüber nach denken.

Antwort
von Mamue1968, 35

Sie leidet eindeutig an einem Waschzwang, wenn Sie nicht eine Therapie machen will, hat alles keinen Sinn !


Kommentar von Isabella28 ,

hmm oke danke dir

Kommentar von Dahika ,

Wo soll sie denn einen Waschzwang haben? Sie ekelt such vor dem Dreck. Das ist absolut normal.

Kommentar von Isabella28 ,

Na ja, sie wäscht sich schon sehr oft die Hände. Ich weiß dass sie ihre Hände wegen den Verwandten wäscht, denn eine andere Ursache gibt es dafür nicht.

Ist es dann wirklich ein Waschzwang oder nur Händewaschen wegen Ekeln?

Antwort
von bigeyedoll, 22

Und die Eltern sagen Nichts zu den, die dreckig leben ?

Kommentar von Isabella28 ,

GENAU!

Sie denken nur dass meine Freundin krank ist und sie noch in der Pubertät sei.

Ich meine wir leben ja nicht im Mittelalter. Es gibt Waschmittel, Staubsauger....

Ihr Vater kann nichts sagen, weil es seine Familie ist und er sozusagen in der Mitte bleibt. Er versucht sie zu verstehen aber sagt dass sie zu denen mitkommen muss. Ihre Mutter allerdings, interessiert ihre Tochter nicht mal ein Stückchen..

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