Frage von WickedSuicide, 48

Sollte ich in eine psychiatrische Klinik gehen?

Hallo Zusammen,

ich bin 27 und leider seit meiner Kindheit an Depressionen und Angsstörungen. Ich war vor etwa 2 Jahre in einer akuten Phase in einer teilstationären Psychiatrie und bin seitdem in 3 monats abständen bei einem Psychiater zur Kontrolle. eine Therapie habe ich abgeschlossen.

Seit einiger Zeit geht es mir wieder schlechter und ich habe selbst etwas Angst davor, das ich mir zum Teil mehrere Stunden am Tag Gedanken über meinen Tod und Selbstmord mache und wie man das anstellen könnte. Egal ob ich auf der Arbeit bin oder zuhause.. Ich denke sehr oft darüber nach..

Heute, am Abend vor Montag, ist es immer besonder schlimm und der Gedanke morgen auf die Arbeit zu müssen macht mir wirklich sehr zu schaffen, ich werde vermutlich auch heute nacht wieder kein Auge zu machen.

Ich habe seit meiner Zeit in der Klinik eine Notfall-Nr. wo ich anrufen kann und wo ich auch sofort hingehen könnte, nur würde ich dann vermutlich wieder vor einige Zeit da bleiben müsste und meine Arbeit, die ich seit 8 Monaten habe, kündigt mich sicher..

Was soll ich nur tun? ich habe angst das ich mir irgendetwas antun könnte..

Antwort
von StayInLife, 45

Gedanken - besonders falsche und Selbstmordgedanken - sind extrem schwer loszuwerden. Mut zu fassen ist ebenso schwierig und Sätze wie "ach, alles wird gut" kennt man nur zu Hauf. All das bewirkt bei einem aber nichts und die weltliche Lage ist auch eher kontraproduktiv. Aber da du es bisher noch nicht getan hast liegt dir etwas am Leben und das zeigen auch deine Gegenmaßnahme, Therapien. Du möchtest leben. Du hast etwas, was dir liegt und was du nicht verlieren willst. Und du redest beziehungsweise schreibst über deine Probleme. Die heutige Gesellschaft macht es einem absolut nicht leicht, im Gegenteil. Hast du Personen in deinem Umkreis, mit denen du darüber reden kannst? Oft hilft weinen und reden zumindest im kleinen Teil gegen solche Gedanken. Wichtig ist auch Abwechslung. Gehe joggen, spiele Fußball oder mache allgemein Tätigkeiten in einer Gemeinschaft. Melde dich im nächsten Schwimmverein an und knüpfe Kontakte. Und: schätze alles um dich herum. Schaue nach draußen und bewundere die Vögel und Sterne und wie schön die Natur ist. Halte dich an die positiven Dinge und lernen kleinere Dinge wertzuschätzen. Begrüße die Menschen denen du begegnest ob du sie kennst oder nicht. Glaube mir, du wirst ihnen ein Lächeln ins Gesicht zaubern und selber glücklicher sein. Ich habe momentan auch zu kämpfen aber es gibt immer wieder Dinge die mich aufbauen und das sind garantiert nicht die Negativen :-) Viel Spaß und Erfolg dabei! -StayInLife

Antwort
von voayager, 29

Geh in die Klinik, wenn du den Eindruck hast, dass diese die für dich passende ist. Deinen Vorgesetzten wirst du wohl sagen müssen, dass du dann erstmal nicht mehr bei ihm arbeitest, nicht arbeiten kannst. Sollte er Theater vernstalten, dann tritt der Gewerkschaft bei, die dir dann kostenlosen Rechtsschutz gewährt. Auch ein Gang zum Betriebsrat kann sinnvoll sein, so es bei euch einen solchen gibt.

Antwort
von Leaf123, 48

Ich würde an deiner Stelle wieder in die Klinik gehen, du weißt selbst, dass es sein könnte, dass du dir zukünftig was antust. Das mit der Arbeit ist natürlich schlimm, aber Schutz vor Selbstmord sollte wichtiger sein..

Antwort
von NotHappyEnogh, 39

Wenn dich die Arbeit doch so fertig macht, dann würde ich dir die Klinik mehr als empfehlen..

Antwort
von derapfelbaum, 21

Laut meinem Wissen, darf dir dein Arbeitgeber nicht kündigen! Es wäre so, als würde er einem Mitarbeiter nach einem Herzinfarkt und anschließender Reha kündigen. Das geht nicht so einfach! Erkundige dich nochmal etwas im Internet, ich bin mir aber zu 80% sicher.

Lg

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