Frage von rotesand, 59

Sollte ich dieses "Ärgernis" ansprechen oder eher sacken lassen?

Hallo!

Durch Zufall kam ich dahinter, dass jemand sich bei einem gemeinsamen Bekannten über mich echauffiert hat. Gestern habe ich denjenigen, der sich da aufregte, persönlich noch getroffen & es war alles wunderbar und eitel Sonnenschein.

Es trifft mich zwar nicht sonderlich, dass er sich über mich mokierte, weil ich mir nix vorzuwerfen habe --------> aber es stört mich, dass ich das über Dritte erfahren musste. Wenn ich was nicht haben kann, ist es diese "hintenrum-Geschichte".

Dieser Tage habe ich wieder mit diesem Mann zu tun. Ich würde ihn eigentlich schon mal gern drauf ansprechen, warum er mir das nicht persönlich sagt, wenn ihn was stört (zumal er weiß wo und wann er mich kriegt, wenn was wäre) & ihn fragen, was ihn konkret störte und ob es ihm so peinlich war, dass er es mir nicht persönlich sagt. Es ist vor ca. 2 Jahren schonmal passiert, dass er sich bei Dritten über mich mokierte. Das allein berührt mich nicht aber es geht mir ums Prinzip.

Andererseits ist es mir ziemlich egal ------> ich weiß, dass er sehr launisch ist & gestern, als wir uns trafen, offenbar ein "guter Tag" für ihn war, weil er total zuvorkommend zu mir war. Der Mann ist knapp über 60, ich bin kurz vor der 30, er ist also mehr als doppelt so alt wie ich. Ich mag ihn nicht wirklich, aber wir haben in der Regel kein Problem miteinander & eigentlich achtet er mich sehr aufgrund meiner beruflichen Stellung. Bei anderen hat er sich schon ganz andere Sachen geleistet bis hoch zur Verleumdung, wegen der er mal angeklagt und bestraft wurde.

Was meint ihr?

Vielen Dank schonmal & einen schönen Sonntag!

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von AriZona04, 39

Du klingst sehr vernünftig und ich kann dich gut nachvollziehen. Ich würde ihn darauf ansprechen, denn es würde jedes Mal in mir hochkommen, wenn ich ihn sehen würde und ich würde mich jedes Mal fragen, was ihn dazu bewogen haben mag, hinter meinem Rücken zu sprechen und nicht direkt in mein Gesicht. Wenn ich den Mann nie wiedersehen würde, wäre es mir auch egal, da fühle ich wie Du. Aber dadurch, dass Ihr miteinander zu tun habt, sollte die Geschichte angesprochen werden, finde ich.

Kommentar von rotesand ,

Danke!

Ich arbeite bei einer Tageszeitung und habe mit ihm alle paar Monate mal zu tun ------> er ist freier Mitarbeiter und sendet gelegentlich mal Texte aus seinem Heimatdorf vorbei, die wir dann abdrucken. 

Er echauffierte sich konkret über mich, weil ein Bericht von mir zu "schwülstig" gewesen sei und seinen angeblich viel wichtigeren Artikel auf der selben Seite "verdrängte", der er annahm, ich hätte diesen redigiert/gekürzt (was ich auch tatsächlich habe). Vor 2 Jahren etwa hat er sich wegen Fotos aufgeregt, die seiner Ansicht nach das Thema verfehlt haben. Ich habe es damals auf mir beruhen lassen, weil es mir sekundär erschien -------> aber weil das jetzt wieder so "hintenrum" ging, geht es mir ums Prinzip.

Es ist aber absehbar, dass er a) alles abstreitet oder b) es versucht zu meinem Nachteil zu nutzen, um hinterrücks wieder irgendwelchen Mist über mich zu berichten. Hat er bei mir noch nicht gemacht & ich glaube eigentlich auch nicht, dass er sich das bei mir traut. Aber bei anderen hat er das schon praktiziert.

Außerdem wird er wissen wollen, wer mir das gesteckt hat & ich werde ihm sicherlich nicht den Namen des gemeinsamen Bekannten nennen.

Kommentar von AriZona04 ,

Was für ein Ar...loch! Oh, ich hasse solche Mitarbeiter! Wieso haben die das Recht, zu arbeiten! ... Gut, wenn die Sache soo ist: Schlucks. Was für eine Wahl hast Du? Solche Menschen verleiden einem das Arbeitsleben! Grrrrrrrrrr!

Kommentar von rotesand ,

Er ist ja "nur" freier Mitarbeiter, der quasi für einen kleinen Obolus Berichte schreibt, die er dann uns schickt. Eigentlich ist er seit Jahren Frührentner. 

Würde ich ihm verraten, wer mir diese Infos gab, so bin ich mir sicher, dass er den anruft & entweder anpöbelt oder die Sache nutzt, um den Mann hinterrücks zu verleumden. Das ist so sein Stil.

Zu mir ist er immer total unterwürfig, generell zu Leuten die beruflich höher stehen als er (oder von denen er es halt denkt^^), sonst wäre das schon viel öfter passiert mit dem "hintenrum"-Gerede gegen mich. Bei anderen macht er das ständig, deswegen ist er auch so unbeliebt.

Kommentar von AriZona04 ,

Dann soll er auch auf der Couch bleiben! Ich fühle mit Dir.

Kommentar von rotesand ,

Danke!

Antwort
von Maienblume, 11

Was versprichst Du Dir davon, wenn Du ihn darauf ansprichst?

Er wird alles abstreiten, und die Schuld an der Mißstimmung bekommst dann Du, sowie die Leute, die ihn verraten haben könnten. Genauer gesagt sind solche Menschen meist nicht bereit, Fehler einzusehen, weil sie nicht gelernt haben, Selbstkritik zun üben.

Zumal er ja eh nicht den Mut hat, auf Dich zuzugehen, und die Probleme klar und direkt mit Dir zu besprechen. Ein Ansprechen wird ihn beschämen, was er Dir nicht verzeiht. So wird er dann in Zukunft "hintenrum" noch schlimmer agieren. Das ist meine Prognose.

An Deiner Stelle würde ich mich also fragen, ob das den ganzen Aufwand wert ist. Momentan hast Du einen Stänkerer im Verborgenen. Hernach hättest Du einen Feind.

Ich würde den Mann als intellektuell und menschlich unterlegen einstufen, und damit gut. Er kann Dir doch den Buckel runterrutschen.

Kommentar von rotesand ,

Vielen Dank!

Eben -----> ich verspreche mir eigentlich NICHTS davon. Es wird genau so sein, wie du es schriebst. Er würde alles leugnen & den Ärger, weil er sich ertappt fühlt, auf Dritte abwälzen.

Ich habe heute wieder mit ihm telefoniert und es mir verkniffen, ihn darauf anzusprechen. Es hätte keinen Sinn gemacht.

Kommentar von Maienblume ,

Ich denke mal, auf längere Sicht ist das die bessere Alternative. Man vergibt sich nichts dabei, denn man hat an Erkenntnis gewonnen.

Alles Gute Dir weiterhin!

Antwort
von xMirage95, 25

Ach naja... regen wir uns alle nicht mal bei jemanden über eine Person auf?

Solange es kein krasses "Herziehen" war würde ich da jetzt nicht die Mücke zum Elefanten machen. Wenn das nochmal vorkommen sollte oder es wirklich "schlimm" war, kannst du ihn ja immer noch darauf ansprechen.

Antwort
von NewKemroy, 11

Wenn Du Dich an der Zwischenträgerrei störst könntest Du auch den Tratscher mal ansprechen? Vielleicht wurde es ja auch vorsätzlich weitergegeben. Weil, was hätten die "Anderen" vom Echauffieren, wenn es nicht bei Dir ankommt?

Aber wenn Du Frieden stiften möchtest, würde ich das alles übersehen.

Antwort
von HeyMr, 25

Er ist 60 Jahre alt und du 30. Das allein wäre Grund genug nicht darauf einzugehen. Aber wenn du es unbedingt aus der Welt schaffen willst (immerhin stellst du die Frage hier), würde ich ihn freundlich darauf ansprechen und betonen, dass du äußerst viel Wohlwollen für diese Person empfindest und nicht mehr wünschst als eine reine Freundschaft. (Denn wenn dies nicht der Fall ist, lohnt es sich garnicht erst damit anzufangen.)

Kläre das Problem. Und eure Freundschaft ist danach sogar tiefer als vorher.

Kommentar von rotesand ,

Danke!

Und -----> ja, ich weiß auch: Der wird sich nicht mehr ändern & ich bin noch einer, dem er eigentlich mit Respekt begegnet. Von daher ist es mir auch im Grunde zuwider, ihm das zu sagen ------> da kann man auch Eulen nach Athen tragen^^

Mir geht's einfach ums Prinzip, dass er mir das direkt sagen sollte. Zumal er weiß, wann, wie und wo er mich findet & wer mich kennt auch weiß, dass man mit mir über alles reden kann und ich für Kritik offen bin, wenn sie begründbar und sachlich vorgetragen ist.

Antwort
von Infoholiker, 20

Also wenn du da so lange drüber nachdenkst ist dir gar nichts egal und dir gehts zu gut. Prinzip und so, meine Güte, du weißt aber schon dass du den 60 jährigen nicht interessierst, oder?

Antwort
von Spitzenbesatz, 25

Wenn das schon so ein falscher Fuchzger ist dann würde ich ihn so und so drauf ansprechen. Sowas find ich nämlich feige und Charakterlos sich über Leute hinterrücks zu beschweren, wenn dieser nicht mal Anwesend ist um sich zu verteidigen.

Ich kann solche Personen nicht riechen... ich finde sowas so schäbig. Und dann noch in dem Alter sich zu benehmen wie so eine 15 Jährige die ihre Tage hat. Dürfte bei diesem Waldschrat ja wohl schon längst ausgestanden sein solche Hormonellen Kindereien.

Kommentar von rotesand ,

Danke!

Ja, schäbig ist der passende Ausdruck. Er hat sich dadurch auch schon sehr viele Sympathien verspielt & wird von vielen Leuten gerade in seinem Heimatdorf gemieden bis geächtet. Es kommt sogar so weit, dass er als freier Zeitungsmitarbeiter von Vereinen seines Dorfs ausgeladen wird, um den Reporter vom Nachbardorf einzuladen^^ kein Witz :)

Bei ihm ist es gang und gebe, dass er gegen andere hetzt & dann vorn rum einen auf Kumpel macht. 

Kommentar von Spitzenbesatz ,

Ach du liebes bisschen... Also ein richtiger Grandler... eine Unverschämtheit sowas... aber er darf sich auch nicht wundern wenn er dann irgendwann ganz allein ist und er bei gar niemandem mehr gern gesehen ist. Vorallem wenn es dann in die Kiste geht.. da besinnen sich viele Grandler und dann isses zu spät.

Aufjedenfall solltest du diesem "wertem" Herren sagen was du davon hältst.

Kommentar von rotesand ,

Es stimmt schon: Jeder meidet ihn, wo es geht. Die Leute seines Heimatdorfs übergehen ihn mittlerweile schon, wenn es um die Anforderung eines Reporters geht bzw. fragen die Redaktion direkt, ob man "den und den" aus dem Nachbardorf oder einen Redakteur beordern könne, damit man nicht den ... ertragen müsse. 

Ich würde es ihm ja sagen, was mir aufstößt, doch gibt es Probleme: 

Es ist absehbar, dass er a) alles abstreitet oder b) es versucht zu meinem Nachteil zu nutzen, um hinterrücks wieder irgendwelchen Mist zu berichten. Hat er bei mir noch nicht gemacht & ich glaube eigentlich auch nicht, dass er sich das bei mir traut. Aber bei anderen hat er das schon praktiziert.

Außerdem wird er wissen wollen, wer mir das gesteckt hat & ich werde ihm sicherlich nicht den Namen des gemeinsamen Bekannten nennen. Es entspräche seiner typischen Art, den Bekannten dann aufzusuchen und "aufzumischen" oder einzuschüchtern bzw. über diesen Gerüchte zu streuen. 

Deswegen fällt es mir schwer, weil das - obwohl es nur rechtens wäre - 'nen Rattenschwanz nach sich ziehen würde: Das ist nicht in meinem Sinne. Ich bin ein Freund von wenigen & klaren Worten, damit kann man bei dem nicht landen.

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