Frage von Rose98765, 57

Sollte ich die HPV-Impfung (Gebärmutterhalskrebs) fortführen?

Ich habe bereits eine der 3 HPV- Impfungen gegen Gebärmutterhalskrebs bekommen. Kurz danach las ich über diverse Nebenwirkungen (Lähmung,...) und möchte jetzt die Impfung nicht fortführen aus Angst davor. Ist dies überhaupt möglich ohne gesundheitliche Schäden zu bekommen? Oder ist das reine Übertreibung und ich sollte die Impfung weiterführen? Danke im vorraus

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Antwort
von expermondo, 5

Hallo Rose98765,

Schau mal bitte hier:
Impfung gebärmutterhalskrebs

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von J6X22M, 23

Hallo Rose98765,

Es gibt inzwischen drei Wirkstoffe auf dem Markt:

- Cervarix (seit 2007)

- Gardasil (seit 2006)

- Gardasil9 (voraussichtlich ab Frühsommer 2016)


Alle Wirkstoffe sollen gegen die "Humanen Papilloma-Viren", kurz "HP-Viren", vorbeugen, welche als hauptsächliche Auslöser für den Gebärmutterhalskrebs gelten sollen.

Aus den Jahreszahlen geht jedoch hervor, dass ausreichende Studien
überhaupt noch nicht geführt werden konnten, wie denn auch?

In den Packungsbeilagen dieser Wirkstoffe sind alle Nebenwirkungen vermerkt, die Patienten festgestellt haben - hier muss man unbedingt beachten, wie bei allen Medikamenten, dass wirklich jede bisher aufgetretene Nebenwirkung erfasst wird - eben auch, wenn sie unabhängig vom Medikament ist. Das kann immerhin schlecht zurückgeführt bzw. bewiesen werden.

Ja, auch Lähmungen sind scheinbar deswegen schon aufgetreten, aber nur in äußerst seltenen Fällen - und vielleicht gar nicht wegen der Spritze. Das ist von Person zu Person auch anders, meistens treten überhaupt keine Nebenwirkungen auf. Es gibt viele Impfgegner, daher solltest du dir ihre Quellen ansehen und diese kritisch hinterfragen, denn oft wird dramatisiert.

Hattest du bisher keine Nebenwirkungen, wirst du sehr wahrscheinlich auch nach den nächsten Spritzen keine bekommen.

Ob die Impfung nun tatsächlich wirkt, kann zwar erst in ein paar Jahren näher erforscht und ausgewertet werden, doch sowieso sind regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen und der sogenannte Pap-Test die beste Möglichkeit, Zellveränderungen rechtzeitig zu erkennen und vorzubeugen.

Viele Grüße

J6X22M


Kommentar von MalNachgedacht ,

Alle Wirkstoffe sollen gegen die "Humanen Papilloma-Viren", kurz "HP-Viren", vorbeugen, welche als hauptsächliche Auslöser für den Gebärmutterhalskrebs gelten sollen. 

Für die Entdeckung des Zusammenhangs zwischen Humanen Papilloma-Viren und Gebärmutterhalskrebs gab es immerhin einen Medizin-Nobelpreis.

Wenn Du da konkrete Erkenntnisse oder Hinweise hast, dass das Nobelpreis-Komitee sich bei der Vergabe geirrt haben könnte dann immer her damit....

Ansonsten sind eigentlich sehr wenige Fälle bekannt wo Nobelpreise für Erkenntnisse vergeben wurden die sich im Nachhinein als falsch erwiesen haben.

Aus den Jahreszahlen geht jedoch hervor, dass ausreichende Studien überhaupt noch nicht geführt werden konnten, wie denn auch? 

Wieso das denn?

Die Jahreszahlen geben an, wann die Impfstoffe ihre Marktzulassung bekommen haben. 
Bevor ein Impfstoff diese Zulassung bekommt müssen umfangreiche Zulassungsstudien erfolgen...

Kommentar von J6X22M ,

Guten Abend MalNachgedacht,

"Sollen" schreibe ich, weil es tatsächlich keinen hundertprozentige Sicherheit gibt, durch welche Bedinungen Gebärmutterhalskrebs ausbricht. Harald zur Hausen hat sich durch seine Forschung den Nobelpreis zu recht verdient - seine Erkenntnis, die Viren seien Auslöser, ist mit Sicherheit nicht falsch.

Doch es sind eben die Hauptauslöser; wer kann schon beweisen, dass die Krebsart nicht auch durch Anderes entstehen kann?

Zu deiner Frage, warum konkrete Aussagen zu den Wirkungen nicht gemacht wurden / werden konnten, möchte ich dich gerne auf folgenden Link verweisen:

http://www.impf-info.de/die-impfungen/hpv/138-hpv-die-impfung.html

Dein Argument, die Jahreszahlen gäben an, wann die Impfstoffe ihre Marktzulassung bekommen hätten, ist natürlich richtig und widerlegt somit meine Aussage. Dennoch ist es eine Tatsache, dass Studien für eine aussagekräftige Erkenntnis noch nicht ausreichend stattgefunden haben.

"Unverändert lässt sich der einzig relevante Effekt beider
Impfstoffe für diese Zielgruppe - nämlich die Reduktion höhergradiger Zellveränderungen und damit möglicher Krebsvorstufen - weder im Umfang, noch in der Dauer zuverlässig angeben."


Ich hoffe, ich konnte einige Fragen beseitigen und mit dem Link Klarheit bringen.

Viele Grüße

J6X22M

Kommentar von realfacepalm ,

Netter Link. Viele Zitate und Links, die wissenschaftlich klingen, aber irgendwie so eine grundsätzlich impfkritische Tonlage in wissenschaftlichem Anstrich... Mal den Seitenbetreiber nachgeschaut, und:

https://www.psiram.com/ge/index.php/Steffen\_Rabe

Treffer, versenkt.

Antwort
von realfacepalm, 2

Die HPV-Impfung soll vor einer Infektion mit mehreren Arten der Humanen Papilom-Viren (HPV) schützen, die Gebärmutterhalskrebs u.a. durch Gewebe-Veränderungen und Genitalwarzen auslösen können.

Daher ist nicht der erste Sex entscheidend, sondern der erste Kontakt mit diesen HP-Viren. Da diese Viren oft (aber eben nicht nur!) beim Sex übertragen werden, wird halt vereinfachend gesagt, dass eine Impfung vor dem ersten Sex am erfolgversprechendsten ist - denn wenn bereits ein Ansteckung mit einem der entsprechenden Virustypen erfolgte, bringt die Impfung gegen diesen einen Virustypen nichts mehr.

Und übrigens: ein Kondom schützt nicht völlig vor einer HPV-Ansteckung!

Auch wenn man vor Abschluss der Impfungen Sex hat, muss man sich ja nicht zwingend mit allen der HPV-Typen, gegen die die Impfung wirken soll, angesteckt haben - ist oder war es z.B. für beide das "erste Mal", ist die Wahrscheinlichkeit einer Ansteckung gering.

Und selbst wenn man bereits mit einem der HPV-Typen angesteckt ist: dann schützt die Impfung immer noch vor einer zusätzlichen Infektion mit den anderen Typen.

Am besten, bzw. sichersten ist es allerdings, wenn die komplette Impfung bereits vor einer möglichen Ansteckung erfolgt - also am besten noch vor dem ersten Sex. Doch auch danach ist diese Impfung noch sinnvoll.

Studien aus Australien haben bereits einen Rückgang der durch HPV verursachten Genitalwarzen bei geimpften Mädchen nachgewiesen:

Die Impfung von Mädchen und jungen Frauen gegen humane Papillomaviren (HPV), die in Australien auf eine hohe Akzeptanz stößt, hat dort innerhalb kurzer Zeit die Häufigkeit von genitalen Warzen gesenkt. Nach einer Studie im Britischen Ärzteblatt ... profitieren über einen Herdeneffekt auch die nicht geimpften jungen Männer.

http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/54122

Diese Impfung (wenn vollständig) kann Dich vor einer Ansteckung mit HP-Viren schützen, nicht vor allen anderen Usrachen von GMH-Krebs. Deshalb sollte man auch mit der Impfung später regelmäßig zu den

Vorsorgeuntersuchungen gehen.

Antwort
von turnmami, 28

Hat dir die erste Impfung geschadet???

Lass dir auch noch die anderen beiden geben, da Krebs auch nicht besonders toll ist!

Kommentar von Franzmann0815 ,

eben... die leute wirden das impfzeug nicht verkaufen wenn es tötlich wäre. nimm die impfungen und dannach ist gut

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