Frage von Bubbeldibabbel, 78

Sollte ich Behörde melden, wenn Bekannte in Depression mit Gedanken spielt Kinder was anzutun, obwohl sie schon Medik. nimt und in psych. Behandlung ist?

Bekannte hat vor kurzem Mann durch Unfall verloren. Sie ist nun alleinstehend mit 5 und 8 Jahre alte Kinder. Die Bekannte war neulich bei uns und hat davon erzählt, dass Sie eine Depression hat und sich bereits behandeln lässt. Sie würde wohl auch schon Medikamente nehmen. Nach langem hin und her sagte Sie zu anderen traurigen Dingen, dass Sie auch Gedanken hatte, die sehr schlimm sind und sonst in der Zeitung stehen. Wir wissen nicht mehr, ob sie in der Gegenwart- oder Vergangenheitsform gesprochen hat. Nach genauem hinterfragen kam heraus, dass diese Gedanken wohl auch im Zusammenhang mit den Kindern stehen. Es kam so rüber, als wenn Sie den Kindern was antun wolle. Meine Freundin, die bei dem Gespräch dabei war, hat dies auch so aufgefasst. Sie sagte nicht direkt, dass Sie die Kinder ums Leben bringen möchte, aber sie Sprach von Beispielen wie dem Germanwings- Absturz und von Leuten die Ihren Kindern halt "was antun".
Sollten wir einer Behörde Bescheid geben? Oder reicht es wenn wir den Eltern von Ihr das nochmal sagen. Wie sieht es rechtlich aus wenn was doch passiert? Von unserm Gewissen ganz zu schweigen (wenn wir nichts unternehmen).... Sie ist aber doch schon in Behandlung. Wenn man Ihr die Kinder wegnimmt, wird die Lage auch nicht besser. Blöde Situation!

Antwort
von Kitharea, 27

Ich würde nicht vorschnell handeln. Kann auch sein dass sie das zb. nur "denkt" - zum Handeln ist es dann aber doch noch ein weiter Weg und sie ist in Behandlung. Wenn du helfen willst kannst ihr zb. bei den Kindern Hilfe anbieten - damit würdest gleich mehreren helfen. Den Kindern die dann ein bisschen Abstand von der depressiven Mutter haben und ihr. weil sie Zeit für sich selbst hat.

Antwort
von Goodnight, 13

Ich würde das lassen. Eure Freundin ist in Behandlung. Depressive Menschen stellen sich natürlich vor nicht mehr zu leben, das heisst noch lange nicht, dass sie sich und die Familie umbringen.

Ich finde ihr solltet sehr auf eure eigene Phantasie aufpassen. Unerfahrenheit und Eigeninterpretationen sind sehr gefährlich.

Unruhig machen mich die Worte - nach langem hin und her -  Das deutet für mich darauf, dass ihr eure Freundin bedrängt.

Helft ihr im Alltag, nehmt ihr die Kinder oft ab und tragt sie so wie sie im Moment drauf ist. Sie will in ihrer Welt verstanden werden. Ein Depressiver kann nicht wollen und braucht Zuwendung und Verständnis ähnlich wie ein Kind. 

Nach meinem Gefühl, hat sie euch nur gesagt wie es in ihr aussieht und hofft, dass ihr es nachvollziehen könnt. 

Wenn jemand die Behörden rufen soll, ist das der Therapeut zu gegebener Zeit.

Antwort
von wurstbemmchen, 25

Ich glaube ihr würdet ihr vielmehr helfen, wenn ihr Ihr Unterstützung anbietet, statt ihr das Jugendamt auf den Hals zu hetzen. (Babysitten Ect.) Kinder sind anstrengen und man kann schon mal überfordert sein. Vorallem in ihrer Situation. Trotzdem wird sie ihre Kinder lieben und nicht hergeben wollen. Auch wenn sie in der schlimmen Zeit mal an sowas denkt.

Antwort
von Irgendwerxyz, 6

Nein, ich würde keine Behörden einschalten.

Deine Freundin ist ja schon in Behandlung. Bekommt sie nur Medikamente oder macht sie eine Gesprächstherapie? Bekommt sie nur Medikamente würde ich ihr helfen einen Therapeuten zu finden und sie ermuntern solche Gespräche auch mit dem Psychologen zu führen. 

Depressive Menschen haben keinen Elan und kommen alleine nicht voran. Darum ist es wichtig Hilfe immer anzubieten und sich wenn nötig auch mal aufzudrängen. Bitte nicht nur darauf warten angesprochen und nach Hilfe gefragt zu werden. Biete ihr Hilfe im Haushalt und mit den Kindern an oder einfach nur mal zu quatschen und abschalten. Möchtest oder kannst du ihr nicht helfen sprich andere Freundinnen und ihre Familie an, dass sie helfen. 

Nur in dem Fall, dass sie keine Gesprächstherapie macht oder sonst wie in der Trauer professionell begleitet wird, würde ich weitere Schritte überlegen. Du kannst auch dann einfach mal in einer Klinik anrufen und Dich dort beraten lassen, wie Du mit der Situation umgehen sollst.

Antwort
von Wonnepoppen, 21

Meinst du mit Behörden das Jugendamt?

Das könnte man informieren?

Da die Eltern anscheinend schon Bescheid wissen, was sagen die denn überhaupt dazu?

Ratet ihr sich dringend in stationäre Behandlung zu begeben!

Wenn sie solche Gedanken hat, sind die Kinder evtl. in Gefahr u. dann ist es bestimmt nicht gut für sie, wenn sie ständig  in ihrer Umgebung sind?

Antwort
von Ontario, 21

Bei depressiven Personen ist vorrangig, dass man denen hilft. Sie hat einen Therapeuten der sie behandelt. Dennoch sollte man da ein besonderes Augenmerk auf die Frau halten. Anmerkungen von der Frau in Bezug auf ihre Kinder sind sehr ernst zu nehmen. Bestünde vielleicht die Möglichkeit mit dem Therapeuten Kontakt aufzunehmen, ohne dass die Patientin davon etwas erfährt, damit der Therapeut gegensteuern kann. Eine Behörde würde ich erst dann einschalten, wenn erkennbar Leib und Leben der Kinder gefährdet wären. Zuvor jedoch andere Weg finden. Vielleicht kannst du mit deiner Bekannten einen guten Kontakt zu der Patientin pflegen. Sie immer wieder besuchen und in Gesprächen herausfinden, ob sich die Einstellung zu ihren Kindern ändert. Die Kinder im Alter von 5 und 8 Jahren können noch nicht abschätzen, was im Kopf ihrer Mutter vorgeht, erkennen Signale noch nicht.Die Wegnahme der Kinder durch das Jugendamt würde zwar die Situation der Mutter verschlechtern, aber die Kinder vor einem möglichen Unheil schützen. Betroffen wären die Kinder schliesslich auch, wenn sie in ein Heim oder zu Pflegeeltern kämen. Das sollte die allerletzte Regelung sein. Wie es rechtlich aussieht, so doch etwas passiert. Diese Frage ist wirklich eine ernst zu nehmende Frage. Vorallem betrifft es das eigene Gewissen, wenn man Kenntnis davon hat, dass den Kindern doch etwas passeiren könnte. Deshalb würde ich laufenden Kontakt mit der Patientin halten und auch den Therapeuten kontaktieren. Der würde sicher nichts von dem Gespräch zwischen dir und ihm,  der Patientin darüber erzählen. Inwieweit die Eltern der Patientin Einfluss auf ihre Tochter haben, weiss hier keiner von uns. Man sollte alle möglichen Wege erkunden, wie der Mutter zu helfen ist, um ihre Kinder in Sicherheit zu wissen.

Antwort
von Seanna, 31

Informiere den sozialpsychiatrischen Dienst der Stadt. Die sind dafür zuständig sie aufzusuchen und ggf einzugreifen oder mit dem Jugendamt zu sprechen bei Gefahr.

Antwort
von SotosK1, 20

Ich würde gerne meine Meinung dazu sagen, aber aus deinem Text geht nicht vor was genau sie gesagt hat, so dass wir uns ein Bild machen können.

Mit Sätzen wie

"Nach langem hin und her sagte Sie zu anderen traurigen Dingen, dass Sie
auch Gedanken hatte, die sehr schlimm sind und sonst in der Zeitung
stehen"

Oder

Sie sagte nicht direkt, dass Sie die Kinder ums Leben bringen möchte,
aber sie Sprach von Beispielen wie dem Germanwings- Absturz und von
Leuten die Ihren Kindern halt "was antun".

kann zumindest ich nix anfangen.

Ich will nicht abstreiten dass ihr Recht habt, weil Eure Freundin etwas sehr schlimmes erlebt hat, aber genauso kann es nach hinten losgehen.

Das sind schon harte Anschuldigungen und oft spielt einem durch die Volksverdummung der Medien (jeder soll Filme schieben) der Kopf was falsches vor.

Ihr kennt jetzt z.B. die heftige Geschichte, wisst dass sie Medikamente nimmt und nehmt mit dem Wissen alles was sie sagt etwas anders auf. Wenn ihr falsch liegen solltet und sie meldet, wird sie es evtl falsch aufnehmen und sich hintergangen fühlen, andererseits wenn es so ist und etwas passiert werdet ihr euch immer Vorwürfe machen nix gesagt zu haben.

Ich würde einfach mal detailierter schreiben was sie gesagt hat.

Antwort
von Wohlfuehlerin, 29

Oder reicht es wenn wir den Eltern von Ihr das nochmal sagen.


was meinst du mit "nochmal sagen"? wissen die eltern darüber schon bescheid?


ich würde nicht den behördenweg einschlagen, damit kann man (auch) viel schaden anrichten. ich würde noch einmal das persönliche gespräch mit ihr suchen. sie soll sich ihrem therapeuten anvertrauen. zu dem hat sie ja wohl vertrauen, sonst wäre sie dort nicht in behandlung.


Antwort
von Jvuilcitaoria, 20

Ich würde an die Kinder denken.nicht an die Frau.Die Kinder können am wenigsten dafür.

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