Kolibri am 24.03.2007 um 13:38 Uhr
Ich denke, dies wäre eine Möglichkeit, damit sich die Völker (wenigstens sprachlich!) besser miteinander verständigen könnten!?
Leider kann ich auch kein Esperanto, beschäftige mich aber in letzter Zeit öfter damit. Ich finde, eigentlich scheint es ziemlich einfach, die Sprache zu erlernen und würde m.E. mehr Sinn machen als z.B. Latein!? Ob nun als 1. oder 2. Fremdsprache oder nur als "Zusatzangebot"...
Stehe ich mit meiner Meinung alleine da?
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Ich habe Esperanto aufm Klo gelernt. Ist kinderleicht.
Das Schönste an Esperanto ist die Grammatik (jaja, das, wovor alle in der Schule immer Horror hatten):
Die Esperanto-Grammatik hat 16 Regeln und NULL Ausnahmen!
In einem Versuch wurde in den Siebzigern in einer Grundschule in Paderborn getestet, ob die Schulkinder schneller andere Fremdsprachen lernen können, wenn sie ein halbes Jahr eine Wochenstunde Esperanto hatten.
Das Ergebnis war verblüffend (und logisch, wenn man Esperanto kann):
Diese Schulkinder lernten in einem Drittel der Zeit, die sonst benötigt wurde, Englisch, Latein und Französisch.
Daher empfiehlt sich Esperanto als "billig" zu erlernende Fremdsprache in der Grundschule z.B. ab der 3. Klasse, um anschließend als Katalysator dem besseren Erlernen weiterer Fremdsprachen zu dienen.
Ich vergleiche Esperanto immer gern mit Legosteinen, mit denen Kinder spielend lernen, wie ein Haus gebaut wird (erst die Mauern, dann das Dach -- Türen und Fenster nicht vergessen usw.). Anschließend können sie prinzipiell jedes Haus bauen, weil das Grundschema immer gleich ist.

Ich halte das für eine reine Utopie. Andernfalls hätte sich eine "Welt"-sprache schon längst durchgesetzt.
UlfDunkel am 24. März 2007 13:46 Unter den künstlich entstandenen Sprachen mit dem Anspruch, Weltsprache zu werden, hat sich Esperanto durchgesetzt.
Selbst die nächststarke Kunst-Weltsprache, Volapük, ist deutlich abgeschlagen.
Esperanto wird weltweit von etwa 15 Millionen Menschen gesprochen, gelesen oder zumindest verstanden.
Lies ruhig auch meine Begründung, warum ich es als Schul-Fremdsprache für sinnvoll halte.
Kolibri am 24. März 2007 14:00 Danke für Deine Meinung - wenn ich auch Ulf zustimme, dass die Sprache schon von sehr vielen Menschen gesprochen wird. Es gibt mittlerweile sogar schon einige, die Esperanto als Muttersprache sprechen!
Kabark am 24. März 2007 14:03 Ein Kunstprodukt als Muttersprache? Welch Paradoxon...wer sind denn die einigen?
Kolibri am 24. März 2007 14:09 WER das ist, kann ich Dir natürlich auch nicht sagen.
Aber: Laut Ethnologue (2005) soll es zwischen zweihundert und zweitausend Menschen geben, die Esperanto zur Muttersprache haben.
Kabark am 24. März 2007 14:20 "Es gibt zwar die "denaskaj parolantoj", d.s. Esperanto-Sprechende, die von kleinauf an mit Esperanto aufgewachsen sind. Nach der Definition, daß die Muttersprache die Sprache der Umgebung ist, ist Esperanto aber nur die 1. Fremdsprache.
Quelle: Uni Münster
Danke Kabark. Richtiger Genuss wie Du die Sprache Ernst nimmst, womit ich Kolibri nicht unterstelle, es nicht zu tun. Aber man liest etwas, habe es uebrigens auch, es steht Muttersprache, uebernimmt und Kabark rueckt es zurecht.
demosthenes am 25. März 2007 21:23 @Kabark:
Ein Kunstprodukt als Muttersprache? Welch Paradoxon...
Schliesslich gibt es ja auch die Zeugung im Reagenzglas - dazu würde Esperanto doch passen.
Ha az eszperantó nem terjedt volna máris el, akkor nem tudtam vona támogató szavazatomat ide leadni.
Wenn Esperanto schon nich durchgesetzt wurde, könnte ich meine unterstützenden Stimmung hierher nicht abgegeben haben.

Wie schon in der Frage erkennbar würde ich mich freuen, wenn es eine bessere Verständigung unter den Völkern (nicht nur sprachlich!) gäbe!
Einen Anfang könnten wir schon durch eine gemeinsame Sprache machen und m. E. bietet sich Esperanto dazu sehr an!
Ja Kolibri. Sie meine Meinung quer ueber die Seit. LG bruno
Wenn es um eine bessere Verständigung auf der Welt geht, lernt man Englisch, und da das schon ein Großteil kann, ist es auch das Einfachste. Wozu also noch mal eine komplett neue Sprache einführen?
Was heisst Grossteil ? Ich glaube nicht, dass eine Mehrheit Englisch spricht. Wird es auch nie. Denke China, Teile der Welt mit andern Sprachen und die Kinder gehen nicht zur Schule. Da aendert freilich auch Esperanto nichts, selbst wenn man sie als Weltsprache propagieren wuerde. Europa waere ein Anfang. Franzosen und Italiener, um nur zei zu nennen, moegen Englisch nicht besonders...
Andy81m am 31. Juli 2008 00:22 Ja schon recht das mehr chinesisch reden, sind auch massig viele Chinesen. Aber mit Englisch kann man sich weltweit verständigen ob nun in China als auch in Ägypten um nur 2 Beispiele zu nennen. Chinesisch ist um es Flächendeckend als Hauptsprache einführen zu können einfach zu schwierig. Und ehrlich Englisch ist eine der leichtesten Sprachen. Mit Chinesisch verstehen dich eben auch nur die Chinesen und sonst keiner. Sorry wenn ich dich mit meinen Antworten "vollmülle", aber ich bin neu hier und schau mir gerade deine spannenden und interresanten Fragen durch.
Diese Chance wurde leider verpasst.
Kolibri am 24. März 2007 13:59 Vielleicht hast Du ja recht - das wäre dann aber sehr schade!
120 Jahre Geschichte und 15 Mio Menschen, die die Sprache sprechen, das sieht wahrlich nicht erfolgversprechend aus, auch wenn es die führende künstliche Sprache ist.
Dabei sollten nicht vergessen werden :
die vielen Hindernisse in der 120-jährigen Geschichte der "Internationalen Sprache" (Lingvo Internacia), vgl. "Die gefährliche Sprache" von Ulrich Lins (Bleicher Verlag) auf Deutsch oder in Esperanto "La danghera Lingvo",
dass das Esperanto keine künstlichere Sprache ist als Deutsch (dank Luther !) oder Französisch (un cheval/des chevaux) oder aber ... viele andere ethnische Sprachen.

Ich glaube nicht das Esperanto eine Möglichkeit ist, zur Völkerverständigung beizutragen. Wir können jede Sprache in eine andere übersetzen, und können miteinander reden. Wenn wir uns jedoch nicht mögen hilft auch eine gemeinsame Sprache nichts. Im Gegenteil, wir könnten uns dadurch nur noch besser beschimpfen. Für Freunde anderer Sprachen könnte ich mir jedoch vorstellen, Esperanto als Wahlfach an Schulen anzubieten.
Kolibri am 24. März 2007 14:01 Das stimmt leider - eine Sprache würde die anderen Barrieren nicht zwangsläufig ausräumen - aber könnte es nicht wenigstens ein Anfang sein?
Die Hoffnung stirbt zuletzt!
Wie weit sich das Moegen durch gemeinsame Sprache verbessern koennte, weiss ich nicht. Verstaendigung mittels einer gemeinsamen Sprache klappt bestimmt besser. Uebersetzung hat immer Schwachstellen, das Interesse erlahmt, da das Zuehoeren anstrengender, und, ohne wirklich Zuhoeren sicher keine Verstaendigung. Eins von vielen Argumenten fuer Esperanto. Ich hoffe, doch werde ich Esperanto als Europa- gar Weltsprache nicht erleben duerfen.

Wäre toll, wenn es die Wahlmöglichkeit gäbe. Aber ich stimme Kabark zu, als Weltsprache hätte sie sich schon durchgesetzt, wie z.B. Englisch. Komischerweise kenn ich aber niemand, der die Sprache kann, bzw. wüßte noch nicht mal, wo man sie (außerhalb) der regulären Schule lernen könnte- hab noch keine VHS-Kurse davon gesehen.
Aber Gegenfrage, wäre es sinnvoll z.B. Plattdeutsch an Schulen anzubieten? Ich wäre dafür.
UlfDunkel am 24. März 2007 13:48 Plattdeutsch wird längst an Schulen gelehrt - und Friesisch kannst Du mittlerweile sogar studieren.
Esperanto kannst Du wirklich leicht im Eigenstudium erlernen - ich habe nach 2 Wochen damals schon Briefe nach China geschickt - und Antwort erhalten.
Schau mal hier: http://www.esperanto.de/sprache/kurse/kek/ke
FraeuleinSchmidt am 24. März 2007 13:50 Kannst Du mir auch Schulen nennen, wo Plattdeutsch gelehrt wird? Hier ist es im Gespräch, aber leider noch nichts längst die Regel.
UlfDunkel am 24. März 2007 14:09 Ostfriesland, Husum, Lauenburg usw.
Kolibri am 24. März 2007 14:06 Warum sollte auch jemand Esperanto mit Dir reden, wenn Du es nicht verstehst? ;)
Aber im Ernst - es gibt einige, die Du sicher auch kennst:
Ingemund Bengtsson, schwedischer Parlamentspräsident
Daniel Bovet, Nobelpreisträger für Medizin
Rudolf Carnap, Philosoph
Alfred Hermann Fried, Friedensnobelpreisträger
Franz Jonas, früherer österreichischer Bundespräsident
Harry Harrison, Science-Fiction-Autor
Max Mangold, Redakteur des Aussprache-Dudens
Ludwig Renn, Schriftsteller
Reinhard Selten, Träger des so genannten Wirtschaftsnobelpreises
Wolfgang Stammberger, früherer deutscher Bundesjustizminister
Weitere Prominente haben sich positiv über Esperanto geäußert oder sich näher mit dieser Sprache befasst, waren bzw. sind jedoch keine Esperanto-Sprecher.
Dazu zählen u. a. Willem Drees, Leo Tolstoj, Albert Einstein, Umberto Eco, Richard von Weizsäcker, Isabel Allende, J. R. R. Tolkien und mehrere Päpste, darunter Benedikt XVI., der wie sein Vorgänger Johannes Paul II. Esperanto auch in seinen vielsprachigen Weihnachtsglückwünschen benutzt. Der Autor Jules Verne und der Weltraum-Pionier Konstantin Eduardowitsch Ziolkowski waren Ehrenmitglieder von Esperanto-Klubs.
http://de.wikipedia.org/wiki/Esperanto#Prominente_EsperantoEsperantSprecher
Es gibt weltweit Esperanto-Vereine. Aber es ist alles noch immer ein Tropfen auf einen heissen Stein.
Ulf hat starke Argumente. Stimme auch entsprechend ab. occident kann man, wenn man mag, widersprechen, aber ich sehe das grosse Feuer fuer Esperanto auch nicht in Reichweite. Leider. Eine mehr von vielen grossen Chancen die verpasst, da der Rubel mit der Sprache rollt, wo Jasmine der Ansicht, dass es praktisch Weltsprache. Als Geldsprache: Weltmeister Englisch.
Man sollte jedem die Chance geben, der sich dafür interessiert.
15 Mio. Menschen, die Esperanto können, sind nach über 100 Jahren einfach zu wenig.

Selbst die Europäer, deren Sprachen noch Ähnlichkeiten mit Esperanto aufweisen, würden sich darauf nie einigen.
Die Russen, Araber und Asiaten mit völlig anderen Schriften und die Afrikaner mit völlig "fremden" Sprachen würden hier sicher nicht mitspielen.
Besuchen Sie bitte: http://www.egalite.fw.hu
"Esperanto devus esti la unue lernenda, fremda lingvo kaj kapabloevoluiga lernobjekto en la bazgradaj lernejoj."
Mit besten Grüssen Ludoviko
Ich befürworte es ausdrücklich. Der Konjunktiv unter den angebotenen Antworten ist mir zu vage. Die Einführung an Schulen muß aber internatio-nal abgestimmt sein z.B. in allen EU-Staten. Bis heute gibtz es leider keine Mehrheit dafür. Gut wäre es, wenn ein großer europ. Staat den Vorreiter machte, dabei die weiteren Sprachen aber nicht vernachlässigt. Eperanto bietet eine neutrale sprachliche Basis für alle, da Esp. ja keine Nationalsprache ist. Nationalsprachen sollen durch Esp. nicht verdängt sondern geschützt werden. Auch ist erwiesen, wer Esperanto kennt, lernt weitere Sprachen leichter.

Wer Esperanto nicht kennt, kann sich auch kein Urteil darüber erlauben. Die es kennen (und können), sind ganz angetan.
Es ist also eine Sache des Bekanntheitsgrades.
Deshalb sollte es (neben anderen Sprachen) auf freiwlliger Basis in Schulen angeboten werden.
Esperanto kann Latein als "Mutter" aller oder doch zumindest sehr vieler europäischer Sprachen - in gewisser Weise auch von Esperanto - sicher nicht ersetzen. Als leicht zu erlernende Sprache jedoch hat sie beste Chancen, eines Tages DIE internationale Sprache zu sein, die die Völker der Welt miteinander verbindet. Esperanto ist aber nicht nur eine Sprache, sondern vor allem eine Bewegung, und in unseren Zeiten ist eine grenzüberschreitende Bewegung, wie Esperanto es zweifellos ist, vielleicht mehr wert als manch sinnloses Gerede oder Diskutieren unserer Damen und Herren Politiker... Meine Antwort: "JA zu Esperanto!"
Bernd Krause www.geschichtswissenschaften.com
Das Esperanto ist eine Sprache höhster Qualität. Es gibt eine feste Gründung und ist die best mögliche Vorbereitung für das lernen anderer Fremdsprachen und außerdem auch für Mathematik und Logik.
Ich bin sicher, dass es zur Zeit keine bessere Brückensprache gibt ! Vivu Esperanto kiel ponto-lingvo en Eùropo kaj en la tuta mondo ! Un Lorrain francophone, Deutschlehrer, Mondcivitano !
Eigentlich ist schon gesagt worden, was alles dafür spricht.

Wenn man sich erst einmal intensiv mit Esperanto beschäftigt, erkennt man erst die Vorzüge dieser internationalen Sprache. Die meisten gegenteiligen Meinungen haben Vorurteile als Basis. Weltweit gibt es mehr als 1.000 Projekte die eine Völkerverständigung auf neutraler Basis zum Ziel haben. Esperanto ist aber wohl die einzige, die den Kinderschuhen entwachsen ist.
soll ja schnell erlernbar und neutral sein, würde viel Geld und Zeit sparen. Alle Menschen hätten den gleichen Lernaufwand und die gleichen Erfolgschancen. Eine Top-Aufgabe für Europa. Schade, dass es die Sprachbarriere immer noch gibt, das sollte sich endlich mit Esperanto ändern, es wird Zeit.
Esperanto hilft den Kindern nicht nur einen weltweiten Blick fuer die verschiedenen Sprachen und Kulturen zu gewinnen, sondern auch fuer das Lernen der Sprachen offener zu sein.
Als Wahlfach. Eine Sprache, die du nicht in einem Land oder mehreren sprechen kannst, oder wenigstens in einer Region, hilft nicht so viel. (Latein zählt als nicht gesprochene Sprache) Allerdings als Wahlfach eine Lösung, da die Sprache einfach ist und vielleicht die Schüler wieder für andere Sprachen begeistert. Mi parolis. Ich habe gesprochen.
Am Besten als erste Sprache und darauf aufbauend dann weitere Sprachen. Mit exzellentem Resultat - ausprobiert an einer Finnischen Schule in Somero anfangs der 60-er Jahre.
Ich bin mal wieder ganz Deiner Meinung! :)