Haaza am 21.04.2008 um 12:15 Uhr
Hier in diesem link: http://computer.t-online.de/c/14/84/34/46/14843446.html habe ich gehört, dass TV-Sender unter Umständen ihren Zuschauern es unmöglich machen können ( und wollen ) Das gesehene Programm mitzuschneiden... Was denkt Ihr, haben "Videorecorder etc." ausgedient. Ist es richtig die Aufzeichnung ( für eigene Zwecke...) zu verbieten???

Die Fernseh-Industrie versucht schon seit langem und mit immer wieder neuen Methoden (DRM, Encoder, SmartCards usw.), die Fernseh-Konsumenten am Mitschneiden der Sendungen zu hindern.
Wenn die Spielfilm-DVDs deutlich günstiger würden, wäre das vermutlich in Ordnung. Die Vermarktung von Spielfilmen läuft ja eh gestaffelt:
Das Mitschneiden von TV- oder Radio-Sendungen für den Privatgebrauch zu verbieten, würde z.B. auch alle TSR-Recorder illegal machen und ganz Deutschland würde wieder pünktlich um 20:00 Uhr von den Straßen verschwinden, um die Tagesschau nicht zu verpassen.
Spaßiger Gedanke.
Zu Zeiten von LPs und MusiCassetten wurde an Musik analog alles kopiert, was nicht bis 3 aufm Baum war. Damals hat die Musikbranche floriert, weil diese Privatkopien unbekannteren Bands und Labels erst zu Erfolg und den Majors wesentlich mehr Einnahmen durch Mund-zu-Mund-Propaganda und anschließende Verkaufszahlen-Steigerungen geholfen haben.
Im digitalen Zeitalter haben die Macher etwas aus den Augen verloren: ihre Konsumenten.




Obwohl, ich zeichne kaum auf, bei dem Programm lohnt es kaum.


Solche Aufnahmen darf man ja sowieso nur zu privaten Zwecken nutzen!
Glauben die wirklich dass sie dadurch zu mehr Einnahmen kommen?
Wohl eher nicht! Aber irgendwas brauchen die ja wohl um den Kunden, der ihnen ja ausgeliefert ist, zu triezen. :-P
Aufzeichnen tue ich nur, wenn was kommt und ich zu diesem Zeitpunkt nicht schauen kann.
Wenn das auch noch wegfällt wird das sowieso schon dürftige Fernsehprogramm noch dürftiger.


Ist ein Scherz oder??


Die Fernsehsender haben grundsätzlich nie Urheberrechte an Filmen, höchstens an Sendungen die von ihnen produziert wurden. Sie kaufen alleine das Recht ein, die Filme austrahlen zu dürfen. Mit Hilfe von DRM wollen und werden in Zukunft wohl Aufnahmen beschränkt oder unmöglich gemacht werden. Es ist aber immer möglich seine alten Geräte einzusetzen und analog aufzuzeichnen. Die Filmindustrie muß sich dann halt mit der Elektronikindustrie rumschlagen, da diese dann keine Geräte mehr verkaufen werden (da sinnlos). Irgendjemand steht immer schlechter da - im Zweifelsfall der Verbraucher. Ich kann das Gejammer von Film und Musikindustrie auch langsam nicht mehr hören. Der Einzige der Schuld an einem Umsatzverlust deren ist, ist die Film und Musikindustrie selbst. Wer sich selbst im Weg steht kann auf Dauer keinen maximalen Erfolg erzielen

"Tatsächlich haben vor allem die Privatsender in den vergangenen Jahren verschiedene eigene Angebote aufgebaut, über die sich verpasste Sendungen auch nach dem Ausstrahlungstermin noch ansehen lassen. Diese Angebote haben für die Sender im Gegensatz zur Privataufzeichnung deutliche Vorteile: So lässt sich hier über Gebühren oder das Schalten von Werbung Geld verdienen, während bei der Aufzeichnung auf der heimischen Festplatte die ausgestrahlte Werbung einfach übersprungen werden kann."
Das ist selbstredend. Dem Zuschauer bleibt es freigestellt, solche Sender zukünftig zu boykottieren. Nebeneffekt: Sinkende Zuschauerquote = fallende Werbeeinnahmen.
Haaza am 21. April 2008 12:58 guter Einwand... DH
Naja...sicher kann beim Anschauen der Aufzeichnung die Werbung übersprungen werden. Genausogut kann ich beim "Live-Ankucken" der Sendung in den Werbepausen aber auch aufs Klo gehen oder die Frau vernaschen ;-). Wollen die das in Zukunft auch verbieten ? Ich will damit sagen:Wenn der Zuschauer die Werbung nicht sehen will, findet er in der Zwischenzeit auch ne andere Beschäftigung. Der Effekt ist der selbe..der Zuschauer kuckt die Werbung nicht. Es bringt also meines Erachtens nichts,wenn die das Aufzeichnen verbieten. Der einzige Schutz,den sie momentan einsetzen können (Macrovision), ist auch problemlos und legal auszuhebeln. Der wird nämlich zumindest beim Digital-Empfang erst vom Receiver erzeugt...greift man das Signal schon vorher digital ab,kann man weiterhin aufzeichnen.

Das würde die Fernseh-Landschaft völlig umkrempeln, weil die Fernseh-Unternehmen feststellen müssten, dass sich die Gesellschaft mittlerweile gewandelt hat und sie eigentlich Dienstleister sind. Man muss nicht mehr "fressen", was ein Unternehmen zu einer ihm genehmen Zeit anbieten; es gibt heutzutage andere Medien. Das Druckmittel ginge dann wohl nach hinten los, weil erheblich weniger als früher kopiert wird; man kann alles auch anderen Quellen beziehen; sogar ohne Werbung.
nur mit aufzeichen ist es möglich eine Sendung in minimal möglicher Zeit zu sehen.

... dann das Interesse der Leute am Fernsehen noch weiter nachlässt. Ob sich ein Sender bei dem Kampf um Quote so etwas leistet, erscheint mir eher nicht wahrscheinlich.


Das Mitschneiden ist eh keine Option, um Filme und/oder Sendungen dauerhaft aufzubewahren, denn: die Privatsender haben sich die Unart angewöhnt, mitten in Filme und Serien riesige Eigenwerbung einzublenden (oft zusätzlich mit einem nervigen Geräusch oder Effekt) - das "entwertet" gewissermaßen jede Aufnahme.
Frechheit! Mit welcher Begründung?








schöne Antwort DH
Schließe mich an, gute Antwort. DH