Jugendliche fangen heute ja immer früher mit Drogen jeglicher Art an. Ob nun Zigaretten, Alkohol oder andere Drogen. Wäre es da nicht besser, sie möglichst früh gut aufzuklären? Ein Jahr lang würde wahrscheinlich schon reichen. Wo man eben über ALLE Drogen ausführlich spricht, evtl. mit Betroffenen spricht, sich mögliche Folgen von Sucht vor Augen hält, usw. Viele Eltern haben ja selbst mit dem Thema zu tun und verdrängen es nur oder sie haben absolut gar keine Ahnung davon. Wäre es da nicht Sinnvoll, so im 6. oder 7. Schuljahr ein Unterrichtsfach "Sucht" einzuführen?

Auf alle Fälle wichtiger als Religion. Viele Kids erleben Zuhause "Sucht" und können manchmal nicht viel damit anfangen oder aber sie machen es den Eltern dann einfach nach. Ich glaube aber nicht, dass unsere heutigen Lehrer in dieser Beziehung ausgebildet sind. So sollten doch vielleicht mehr Suchtberatungsstellen in den Schulen informieren.

Nein, in meinen Augen wäre es eher sinnvoll sowas wie "Gesellschaftskunde" einzurichten in denen Werte wie Toleranz, eigenverantwortliches Handeln, Rücksicht usw. gelehrt werden. Das andere kommt von alleine. Ich würde den Religionsunterricht durch so ein Fach ersetzen.
engelhaar am 24. Juni 2007 18:51 Sehr gute Antwort, genau meine Meinung. Schon vor 40 Jahren wurde über Sucht aufgeklärt und was hat es gebracht? Uns wurden auch Filme von der Raucherlunge gezeigt, hat mich das jahrzehntelang vom Rauchen abgehalten? Darum finde ich diese Idee von elsni sehr viel besser geeignet um die Jugend für ihre Zukunft Stark und Selbstbewusst zu machen damit sie weniger gefährdet ist. DH !
gri1su am 24. Juni 2007 19:00 vor 40 Jahren hatte man auch noch lange nicht die Erkenntnisse über eine Sucht, wie sie heute vorliegen. Heute sind ganz andere Voraussetzungen.
engelhaar am 24. Juni 2007 20:10 @gri1su, darum geht es meiner Meinung nach nicht. Selbst wenn wir von den Gefahren wissen stecken wir doch alzuoft wie Vogel Strauß den Kopf in den Sand nach dem Motto mich wird es schon nicht treffen. Um Kinder und Jugendliche zu schützen muß ich sie Stark machen, nur dann sind sie in der Lage auch Nein zu sagen und ihre eigene Meinung laut und deutlich zu äußern, dass ist meiner Meinung nach der beste Schutz und den muß man fördern wo immer es geht. Ausserdem würde in dem Fach selbstverständlich auch eine Aufklärung der Suchtgefahren stattfinden aber eben nicht nur.

Ich würde es befürworten, wenn das Thema Sucht im Unterricht behandelt wird. So könnte z. B. für einen Tag mal ein Suchtberater Auskunft über die Sucht geben, den Verlauf, die Folgen. Und mit Fotos / Bildern belegen, wie es aussehen kann, wenn eine Sucht nicht rechtzeitig behandelt wird.
Ich denke, dieses Thema wird heute immer noch viel zu sehr verdrängt - von fast Allen.
engelhaar am 24. Juni 2007 20:18 Ich glaube es wird schon relativ viel von Drogen berichtet und die Aufklärung allein wird nichts bringen. Habe selbst einen Drogenabhängigen Adoptivsohn, der war aufgeklärt und wußte von den Gefahren und meinte er könnte das mal kurz mitnehemen und hat dadurch die Hölle mitgemacht. Heute ist er schlauer und sagt immer wieder hätte ich doch auf Euch gehört, dann wäre mir viel erspart geblieben, aber ich wollte es halt selbst probieren!
@Engelhaar: Ja es wird viel über Drogen berichtet, aber wie? In den Medien wird doch nur gesagt, dass das im Moment in ist. Und das reizt meiner Meinung nach junge Menschen nur, es auch zu tun. Eines unserer Pflegekinder hat damit auch angefangen. Ich habe dann mit einer Entgiftungsstation geredet, ob er sich mal mit akut Betroffenen unterhalten kann. Es hat ihn mächtig beeindruckt. Seit dem hat sich das Thema bei ihm erledigt und er versucht sogar Freunde davon abzubringen, Drogen zu nehmen.

Als Extra-Fach muss das gar nicht sein. Wir hatten das Mitter der 70er Jahre im Biologie-Unterrich und später noch einmal in Gemeinschaftskunde. Das Thema lässt sich doch bestimmt in ein bestehendes Fach eingliedern - wobei ich der Meinung bin, schon in vielen Stuttgarter Schulen Arbeiten um und zum Thema 'Sucht' gesehen und gelesen zu haben...

Liebe Katzentatze. :-)
Ich denke, wenn die Erwachsenen den Kids weiterhin diesen Mist vorleben, Drogendealer-Ringen das Handwerk nicht gelegt werden kann, Alkohol und Nikotin weiterhin geduldet bleiben -- dann hat solch Unterricht kaum positive Folgen.
Die Kinder müssen von der Straße weg in gute Einflussbereiche geführt werden, in denen sie möglichst wohlbehalten die Pubertät überleben können, ohne von ihrer peer group so unter Druck gesetzt zu werden, dass sie den Mist doch mitmachen.
Musikschulen, Vereine aller Art, Sport, Umgang mit Tieren, sogar Kirchengemeinden -- in vielen Lebensbereichen können Jugendliche an ein gesundes, drogenfreies Leben in Selbstbestimmung herangeführt und zu starken Charakteren gemacht werden.
Ich wuerde das Fach "Lebenskunde" benennen, vieles von dem was Ihr alle vorgeschlagen miteinbeziehen und ergaenzeen; Partnerschaft, Ehe, Kinder, Erziehung. Pythagoras und andereFormeln kriegen wir beigebracht, ueber das Wichtigste im erwachsen Leben, das Zusammenleben, erfahren wir nichts.
Besser wäre es, ein Unterrichtsfach einzuführen, in dem Problem- und Lebensbereiche durchgenommen werden, die man früher durch seine Familie und Umgebung mitbekommen hat.
Interessante Themen wären neben Sucht auch der Umgang mit Geld und viele Dinge, die sich mit "gesundem Menschenverstand" umschreiben lassen.
Bin ich absolut der Meinung!!!! Ist eine sehr gute Idee. allerdings ist das eine frage, die wo es keine generelle antwort geben kann - nur meinungen....

Ja sollte es, denn es ist wichtig. Comasaufen ist auch eine Sucht.