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Sollte es in Deutschland mehr Volksentscheide geben?

gefragt von Edgar NiklausEdgar Niklaus am 08.06.2007 um 12:37 Uhr

Eine Wahl ist vorbei und alle Wahlversprechen sind es auch. Wäre es nicht gut mehr Volksentscheide zu haben, wenn es um uns geht? Oder ist der Bürger dafür nicht reif genug?


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gri1su
beantwortet von gri1su am 8. Juni 2007 12:41
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Klar wäre es gut. Ich wäre sofort dafür. Nur, was nutzt es, wenn Volksentscheide von den Politikern trotzdem in arroganter Weise behindert oder ignoriert werden?? In Hamburg gibt es leider reichlich Beispiele dafür.

Kommentar von 90f92606364457cf9115c8543f6206besmallSolf am 8. Juni 2007 12:54

in HH ? ist ja zum weinen.. !

Kommentar von Fd580abb770a26f70fd9a966622313a6smallgri1su am 8. Juni 2007 13:42

ja, aber hier tobt deswegen grad ein mittlerer Aufstand. Sind eben typische Hamburger...


jason808
beantwortet von jason808 am 8. Juni 2007 12:39
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Das wäre schon ganz gut! Das blöde ist nur das sich die Deutschen viel zu leicht beeinflussen lassen! Vor allem durch die Medien! Kaum einer macht sich wirklich mal schlau!


Lotusblume12
beantwortet von Lotusblume12 am 8. Juni 2007 12:41
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Vielleicht sollte so was nur mit auserwählten Personen geschehen. Die vorher eine Infoveranstaltung mitmachen müssen. Demokratie ist eine schwierige Geschichte, bei so viel uninteressierten Mitbürgern. Ich wäre dagegen Volksentscheide so einfach für alle zu machen, ohne dass man weiss, wie viel Kenntnis von was haben. Finde es sogar gefährlich, da Gruppen ihre Mitglieder manipulieren. Früher habe ich auch gemeint, dass es gut wäre, das Leben hat mich anderes gelehrt. grins. Lieben Gruß Lotusblume

Kommentar von 7921be1fd120359da3cf9b528919b68dsmallMikatto am 8. Juni 2007 14:11

Ich versteh schon was Du meinst. Andererseits darf auch jeder ab 18 wählen, und da sind genug dabei, die weder die Parteikürzel erklären können noch irgendeinen Politiker kennen oder gar Programme derselben. Wenn nur eine "Elite" bestimmen darf kanns gleich so bleiben wie es ist.

Kommentar von 52a6a9132a85c3c4a5b9333bbaa38fecsmallLotusblume12 am 8. Juni 2007 18:57

stimmt wohl, dass alle mit 18 wählen dürfen, demnächst wahrscheinlich mit 16, dann haben wir noch mehr Elite, schade dass sie es scheinbar nicht wissen, dass es nicht selbstverständlich ist in einem demokratischen Land zu leben.

Kommentar von Simple_avatar4smalljheart am 8. Juni 2007 14:18

Das mit den Informationsveranstaltungen kann auch nach hinten los gehen. Denn jede Form von Infovermittlung ist tendenziös. So können die Teilnehmer stark beeinflusst werden.

Kommentar von 52a6a9132a85c3c4a5b9333bbaa38fecsmallLotusblume12 am 8. Juni 2007 19:02

Das glaube ich nicht, da es ja in Volksentscheiden um einen Sachverhalt geht. Wenn es wirklich an persönliche Dinge geht, bekommen ja viel denn doch den Po.. hoch. Ich denke da z. B. an die Sendemasten. Da wurden viele aktiv. Natürlich hat man in solchen Veranstaltungen pro und kontra, aber man kann sich denn aufgrund von Infos selbst seine Meinung bilden. In solchen Veranstaltungen werden Fragen gestellt, an die man selbst noch gar nicht gedacht hat, aber bestimmt auch noch kommen würden.

Kommentar von Simple_avatar4smallFabersIllegalePolnischeHaushaltsHilfe am 8. Juni 2007 14:57

Und ich dachte immer, 'auserwählt' sei das Volk Israel ;-)

Kommentar von 52a6a9132a85c3c4a5b9333bbaa38fecsmallLotusblume12 am 8. Juni 2007 19:05

:))


Mikatto
beantwortet von Mikatto am 8. Juni 2007 13:05
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Eigentlich ja, nur wenn ich sehe, auf welchem Bildungs- und Wissensstand viele wahlberechtigte Mitbürger sind - u.a. täglich im TV zu "bewundern" - frage ich mich, ob man damit wirklich etwas zum besseren bewegen könnte.
Entscheidungen "des Volkes" wären nur wirklich sinnvoll, wenn "das Volk" auch besser informiert wäre, da ist der Einzeln gefordert.

Kommentar von D098225cf3ff6da2a0857076d3005c1dsmallKatzentatze am 8. Juni 2007 13:10

Eigentlich richtig. Wenn das Volk aber nur belogen wird, kann es sich nicht wirklich informieren. Somit bleibt es dumm.

Kommentar von 344c7f33ec5d90c2b730c1352202a760smallschurke am 8. Juni 2007 13:33

Es gibt schon Mittel und Wege.

Ich sehe die Gefahr eher im riesen-großen Desinteresse und in der "Verblödung" unserer Jugend.

Kommentar von 7921be1fd120359da3cf9b528919b68dsmallMikatto am 8. Juni 2007 14:08

Es gibt genügend Möglichkeiten sich zu informieren, ist halt mühsamer, als nur Bildzeitung lesen oder mal kurz die Tagesschau zu gucken.
Nur haben die meisten keinen Bock drauf. Um es mal "mikatto-typisch" ketzerisch auszudrücken, wenn zu Paris Hilton 20 Antworten kommen, zu Verfassung und Bürgerrechten nur eine oder zwei, dann fällt es schwer zu glauben, dass man sich mit einem komplizierten oder komplexen Sachverhalt, den es per Volksentscheid zu entscheiden gibt, sachlich auseinandersetzt und sich informiert und nicht bloß rein emotional oder aus Lust und Laune abstimmt.
Aber ich würde mich ja gern überraschen lassen. Schlimmer als das, was uns die Volks(ver)treter einbrocken kann’s wohl auch kaum sein.


Katzentatze
beantwortet von Katzentatze am 8. Juni 2007 12:41
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Da sich unsere Regierung nicht gerne "bevormunden" läßt, denke ich, wenn es mehr Volksentscheide gäbe, würden sie diese abschaffen. Im kleineren Ortschaften gibt es hier häufiger sowas und meist helfen die da auch gut. Da ja heute kaum noch wer mit Entscheidungen von "Oben" zufrieden ist, würde das wahrscheinlich auch irgendwann den Rahmen des machbaren sprengen.





FabersIllegalePolnischeHaushaltsHilfe
beantwortet von FabersIllegalePolnischeHaushaltsHilfe am 8. Juni 2007 12:55
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So aus dem Bauch raus würde ich 'ja' sagen. Andererseits habe ich gerade das Ende einer langen Debatte im kommunalen Bereich erlebt, bei der 40-50% der Beiträge offensichtlich durch keinerlei Sachkenntnis getrübt waren. Das ist keine gute Basis für einen Volksentscheid. Ich stecke irgendwo im Spagat zwischen
- dann entscheidet der Stammtisch und - Technokratenregierung.


anonym
beantwortet von stefvol am 8. Juni 2007 12:56
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Unbedingt. Als Vorbild sehe ich Länder wie die Schweiz. Da gibt es wesentlich mehr Volksentscheide. Allerdings kann man das Demokratieverständnis der Schweizer schlecht vergleichen mit dem unsrigen deutschen. Bei uns herrscht einfach zuviel Wurschtigkeit, sieht man ja an der ständig sinkenden Wahlbeteiligung. Auch ein Beweis, das die Erebnisse der Pisastudien, wonach wir Deutsch ja richtige Dumpfbacken sind, größtenteils zutrifft. Der Vorschlag von Lotusblüte ist aaarg daneben, dann würden ja die Politiker nur sich selber auswählen :-) - so gehts ja net. Aktueles Beispiel: Bundeswehreinsatz im Ausland, Politiker entscheiden dafür, trotz deutliche Mehrheit des Volkes dagegen ist.


anonym
beantwortet von nachbrenner am 8. Juni 2007 16:51
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ja, es sollte.

wer dafür ist, kann sich bei mehr-demokratie.de umsehen oder gar mitmachen.

wer den vorwurf erhebt, es gäbe dann zu viele entscheidung vom stammtisch aus, dem empfehle ich das buch "die weisheit der vielen" (untertitel: "Warum Gruppen klüger sind als Einzelne und wie wir das kollektive Wissen für unser wirtschaftliches, soziales und politisches Handeln nutzen können") von James Surowiecki.

http://www.amazon.de/Die-Weisheit-Vielen-James-Surowiecki/dp/3570006875

Ausserdem: Mitbestimmung (Demokratie) erfordert Selbstbestimmung (Freiheit).


ewuudo
beantwortet von ewuudo am 8. Juni 2007 14:52
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Bei der Wahlbeteiligung in Deutschland ... hm?!


jason808
beantwortet von jason808 am 8. Juni 2007 12:43
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Vielleicht müsste es sowas wie einen Betriebsrat geben für die Politik ;)




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