Euphemia am 16.09.2007 um 12:38 Uhr
Viele weigern sich oder zeigen jegliches Desinteresse sich in Deutschland zu integrieren. Sollte man den Spracherwerb gesetzlich festlegen? Die Frage ist nun ob man damit nicht zu sehr in das Leben eines Menschen eingreift und ob Zwang überhaupt das gewünschte Ergebnis erzielt? Was denkt Ihr?

Ohne Lernen kein Schulabschluß. Ohne Lernen kein Führerschein. Ohne Lernen keinen Berufsabschluß. Soll heißen, dass man bei allem, was man erreichen möchte, etwas investieren muss. Warum soll das nicht für die Einbürgerung gelten?
Abgesehen davon wäre es für mich selbstverständlich, die Sprache des Landes zu sprechen, in das ich aufgenommen werden möchte.
Die Sprache ist Grundvoraussetzung für ein Leben in einem Land. Sollte per Gesetz verankert werden. Was sollen wir hier mit diesem "Kruppzeugs", wenn noch nicht einmal Interesse an der Sprache besteht, aber Interesse an der deutschen Versorgung???
engelhaar am 17. September 2007 16:11 Ich finde mann kann es auch anders sagen, das ist schon sehr Menschenverachtend. In der Sache gebe ich Dir recht.

Auf jeden Fall sollte man das zur Bedingung machen. Zumindest sollten sie so viel beherrschen, dass sie sich hier verständigen können. Nichts mehr mit: ich nix versteh... Aber ich verstehe auch Deutsche nicht, die ohne Sprachkenntnisse ins Ausland gehen.

Wer in einem Land lebt, sollte ausreichende Grundkenntnisse der Landessprache haben. Bspw. in Dänemark müssen alle Einwanderer (sowohl Arbeitende als auch Haushaltführende) nach 18(?) Monaten eine entsprechende Prüfung ablegen. Fallen sie dabei durch, erfolgt der Widerruf der Aufenthaltsgenehmigung. Ich befürworte diese Regelung.

Ich habe mit der Problematik mangelnder Erklärungsfähigkeit und daraus folgend mangelndem verständnis, von dem was einem gesagt wird jeden Tag zu tun. Daraus resultierend bin ich voll und ganz der Meinung, dass es gesetzlich geregelt sein muss die deutsche Sprache zu erlernen und wer das nicht möchte, der soll/muss in sein heimatland zurück. Meine Aufgabe als Deutscher ist es nciht "....."-isch in allen Variationen zu erlernen. Im Ausland besonders Frankreich lernt ja wegen mir auch keiner deutsch, geschweige denn spricht es..
jbinfo am 16. September 2007 13:35 Gerade Frankreich ist ein gutes Beispiel. Auch wenn sie Deutsch vielleicht verstehen, sprechen sie es nicht mir mir. Englisch ist auch nicht dort möglich. Also musste ich Französisch lernen wenn ich dort klar kommen möchte.
andreas48 am 16. September 2007 13:50 auweia..ich sollte wirklich genauer lesen und korrigieren, bevor ich meine Kommentare losschicke..immer diese Kleinschreiberei :-))

Von den Bewohnern eines Landes, in dem ich ohne jemals Vorleistungen erbracht zu haben versorgt werden will, noch zu verlangen, daß sie sich in meiner Sprache mit mir verständigen, ist an sich schon unerhört. Sich aber zu weigern, die Sprache des Einwanderungslandes -selbst auf Kosten der einheimischen Bevölkerung- überhaupt zu lernen, zeugt von verachtender Überheblichkeit. Deshalb halte ich die Regelung für richtig, bei Ignoranz die Aufenthaltserlaubnis zu widerrufen. Es muß dann aber auch sichergestellt werden, daß die betreffenden Immigranten ohne jahrelenge Rechtsstreitigkeiten (Dolmetscher; Rechtsanwälte etc.) das Land verlassen und damit weitere Kosten verursachen, die der einheimischen Bevölkerung (z.B. Rentner, Schwerbeschädigte) fehlen.

Wer in ein Land einwandert, sollte die Sprache lernen. Ich bin aber gegen eine gesetzliche Regelung. Man muß ja auf jemanden, der die Landessprache nicht beherrscht, ohne Tourist oder Geschäftsreisender zu sein, auch keine besondere Rücksicht nehmen. Dann regelt sich alles von selbst.
(Anders natürlich, wenn es um den Erwerb der Staatsbürgerschaft geht: Dann ist das Beherrschen der Sprache auch vorzuschreiben.)
Dem stimme ich zu. Wobei es in dieser Frage meiner Meinung nach um die Staatsbürgerschaft geht, welches du ja in dem in Klammern geschriebenen Text beantwortet hast.

Diese Frage habe ich auch schon mal gestellt und viel antworten erhalten. http://www.gutefrage.net/frage/sollte-jemand-der-in-deutschland-einwandert-schon...

Das Dilemma ist, dass wir es durch eine verfehlte Einwanderungspolitik zugelassen haben, dass viele Analphabeten nach Deutschland zuwanderten, vorwiegend aus der Osttürkei und Kurdistan.
Wie sollen diese Menschen eine Fremdsprache erlernen, wenn diese die eigene Sprache weder schreiben, noch lesen können.
Böse Zungen haben einmal gesagt, wir Deutschen exportieren Nobelpreisträger und importieren Analphabeten!

Nun, da die frage "sollte" und nicht "müsste" lautet ist meine Antwort: JA