Frage von feminimi, 88

Sollte es ein Verbrechen sein, das andere Menschen über eure Geschlechtsidentität "entscheiden" dürfen ? ?

Unter 18-Jährige sind auf das Wohlwollen von Eltern/Erziehungsberechtigen und evt von Dritten (Gerichte/Ärzte etc) angewiesen, wird eine Hormontherapie und/oder sogar eine Geschlechtsoperation verweigert/hinausgezögert, entstehen massive Probleme und vielleicht sogar ein völlig zerstörtes Leben voller Hass, Trauer und Rache.

Darf also überhaupt jemand entscheiden, was oder wer ich bin ?

Schaut vor der Umfrage bitte nochmal in das Grundgesetz/Verfassung und fragt euer Herz, was ihr von der ganzen Sache haltet.

Die Frage ist mit der Voraussetzung geknüpft, das jeder für sich selbst verantwortlich ist.

Antwort
von atzef, 59
Kinder haben sich zu fügen. (Andere bestimmen)

Natürlich haben Kinder sich erstmal zu fügen. Das ergibt sich schon aus der verfassungsrechtlich verankerten Sorgeberechtigung der Eltern.

Insbesondere Minderjährigen muss zugemutet werden, dass sie sich bei einem so gravierenden Eingriff wie einer Geschlechtsumwandlung hinreichend Zeit nehmen, um die erforderliche Reife und stabile Tragfähigkeit für so eine irreversible Entscheidung zu entwickeln.

Kommentar von atzef ,

Du kannst auch hier in de Kommentare Anmerkungen machen und brauchst dafür nicht auf die Komplimentefunktion zurückzugreifen...:-)

Kinder werden niemals mit dem Wunsch geboren, ein anderes Geschlecht haben zu wollen. Allenfalls entwickelt sich das im Laufe der Zeit.

Ferner sind sie sich nie ab Geburt vollständig über die Konsequenzen einer Geschlechtsumwandlung im Klaren.

Insofern spricht rein gar nichts dagegen,auch in diesem Fall an den formalen Altergrenzen der Entscheidungsbefugnis festzuhalten.

Im Einzelfall könnte man eine frühere Entscheidung (ab 16) auch durch Beschluss eines Familiengerichts erreichen..

Kommentar von feminimi ,

Es ist wissenschaftlich Bewiesen, das die Geschlechtsidentität veranlagt ist. Sie wird nicht im Laufe des Lebens erworben.   

Kommentar von atzef ,

Das würde ich erstmal anzweifeln. Autoritäts"beweise" ohne Verlinkung taugen zu gar nichts. Aber sebst, wenn das so wäre, haben Kleinkinder keinerlei präzise Vorstellungen davon, worüber wir hier reden...:-)

Kommentar von feminimi ,

Ich brauche keine Beweise, Du kannst gerne bei seriösen Ärzten deine Antworten erhalten. Ich rede von 7 bis 17 Jährige.

Kommentar von atzef ,

Ärtze sind eher die allerletzten, die berufen wären, wissenschaftlich über  "Identität" zu urteilen...:-)

Ansonsten musst du ja auch nicht versuchen, mich zu überzeugen. Aber wenn du das versuchst, dann eben mit tauglicheren Argumenten als aus der hohlen Hand gelutschten Autoritäts"beweisen". :-)

Kommentar von transeltern ,

Schuldigung, aber hier reden Leute, die keine Ahnung haben! Ich habe mir mit Sicherheit meine Transsexualität NICHT ausgesucht! Ich wurde so geboren. Glaubst Du etwa transsexuell zu sein ist ein Spaß? Meinst Du, sowas macht man eben mal so mir nichts Dir nichts? All das Mobbing, der Straßenpöbel, meinst Du dessen setzt man sich gerne aus? Träum weiter!

Du willst Links? Hier hast Du welche und zwar eine geballte Ladung! Lesen und Schnute halten!

http://www.trans-eltern.de/?TS_im_Hirn

Es wird von der Medizin nur als Indiz angesehen, da sie die verantwortlichen Gene dafür noch nicht kennt. Denn auch die Entwicklung des Gehirns ist nur eine Folge genetischer Aktivierung. Aber daß es angeboren ist, daß ist mittlerweile hinlänglich bewiesen. Der Wunsch ist insofern erstmal nicht aktiv als daß der Mensch erstmal das Bewußtsein über sich erlangen muß. Sobald das Bewußtsein aber ausgeprägt ist, wissen bereits Schulkinder, was sie sind, wie sie innerlich fühlen und spüren die Diskrepanz zum falschen Körper.

Und zum ganzen Rest: Daß ich mit den OP's erst ab 18 beginnen darf hat den einfachen Grund, daß man mit 18 im großen und ganzen ausgewachsen ist. Die Hormone selber werden frühestens ab einem Alter verabreicht, wo in der Regel das pubertäre Zeitfenster ist, davor kann höchstens die bevorstehende genetische Pubertät geblockt werden.

Und der Rest, Eltern sind Eltern, sie haben mit Gesellschaft erstmal nichts zu tun. Wenn sie verbohrt sind, ist es schade, aber daraus jetzt ein Verbrechen konstruieren zu wollen ist doch arg übertrieben. Wie wäre es stattdessen, einfach mal den Weg zu gehen und auf die Akzeptanz anderer zu pfeifen? Und wenn Eltern wirklich nicht unterstützen wollen, dann gibt es immer noch das Jugendamt und Kinder- und Jugendpsychologen. Es gibt für alles einen Weg, man muß ihn nur gehen anstatt rumzujammern.

Kommentar von atzef ,

Auf der Seite werden einige Studien verlinkt, die der hypothese folgen, es gäbe eine pränatale und ausschließlich genetischfixierte Geschlechteridentität, die auch als Widerspruch zwischen subjektiver Identität und körperlichem Geschlecht ausgeprägt sein könne.

Die Resultate dieser Studien werden vom Autor dieser Seite, also nicht von mir, wie folgt bilanziert:

"Leider sind die folgenden Studien nur Indizien und keine Beweise, den ultimativen Beweis findet die Medizin bis heute nicht..."

Insofern sind deine Selbstbeobachtungen kaum mehr als legitimationsideologische Vernatürlichung eines Wunschbegehrens nach Geschlechtsumwandlung.

Warum sollten da Leute, die dieser deiner Privatmeinungen niichtfolgen wollen, daher "ihre Schnute" halten?

Letztlich präsentierst du doch nur einen Link, der deine eigene Ahnungslosigkeit offenbart. :-)

Für die von mir angegriffene These eines genetisch festgelegten Hangs zur Transsexualität gibt es schlicht kenen einzigen wissenschaftlich haltbaren Beweis.

Was mich niicht weiter wundert. Die Gedächtnisfunktion des Gehiirns wird nach übereinstimmenden lehrmeinungen der Neuropysiologie und entwicklungspsychologischen Schulen überhaupt erst im Verlaufe des ersten Lebensjahres ausgebildet.

Aber ohne Gedächtnis keine erinnerungspflichtige Identität! :-)

Ansonsten streiten wir hier im Kern eigentlich nur um die Frage, ob es ein Verbrechen sei, Geschlechtsumwandlungen am Willen von Eltern und gegebeenfalls Familiengerichten vorbei vor der Volljährigkeit aufgrund des Begehrens vo Kindern und Jugendliichen eine Geschlechtsumwandlung zu verwehre.

Das ist es nicht.

Kommentar von feminimi ,

Wie soll dein Beweis denn Aussehen ?

Kommentar von atzef ,

Irgendein Link, der das enthält, was du hier behauptest: die wissenschaftlich vertretene Position, Geschlechteridentitäten seien genetisch festgelegt...

Antwort
von Nadelwald75, 26

Hallo feminimi,

die Zugehörigkeit zu einem Geschlecht ist zwar genetisch bestimmt, aber das Bewusstsein für die eigene Geschlechtsidentität entwickelt sich im Lauf der Zeit. Letztlich entscheidet jeder für sich.

Aber Gegenfrage: Ab wann würdest du den Zeitpunkt für eine selbstbestimmte Hormontherapie oder Operation ansetzen, damit kein Fehler gemacht wird?

Den Begriff "Verbrechen" muss man aber aus der Argumentation herauslassen, insofern verantwortlich gehandelt wird.

Antwort
von ollikanns, 57

Dein Geschlecht wurde bereits bei der Zeugung bestimmt. Wenn dir dein Körper nicht gefällt, ist das dein Problem.  Wenn du etwas ändern möchtest, musst du das selber tun und nicht andere Menschen (Ärzte etc.) dazu missbrauchen.

Du bist derjenige, der über andere Leute bestimmt, weil du sie zwingen willst, etwas an dir zu verändern. DAS sollte verboten werden!

Kommentar von atzef ,

Du möchtest also einen Willen verbieten? Mit welchemRecht...? Das ist totalitärer Blödsinn.

Zwang wiederummuss nicht verboten werden - der steht ohnehi unter Strafandrohuug (Nötigung, Erpressung...)

Kommentar von Stratege6 ,

tja wir leben in einer geselsschaft wo jeser seine wünsche und seinen willen je nach dem durchsetzten kann und für ärzte und etc. gehört es eh zum altäglichen tages geschäft, es macht ihnen nichts aus wenn da einer mehr oder das eine es so oder der andere so haben will, wenn er es nicht tuht macht es ein eanderer

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