Frage von Xsharper2015, 54

sollte ein Depressiver Mensch erst seine Problemen in denn griff kriegen?

hallo nehmen wir mal an jemand hat eine Leichte Mittel oder Schwere Depression und ist nicht mal in der Lage 8 Stunden auszuhalten auf der Arbeit oder sonst irgendwas anderes sollte er am besten erstmal sich Therapieren lassen und erstmal Gesund werden bevor er in die Berufswelt eintritt weil eigentlich kommt die Gesundheit immer an erster stelle was sagt ihr oder kann ein Depressiver trotzdem versuchen irgendwas zu machen auch wenn er immer Antriebslos ist oder unmotiviert.

Antwort
von einfachichseinn, 14

Das lässt sich so pauschal gar nicht beantworten.

Für den einen ist es sehr gut, wenn er arbeiten geht. Den ganzen Tag Zuhause rum sitzen würde ihn vermutlich noch mehr kaputt machen.

Anderen fehlt die Kraft oder die Leistungsfähigkeit. Sie würden gar keine 8 Stunden durcharbeiten können, weil sie nach 5 Stunden oder so nur noch alles verschusseln...

Antwort
von bikerin99, 21

So pauschal lässt sich das nicht beantworten. Arbeit an sich ist für die Psyche gut, strukturiert den Tag, man kann seine Leistung sehen, hat meist gleichzeitig Sozialkontakte usf.
Wenn jemand wegen einer psychischen Erkrankung nicht in die Berufswelt (8 Std. Arbeitstag, hält keine sozialen Kontakte, usf. aus) einsteigen kann, so gibt es verschiedene berufliche Maßnahmen, die eine schrittweisen Einstieg ins Berufsleben unterstützen.
Bei einer Depression sich dauerhaft zurückzuziehen, verstärkt eher die Depression, es setzt eine negative Spirale ein. Je länger nichts gemacht wird, umso schwieriger und angstbesetzter wird der Einstieg.
Weil die Gesundheit an 1. Stelle steht, ist es wichtig, mit kleinen Aktivitäten anzufangen, auch wenn man antriebslos und unmotiviert ist. Das Wichtigste ist das Tun, auch wenn man dafür Unterstützung braucht.

Antwort
von TheTrueSherlock, 4

Es ist schon etwas Zeit vergangen. Wie geht es dir nun?

Ein so stark Depressiver sollte versuchen erst seine Erkrankung in den Griff zu kriegen. Das ist nicht leicht ja. Eine Therapie ist in dem Fall schon fast ein Muss.

Was hilft es dir ins Arbeitsleben zu gehen, wenn du schon beim Gedanken daran gar keine Energie mehr verspürst? Wenn du schon beim Gedanken daran unmotiviert bist und es dir mies geht?

Dein Körper und deine Psyche sagt nein! Du arbeitest noch dein ganzes Leben (leider). Kümmer dich um deine Gesundheit :)

Du kannst eine Therapie anfangen und in der Zeit dich für nächstes Jahr für eine Ausbildung/Arbeit bewerben und in der Zwischenzeit vielleicht 2-3x in der Woche für paar Stunden einen Minijob ausüben, so dass du nicht komplett nichts machst. Das macht sich leider nicht gut auf dem Lebenslauf und Depressionen und Arbeit ist immer noch ein schweres Thema. Aber schau erstmal wegen einer Therapie. Alles andere ergibt sich dann.

Expertenantwort
von samm1917, Community-Experte für Depression, 12

In einer mittelschweren bis schweren Depression ist es mehr als sehr anstrengend 8h pro Tag durchzuhalten.

Bezüglich Arbeit bei Depressionen... das ist immer eine Gratwanderung. Keine Arbeit, also einfach im luftleeren Raum "herumzuhängen" ist Gift für die Depression. Gegen eine Depression braucht es ein strukturierter Tag, Aufgaben und Ablenkung. Ansonsten sitzt man nur in seinem Zimmer auf dem Bett und alles wird schlimmer.

Eine Überforderung gilt es jedoch auch zu vermeiden. Eine Überforderung kann in einem Rückfall enden oder die Depression verschlimmern. Wie gesagt, es ist eine Gratwanderung.

Grundsätzlich muss man fit für einen 8h Tag sein, sonst macht es keinen sinn. Selbstverständlich fehlt in der Depression die Motivation und der Antrieb, dennoch sollte es im Bereich des Möglichen liegen, wenn man vorhat 8h pro Tag zu arbeiten.

Es ist ja nicht nur wirtschaftliche Arbeit, welche man in einer solchen Situation zu bewältigen hat. Auch die persönliche psychische Arbeit steht an, welche ebenfalls sehr anstrengend sein kann.

Ideal ist es, teilzeit zu arbeiten. So hat man eine gewisse Struktur, doch nebenan immer noch genügend Zeit an sich selbst zu arbeiten. Wichtig ist dabei eine begleitende Psychotherapie. Mit Psychotherapie meine ich eine richtige Psychotherapie und nicht das Gespräch beim Arzt, welcher anschliessend einfach Medikamente verschreibt. Bei schwereren Depressionen können auch Antidepressiva helfen, obwohl diese mit vielen Nebenwirkungen verbunden sind. Es ist immer eine Kosten/Nutzen Abrechnung. Was ist schlimmer? Der Zustand oder die Nebenwirkungen vom Medikament? Um dies zu entscheiden muss man es jedoch erst einmal versuchen. Wie gesagt, dies macht vor allem bei schwereren Depressionen Sinn.

Ist weder eine teilzeit noch eine vollzeit Arbeit möglich gibt es immer noch die Möglichkeit in eine Tagesklinik zu gehen. Dort wird man schrittweise wieder auf den Arbeitsmarkt vorbereitet.

Antwort
von Indivia, 13

Es kommt auf den Einzelfall an,warum ist der mensch depressiv, es gibt auch Leute die sich ohne Arbeit nurtlos fühlen udn denen daheim die Decke auf dne Kopf fällt, die sollten schauendas sie beschäftig werden.

Und es gibt ja nciht nur schwarz und weiß sondern auch viele Grautöne, so kann man zb durch das Hamburger Modell langsam wieder in den Job eingegliedert werde, oder einem Mini-oder Teilzeitjob nachgehen, oder in eine tagestätte für psychisch kranke usw

Antwort
von GunnarPetite, 32

Mit den entsprechenden Medikamenten - ungeachtet aller Nebenwirkungen und sonstiger Pro und Cons - kann ein depressiver Mensch durchaus in die Lage versetzt werden, am Arbeitsleben teilzunehmen. Dann hängt es weiter davon ab, wie er von der Gemeinschaft, in die er eintritt, aufgenommen und integriert wird. Gesellschaft kann durchaus positiv wirken, aber auch das Gegenteil bewirken, wenn man abgestoßen wird. 

Eine Therapie sollte mindestens begleitend stattfinden. 

Antwort
von Qochata, 24

Wenn die Versuchung etwas stärker ist als die Antriebslosigkeit, dann auf jeden Fall. Dann aber aufpassen, dass man sich nicht die ganze Zeit während des Tuns abquält. Ab und zu Freude empfinden wäre genauso wichtig. Denn ohne Freude wird kaum eine gute Leistung erbracht - weder von Gesunden noch von Erkrankten

Antwort
von Asperergia, 17

Hallo- ist so schwierig zu beantworten ohne dich zu kennen! Aber wen man etwas im leben hat zum beispiel - speziell interresen hobbys und ....... .was leben lebenswert macht ...familie und später vielleicht eigene familie ...liebe...und und ... Kann man das mit halbtags job verbinden um vollig nicht in isolation zu verfallen! Aber da muss neue job mit gute menschen die Verständnis haben und dich nicht noch mehr nervig fertig machen! Und gleichzeitig kannst du auch eine ambulante Psychotherapie machen .....unterstützt durch medikamentöse einstellung! Aber wen dir wirklich schlecht geht- dan Gesundheit steht am erste stelle !!!!! Und arbeit und andere zeug sind im moment unwichtig ...... Bis es dir besser geht!!! Und das Wünsche ich Dir vom herzem🌹🍀💚💞Du kannst zum beispiel auch zum tages klinik gehen von montag bis freitag 8- bis 16 uhr und vielleicht dort kannst auch Menschen treffen die dir gut tun und damit bist du nicht alleine mit deine probleme ....sorgen....  Aber Bitte denk immer daran- Reden !!!! Nicht schweigen!!! Nur wen du spricht - kann dir besser geholfen werden und .......ich weis manchmal ist das nicht leicht aber Hilft !!!! Viel kraft und geduld .....und gute besserung wünsche Dir und noch viel sonne in deinem leben!!!😘🍀🌅🌍🌄🌞🌞🌞grussi👪

Antwort
von Goodnight, 17

Solange ein Depressiver arbeiten kann, soll er das auch tun.

Kommentar von Busverpasser ,

Gerade in der Probezeit muss man ja konstant gute Leistungen bringen. Kranktage werden da nicht gern gesehen. Ein wirklich depressiver Mensch - ob er diese übersteht, ich sage mal 50:50 ...

Kommentar von Goodnight ,

Mit einer leichten bis mittelschweren Depression leisten die meisten Betroffenen einen ganz normalen Arbeitsalltag.

Kommentar von Busverpasser ,

Ja, wenn man schon länger im Betrieb ist und sich auch mal ab ducken kann, kein Problem. Wenn man gerade neu startet und sich beweisen muss, eher ungünstig! ;-)

Kommentar von Goodnight ,

Mit einer leichten bis mittelschweren Depression schreibt dich kein Arzt krank.

Was soll eigentlich deine Diskutiererei, ist ja noch nicht mal deine Frage? Oder hast du 2 Acounts und suchst Unterstützung, dass du nicht arbeiten musst?

Antwort
von Busverpasser, 24

Für Menschen die länger und krankheitsbedingt aus der Berufswelt waren, gibt es oftmals Wiedereingliederungsmaßnahmen, um langsam wieder rein zu kommen (allerdings wenn man schon in einem Arbeitsverhältnis war).

Ansonsten könnte man versuchen Teilzeit zu arbeiten.

Antwort
von MrRomanticGuy, 19

Man könnte sich eine Arbeit suchen die nicht depressiv macht, oder die Arbeit die einen depressiv macht nur 4 Stunden statt 8 Stunden machen. Mir hat zumindest der Psychiatrie Aufenthalt nicht geholfen außer die Erkenntnis daß das Leben noch langweiliger sein kann als ich angenommen hatte. ^^

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