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An diesem Montag berät der Parteivorstand der SPD über das Konzept der "freiwilligen Wehrpflicht". Der Begriff klingt wahrlich seltsam, etwa wie "alkoholfreier Schnaps". Die contradictio in adjecto deutet daraufhin, dass hier ein Kompromiss gesucht und gefunden wurde. Das muss nichts Schlechtes sein, die Demokratie (auch die innerparteiliche) lebt von Kompromissen ; letztlich ist nur wichtig, ob die Vorteile eines Kompromisses seine Nachteile überwiegen. Jedenfalls ist in die Wehrpflichtdebatte, die zurzeit wieder aufflammt , Bewegung gekommen.















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Sehr schwaches Argument! Denn sie stufen Bürger, die sich für längere Zeit für die Bundeswehr verpflichten, als potentielle Rechtsradikale ein. Die gleiche Gefahr bestünde doch auch, wenn sich jemand für den Polizeidienst entscheidet! Viel entscheidender ist doch die demokratische Kontrolle der Bundeswehr durch das Parlament! Da sehe ich auch noch einen enormen Nachholbedarf!
Wie willst Du denn die Bundeswehr "demokratisch" kontrollieren ? Da bitte ich mal um Vorschläge. Warst Du bei der Bundeswehr ? Und ich bitte um "starke Argumente" ,-)
Steht sogar im Grundgesetz! Da gibt es einen Wehrbeauftragten, einen Verteidigungsminister, der demokratisch gewählt wurde, Untersuchungsausschüsse können von allen Fraktionen einberufen werden, usw. Außerdem haben wir eine Gewaltenteilung, d. h., der Bereich Judikative ist unabhängig und kann jedes Fehlverhalten in der Bundeswehr ahnen! Die Struktur der Bundeswehr könnte auch demokratischer Aufgebaut sein! Z. B. wer wird General? Hier gibt es sicher noch demokratischen Nachholbedarf!
Das mit dem Grundgesetz ist mir gut bekannt. Allerdings sehen die Fakten etwas anders aus. Die Frage, ob Du bei der Truppe warst hast Du leider nicht beantwortet.-( Wir hatten damals so etwas wie politische Bildung im Rahmenprogramm. Es wurde nur nicht praktiziert. Deswegen sollten wir hier zwischen "Theorie" und "Praxis" unterscheiden. Unser Grundgesetz ist sehr "theoretisch" ... aber immerhin ein Argument :-D wie man sieht ...
Ich war nicht bei der Bundeswehr und mir ist klar, dass man als Soldat subjektiv anders empfindet! Dennoch ist ein Soldat ein Bürger in Uniform mit all seinen demokratischen Rechten und Pflichten. Und es gehört sicher eine Portion Zivilcourage dazu, sich gegen diktatorische Vorgesetzte durchzusetzen!
Ja, theoretisch bin ich voll Deiner Meinung. Nur kommen wir nun etwas vom eigentlichen Thema ab. Glaub mir, als Wehrpflichtiger sich gegen die Meinung eines Vorgesetzten zu stellen ist schwierig. Dennoch, in heutiger Zeit kommt das durchaus häufiger und erfolgreicher vor als noch vor 10 Jahren.