Fr0stbeule am 02.09.2007 um 20:24 Uhr
In der Wirtschaft und auf einem freien Markt herrscht knallharter Wettbewerb und stures Renditedenken (Gier) führt zu skrupellosen, rücksichtslosen Entscheidungen (Egoismus) mit oft schmerzhaften Auswirkungen.
Gibt es eine Alternative? Wäre eine Zähmung oder Entschärfung des Kapitalismus durch entsprechende Gesetzen sinnvoll und/oder notwendig?
Ich erinnere z.B. an die Sklaverei, welche zum größten Teil nur deshalb abgeschafft wurde, weil Maschinen billiger und effizienter wurden.

Der Staat soll die Ordnung garantieren und sich ansonsten raushalten.
Zur Garantie der Ordnung gehört allerdings auch das Achten auf Waffengleichheit. Eine Möglichkeit dazu wäre z.B. das in der Diskussion befindliche bedingungslose Grundeinkommen (bzw. auch negative Steuer). Das könnte die Stellung des Arbeitnehmers insofern auf Augenhöhe bringen, als daß er dann nicht jeden Job zum Hungerlohn annehmen müßte. Dies ist nur ein Beispiel. Entscheidend ist, daß ein echtes freies Spiel der Kräfte erreicht wird.



Ich befürchte, dass in jüngster Zeit der Geist der Sozialen Marktwirtschaft erhardscher prägung etwas untergegangen ist, was allerdings nicht nur an der CDU lag. Die Arbeit sollte sich lohnen und jeder soll davon angemessen leben können, oder bei den Behörden betteln gehen zu müssen.

und ich bin der Meinung es gibt Alternativen. Ausserdem bin ich der Meinung, die GRUNDVERSORGENDE Industrie (Wasser, Post, Strom, Bahn etc) sollte staatlich sein um den Bürger vor Spakulantentum und Ausverkauf zu bewahren und sein Grundbedarf sicher zu halten. Wir brauchen eine Bodenreform und eine Neuregelung der Banken und des Zinssystems. Die Notenbankenreform noch und eine umfassende Steuerreform (Gesamtgeldsteuer) ...
Alles unpopulär - noch. Wer da wohl den "Finger" drauf hat?
der statt muss sich unbedingt aus der wirtschaft raushalten. es lohnt sich nur fuer alle beteiligten wenn der gescshaeftsbetreiber so wenig we moeglich regel hat um ein geschaeft aufzumachen/ betreiben. ohne die einmischung vom staat haben mehr unternehmungslustige leute die moeglichkeit ein geschaeft aufzumachen.
waldmeister am 2. September 2007 21:13 ..und der arbeitnehmer u die umwelt sind noch mehr der willkür des arbeitgebers/unternehmens ausgesetzt. der profit stünde an oberster stelle. dies würde auf alle fälle die nach-mir-die-sintflut-mentalität fördern.

Wenn ich sehe, wie rücksichtslos und ehrlos viele Unternehmen mit ihren Mitarbeitern umgehen, denke ich, dass die unternehmerische Freiheit im Kapitalismus inzwischen gnadenlos ausgenutzt wird. Wo es kein soziales Gewissen mehr bei vielen Kapitalisten gibt, muss es ein Kontroll- bzw Regulationssystem geben.

ich find der kapitalismus hat ein immenses zerstörerisches potential(siehe china). die nackte profitgier kann alles überrollen. man sollte da echt die leine kurz halten.


Ganz ohne Eingriffe geht die Moral leider völlig flöten.




Wo bin ich denn hier gelandet. Ist das hier ein sozialistisches Einheitsforum oder was. Immer dann wenn der Staat die Finger im Spiel hat, klappt es nicht.
Das ist im Kapitalismus genauso wie im Kommunismus.
Fr0stbeule am 5. September 2007 17:58 Was meinst Du mit "klappt es nicht"? Die aktuelle Billanz ist nur eine Momentaufnahme. Heute ist nicht alle Tage...
Niklaus am 5. September 2007 21:03 Das ist das Denken der Ewiggestrigen.
Suuper Antwort, genau das Thema habe ich vor ca.1 1/2 Stunde auf dem Forum angeschnitten.