░critter░ am 09.08.2007 um 23:41 Uhr
Als Folge der Anerkennung als Religion hätten die Moslems dieselben Rechte wie die christlichen Religionen. Der Islam ist jedoch anders strukturiert als unsere Religion. Noch sträuben sich die islamischen Organisationen - zu Recht?

also ich denke, wer die gleichen rechte haben will, sollte auch die gleichen pflichten haben.

Ich finde die Kirchensteuer, egal bei welcher Religion, überflüssig.
Jaguar am 9. August 2007 23:45 dann weißt du auch nicht, was damit unter anderem damit bezahlt wird. davon hast oder wirst du auch einen nutzen (gehabt) haben.
Volume am 9. August 2007 23:49 Aha, dann erläutere mir doch mal diesen Nutzen.
Jaguar am 9. August 2007 23:51 Was geschieht mit der Kirchensteuer? Die Kirchensteuer wird über das Finanzamt an die Landeskirchen überwiesen. Bevor die Gemeinde ihre Kirchensteuer bekommt, werden Umlagen abgezogen, mit denen landeskirchliche und kreiskirchliche Aufgaben finanziert werden: Pfarrgehälter, theologische Ausbildungszentren, Ämter, Akademien, Diakonische Werke, Universitäten, Kirchliche Rechenzentren, aber auch Kosten für entwicklungspolitische Projekte, Schulen, Internate und Hilfswerke. Dort wird sie in einem Umlageverfahren an die Kirchengemeinden weitergegeben. Jede Kirchengemeinde erhält einen Pro-Kopf-Betrag pro Kirchenmitglied und kann über diese Mittel frei verfügen. Daraus werden die haupt- und nebenamtlichen Kräfte finanziert (Arbeitsplätze für Gemeindehelfer/-innen, Küster/-innen, Musiker/-innen etc.) Die Kirchengemeinde bezahlt damit anteilig auch Kindertagesstätten (27%) und offene Jugendeinrichtungen (10%). Auf der Sachkostenebene werden Gemeinderäume und Kirchengebäude instand gehalten und die laufenden Sachkosten für die Arbeit der Kirchengemeinde bezahlt. Dazu gehören Blumenschmuck in der Kirche, Telefon, Strom, Heizung etc. quelle:http://www.kirchengemeinde-lichtenrade.de/Organisation/kirchensteuer.htm
░critter░ am 9. August 2007 23:55 Ich denke, die größten Bedenken der Moslems, Abgaben an den deutschen Staat zu zahlen, sind weniger das Geld als die Tatsache, dass sie dann offenlegen müssen, für was sie das Geld verwenden (möchten).
Volume am 9. August 2007 23:57 Zitat: Dort wird sie in einem Umlageverfahren an die Kirchengemeinden weitergegeben. Jede Kirchengemeinde erhält einen Pro-Kopf-Betrag pro Kirchenmitglied und kann über diese Mittel frei verfügen Zitat Ende
ICH habe also rein gar nichts vón der Kirchensteuer. Drum zahle ich auch keine :-)
Jaguar am 10. August 2007 00:00 na, dann hoffe ich mal für dich, dass du nie auf diese einrichtungen angewiesen bist (kindergarten, friedhof..... :-)
Georgo am 10. August 2007 00:04 Tja nur für den Friedof muß ich bzw die Hiterbliebenen nochmal zahlen-oder bekommst du dein Grab/Beerdigung etc gratis?
Volume am 10. August 2007 00:04 Meine Kinder gehen in keinen kirchlichen Kindergarten. Den Friedhof müssen meine Angehörigen bei meinem Ableben und mit "Einzug" auf den Friedhof teuer mit der Friedhofsgebühr bezahlen. Der wird nämlich nicht von der Kirchensteuer bezahlt....schön wäre es.
Volume am 10. August 2007 00:08 Ebenso den Kindergarten, den lassen sich die Kirchen auch teuer bezahlen.
░critter░ am 10. August 2007 00:16 Ich muss @Volume Recht geben, auch ein braves Kirchenmitglied bekommt kein Angebot der Kirche kostenfrei. Und wegen einer Beerdigung Kirchenmitglied zu sein - weiß nicht, ob das erstrebenswert ist. Unter die Erde, mindestens genau so "stilvoll", kommt man auch ohne Pfarrer. Und für Geld bekomme ich von überall Hilfe, zur Not eben von der Kirche.
Wolfgang Joost am 10. August 2007 00:00 Staat und Kirche sind in Deutschland nicht wirklich getrennt. Die Kirche kann mit einem Reiter verglichen werden, der auf dem Ross, dem Staat sitzt, und diesen lenkt. Nahezu alle einflussreichen Politiker fallen vor der Kirche auf die Knie und bringen als Geschenke ganze Säcke voller Euro aus den Staatseinnahmen mit. So wird die Kirche z. B. trotz knapper Kassen pro Jahr mit ca. 14 Milliarden Euro aus den allgemeinen Steuermitteln subventioniert, soziale Subventionen (noch einmal ca. 10 Milliarden jährlich) noch gar nicht mitgerechnet (vgl. www.stop-kirchensubventionen.de). Bischofsgehälter, Priesterausbildung, konfessioneller Religionsunterricht und vieles mehr zahlt in Deutschland der Staat. Und die reiche Kirche (Vermögen lt. Carsten Frerk, Finanzen und Vermögen der Kirchen in Deutschland, Aschaffenburg 2002, ca. 500 Milliarden Euro) ist zudem von allen Steuern befreit. Da die Lobby der Kirche nahezu in jeder politischen Gemeinde oder Stadt die Mehrheit hat, werden zudem auf diese Weise kaum mehr vorstellbare Leistungen an die Kirchen erbracht. Doch der deutsche Staat-und-Kirche-Verbund ist nicht nur in finanzieller Hinsicht eine Goldgrube für die Großkirchen. Die Politiker sind mehrheitlich auch auf anderen Gebieten Gehilfen der katholischen und der evangelischen Kirche und fangen sofort an zu "laufen", wenn der Bischof oder seine Beauftragten anrufen. Vor allem bei der modernen Inquisition, der grundgesetzwidrigen Bekämpfung religiöser Minderheiten, lassen sich der Staat und seine Vertreter (auch in vielen Behörden) immer wieder von der Kirche für deren Zwecke einspannen.

Für mich stellt sich die Frage: Muß man für den Glauben bezahlen ??

Diese Frage ist doch schon im Grundgesetz beantwortet. Wir haben Meinungsfreiheit und Glaubensfreiheit.
Kabark am 10. August 2007 06:56 Auf dem Papier. ;-)

eigentlich keine schlechte idee. die muslime bauen ja auch eine moschee mach der anderen bei uns. außerdem würde unser herr staat dann einen guten batzen mehr geld bekommen, den er ja immer gut gebrauchen kann.
Die Moslems wollen doch garnicht integriert werden . Das Christentum ist in Ihren Augen eine falsche Religion und wir sind "Sünder" . Es würde nur Konflikte geben , die sehr viel aufsehen erregen würden .

Wenn es nur um die Kirchensteuer geht, sage ich nein.
Ich kann den Sinn diesr Antwort nicht erkennen.