Frage von CamelWolf, 51

Sollte das Umgangsrecht von Vätern gegenüber ihren (nichtehelichen ) Kindern von ihrer Pflichterfüllung gegenüber den Kindern abhängig gemacht werden?

Eine Freundin von uns ist in folgender Lebenssituation:

Kind 8 Jahre, nie mit dem Kindsvater zusammengelebt, war halt ein "Unfall". Vater hat noch nie Unterhalt gezahlt, tritt immer wieder mal nach Lust und Laune sporadisch und unerwartet in das Leben der Frau und des Kindes, behindert durch sein Verhalten sämtliche Entwicklungen , macht gegenüber dem Kind Versprechungen die er nicht einhält, bearbeitet Schreiben vom Amt nicht, will grundsätzlich das Gegenteil von dem was die Frau für das Kind will.....die Liste ist noch länger.

Ich bin normaler Weise nicht schwer von Begriff aber ich verstehe einfach nicht, dass Leute, die nur Mist bauen das Recht haben, dies ständig weiterzutreiben....

Antwort
von Menuett, 10

Wenn er nur sporadisch auftritt, kann er gar nicht sämtliche Entwicklungen behindern.

Nein, wenn er keinen Unterhalt zahlt, dann hat ja mal irgendjemand festgestellt, dass er dazu nicht in der Lage ist.

Die Mutter kann doch den Alltag mit dem Kind eh so gestalten, wie sie das gerne möchte, da ist es doch völlig schnuppe, was er will.

Würde die Mutter mit dem Vater noch zusammenleben, dann müßten sie in einem solchen Fall ja ebenfalls Hartz 4 beantragen.

Und nein, auf keinen Fall sollten Rechte am Kind gekauft werden können... 

Und genau wie die Mutter hat der Vater ein Recht auf das Kind. Man stelle sich vor, man nähme allen ALG 2 Empfänger/innen die Kinder weg...

Und ein schlechter Vater ist immer noch besser als keiner.

Antwort
von Dave0000, 39

Wenn das Wort Väter durch Elternteil austauschst finde ich die Idee ganz gut , aber ähnlich ist es ja bereits
Du kannst bei Gefährdung der Kindeswohl mit dem JA sprechen oder gar zu Gericht
Dort kann man Regelungen treffen an die er sich halten muss , du natürlich auch

Kommentar von Menuett ,

Gefährdung?

Hier steht kein Wort davon, dass das Kind mißhandelt oder mißbraucht wurde.

Kommentar von Dave0000 ,

Dann wäre es ja auch mehr als Gefährdung....

Antwort
von FragaAntworta, 41

Und warum wird dann von Deiner Freundin nicht das alleinige Sorgerecht beantragt? Man muss erst mal nicht, irgendwelche neuen Hürden aufbauen, wenn die alten noch nicht einmal genutzt wurden.

Kommentar von Menuett ,

Die alleinige Sorge wird nur vergeben, wenn der Vater das Kind mißhandelt, mißbraucht oder verwahrlosen lässt.

Kommentar von FragaAntworta ,

Das ist nicht richtig was Du schreibst, es kann auch unter den folgenden Punkten entzogen werden:

1. Erziehungsfehler
2. Kindesvermögensgefährdung
3. Misshandlung
4. Missbrauch des Sorgerechts
5. Gesundheitsgefährdung
6. Vernachlässigung
7. Unverschuldetes Verhalten der Eltern
8. Gefährliches Umfeld durch Dritte
9. Schulpflicht
10. Günstiger Umgang

All diese Punkte haben in der Vergangenheit für das alleinige Sorgerecht ausgereicht. Deine Punkte stehen auch mit drin, sind aber nicht die einzigen.

Antwort
von Wippich, 30

In der Regel ist es ja umgekehrt,da sollte man mal was unternehmen.

Kommentar von CamelWolf ,

Das hast Du sicher Recht aber in unserem Fall ist es eben so rum.

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