Frage von sandrojake, 96

sollte das lehren von toten sprachen in gymnasien und universiäten verboten werden damit mehr leute sprachen lernen wie spanisch,französich etc?

Antwort
von bikerin99, 27

Und als nächstes wird unsere Geschichte und Kultur der Vergangenheit verboten, damit mehr Leute über die aktuelle Geschichte und Kultur Bescheid wissen.
Deine Frage betrifft eine Minderheit. Wenn es zu einem Verbot käme, würden deshalb nicht viel mehr Leute spanisch, französisch lernen.
Ein Verbot würde einen Verlust der Vergangenheit betreffen, die sich ja noch heute bemerkbar machen. Neue Sprachen bauen auf den alten Sprachen auf und sind also die Basis dieser aktuellen Sprachen.

Antwort
von Clarissant, 36

Verboten? Nein. 

Ich fände es auch besser, wenn man in der Schule Französisch und Spanisch mehr fördern würde als Latein und Altgriechisch, aber dafür muss man Latein und Altgriechisch nicht gleich verbieten. Man könnte Latein auch bspw. nur als dritte Fremdsprache (und nicht schon als zweite) anbieten. Da gäbe es sicher genug Alternativen. 

Auch an Universitäten sollen tote Sprache weiterhin gelernt werden dürfen. Natürlich sind Sprachnachweise wie das Latinum oder das Graecum nicht mehr so wichtig und verschwinden zunehmend, aber wenn man ein Fach wie Romanistik studiert, sollte man sich schon irgendwann mal mit der lateinischen Sprache beschäftigen. Tote Sprachen sollen auch weiterhin studiert werden können (auch auf Lehramt), denn wenn man es an der Uni nicht mehr tut, wo denn sonst? 

Antwort
von ElizaD, 6

Das ist Unsinn, weil die sog. toten Sprachen erstens gar nicht tot sind: Latein wird in Finnland viel verwendet, weil erfahrungsgemäß außer den Finnen selber kein Mensch Finnisch lernt, Griechisch noch immer zur Bezeichnung von Krankheiten verwendet, Hebräisch wird  in Israel gesprochen (gegenüber dem Bibel-Hebräisch ist in dem modernen zwar die Grammatik etwas vereinfacht, aber das heutige Hebräiisch enthält den ganzen Bibelwortschatz und noch Massen neu erfundener hebräischer Wörter, die im modernen Leben notwendig sind) und weil zweitens auch der deutsche Wortschatz zumindest ohne Griechisch und Latein nur miserabel durchschaubar ist.

Wer sich also im Deutschen pausenlos mit falsch verwendeten sog. Fremdwörtern blamieren will, der soll es weit von sich weisen, mit den alten Sprachen in Berührung zu kommen!

Ganz abgesehen von den restlichen lebenden europäischen Sprachen. Die
romanischen Sprachen basieren sowieso alle auf dem Lateinischen, und das Englische hat in der Tat einen viel höheren Anteil an romanischen (dh letzten Endes lateinisch-stämmigen) Wörtern als an germanischen! (Das Englische wirkt nur so germanisch, weil der Wortschatz-Teil der am häufigsten gebrauchten Wörter weitgehend germanisch ist.) Und angesichts der Unmengen an griechischen Wörtern, die in der Renaissance ins Englische aufgenommen worden sind und geläufig verwendet werden, sind ein paar Griechischkenntnisse fürs Verständnis auch nur geringfügig anspruchsvoller englischer Texte sehr zu empfehlen.

Also das ist kein Englisch-Französisch-Spanisch-ODER-alte Sprachen, sondern das muss ein UND sein.

Wobei es gut wäre, in der Schule Einstiegskurse für die alten Sprachen einzurichten, die eben für das Durchschauen des Deutschen und der andern europäischen Sprachen schon mal das Wichtigste mitteilen; die komplette griechische und lateinische Literatur und die fantastische Rhetorik danach für Feinschmecker auf freiwilliger Basis einzuräumen.

(Allerdings: Meine Mutter konnte kein Latein, hörte aber meine Brüder betreffend des Lateins immer ab und bewunderte die Weisheit der lateinischen Sinnsprüche. Es ist --- auch vom den praktischen Vorteilen für die eigenen Sprache, mit diesen Sprachen vertraut zu sein, abgesehen---nicht so, als ob bei diesen Sprachen dann aber die Inhalte zum Verachten wären.)

Antwort
von TimmyEF, 53

Französisch, spanisch, italienisch leiten sich von der "toten" Sprache Latein ab. In der Botanik sowie der Medizin werden immer noch und weiterhin lateinische Begriffe verwendet.
Verbieten soll man das nicht.

Antwort
von Herb3472, 37

Warum das denn? Ich habe in der Schule Latein gehasst, aber nachher im Leben festgestellt, dass mir meine Lateinkenntnisse in vielen Bereichen sehr hilfreich waren. Und in Universitäten werden auch noch andere "tote" Sprachen gelehrt. Die wichtig für die Altertumsforschung etc. sind.



Antwort
von Hardware02, 15

Lächerlich! Lern du erst einmal Deutsch. Man schreibt Substantive groß, und nach jedem Satzzeichen kommt ein Leerzeichen.

Außerdem lässt sich niemand von dir verbieten, eine Sprache zu lernen.

Antwort
von xxTOxx, 19

Jeder Mensch kann die Sprache lernen, die er möchte. Das ist auch gut so. Latein ist übrigens keine Tote Sprache. Wir verwenden täglich mehrere Begriffe aus dem lateinischen, ohne es zu merken. Außerdem ist Latein auch sehr hilfreich, wenn man Medizin studieren will.

Lg

Antwort
von Kuno33, 27

Wozu ein Verbot? Es kann doch jeder selbst entscheiden, welche Sprachen er lernen möchte. Für manche berufliche Qualifikation ist das Lernen einer alten Sprache wichtig. Wenn Du z. B. alte Texte übersetzen, verstehen und nutzen willst, wirst Du auf eine solche Ausbildung nicht verzichten können.

Es ist gerade in der heutigen Welt allerdings auch wichtig, Sprachen zu lernen, die noch gesprochen werden.

Verbote sind rechtlich nicht zu begründen und helfen auch nicht weiter. Das Lernen alter Sprache spielt inzwischen eine deutlich geringere Rolle. Da kann ich also gar kein Problem erkennen.

Kommentar von ElizaD ,

Ich kann den Stoßseufzer etwas verstehen, werden doch die alten Sprachen in den Schulen weitgehend immer noch in einer Form gelehrt, als seien sie zum Zweck einer systematischen Kinder-Quälerei erfunden worden.

Die moderne Sprachdidaktik mit all ihren interessanten Erkenntnissen, von der wenigstens auf dem Gebiet der lebenden Sprachen gewisse Spuren hintrlassen haben, die fehlt in den alten Sprachen total, und statt dass man im Lateinischen zB die hinreißend komischen mittelalterlichen Vaganten-Lieder lernte, werden die Anfänger mit grammatischen Regeln und sinnlosen Sätzen gequält, wo unmotiviert Mägde aus dem Fenster schauen, bloß weil gerade die a-Deklination und -Konjugation dran sind... Interesse an Sprachen kann man aber nur durch die
Vermittlung interessanter Ibnhalte in diesen Sprachen erwecken.

Der alötsprachliche Unterricht  ließe sich viel attraktiver machen, wie es schon mal in Europa bekannt war. Der Vater des französischen Autors Michel Montaigne (16. Jh) zB  hatte extra einen deutschen Hauslehrer engagiert, der gar kein Französisch konnte, der ständig um seinen Sohn zu sein und mit diesem nur Latein zu sprechen hatte. Also lernte Michel Montaigne fantastisch Latein und erst von seinem sechsten Lebensjahr an durch den Kontakt mit seiner restlichen Umwelt Französisch. Von dieser
Unterrichtsform der Koppelung des Sprachgebrauchs mit realen Situationen dürften sich die heutigen Sprachpädagogen durchaus eine Scheibe abschneiden, auch für den Unterricht der alten Sprachen.

Die Vokabelpaukerei, das Bimsen der grammatischen Regeln und der unregelmäßigen Verben, die für den altsprachlichen Unterricht typisch sind, führen überhaupt zu keiner Sprachbeherrschung sondern dazu, dass manche Schüler auf der Schule neun Jahre Latein lernen und noch immer keinen ihnen unbekannten
lateinischen Text  flüssig lesen können, --- eine offensichtliche und  komplette Niederlage der gesamten Latein-Pädagogik! Ja, und dies sinnlose Verfahren, das sollte wirklich mit starken Mitteln bekämpft werden. Soweit zu der Idee mit dem Verbot.

NB: We gut ins Lateinische reinkommen will, der sollte sich mal ein paar Asterix-Bände in lateinischer Übersetzung reinziehen. Sehr witzig, garantiert! (Nichts beweist, dass die alten Sprachen nur mit zusammengebissenen Zähnen gelernt werden dürften!)

Antwort
von Malavatica, 23

Verboten wäre übertrieben. 

Aber statt die Wurzel romanischer Sprachen grundsätzlich anzubieten, könnte man auch gleich verstärkt die daraus hervorgegangen Sprachen mehr anbieten. 

Mann sollte einfach auswählen dürfen. 

Kommentar von Hardware02 ,

Man DARF auswählen. Wenn die Leute kein Französisch wählen, weil man dann in den mathematischen Zweig kommt, ja, selber schuld.

Antwort
von kordely, 12

War wäre mit dem Klassik-Philologen und Archeologen ohne Latein, Altgriechisch und andere tote Sprachen? Über Priester ganz zu schweigen.

Für Gymnasien: Sie können die Motivation für weitere Sprachlernen fördern. Es könnte sein, dass nach dem Verbot sie weniger für Spanisch und Französisch, eher für Altgriechisch und Latein interessieren würden, die sie nicht auf Gymnasium lernen dürfen. Jügendliche sind hartnäckig.

Antwort
von Nonmon, 29

Nein. Grundwissen ist genauso wichtig wie lebendige Sprachen. Keiner aber wird gezwungen Latein oder Griechisch zu lernen. Aber für einige Berufe ist es eben wichtig. Hier auf GF ist das aber nicht wichtig. Da reicht das Grundwissen der deutschen Sprache.

Kommentar von joheipo ,

.....Da reicht das Grundwissen der deutschen Sprache....

....was bei vielen Fragestellern nicht mal ansatzweise vorhanden ist.

Kommentar von Nonmon ,

Ansatzweise reicht das hier aber

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community

Weitere Fragen mit Antworten