Banner_770x60
Skyscrapper_160x600
gutefrage.net, die Ratgeber Community
Login   |  Registrieren   |  Forum |  Richtlinien & FAQ

21 

Sollte aufgrund des übergeordneten Interesses den Lokführern kein Streikrecht zustehen?

gefragt von Weltreisender am 11.10.2007 um 19:19 Uhr

Im Berufsverkehr ohne Bahn, da leidet nicht nur der einzelne sondern auch die ganze Wirtschaft. Ein Streik mit so schädlichen Auswirkungen sollte verboten sein. Ausserdem ist das bischen Gas geben und bremsen ja nun wirklich nicht allzu verantwortungsvoll, vor allem wen man bedenkt welche Sicherheitsmaßnahmen in den letzten 10 Jahren hinzugekommen sind.


Weitere Fragen zu verwandten Themen finden Sie hier:

Wirtschaft (2466)
Bahn (1166)
Lokführer (24)
ähnliche Fragen
Frage beantworten


Raimund1
beantwortet von Raimund1 am 11. Oktober 2007 19:42
5x
Die Antwort ist hilfreich? Dann klick mich!

Also wenn wir hier das Streikrecht wegputzen, nur weil es einigen nicht passt, was wird dann als nächstes gestrichen? Das Streikrecht insgesamt? und dann? Vielleicht die Tarifhoheit? Und dann das Demonstrationsrecht? und dann die Pressefreiheit? Und dann die Demokratie?

Nein Danke!

Streikrecht ist ein gutes Recht, auch wenn es manchmal viele von uns betrifft bzw. trifft.

Aber VerANTWORTung besteht ja genau darin, nach Antworten zu suchen. Und das kann nicht einseitig zu Lasten einzelner gehen. Wenn ich mir die Löhne ansehe, die die Lokführer erhalten, kann ich ihre Streikbereitschaft verstehen.

Der Fisch fängt das Stinken beim Kopf an.

Es wäre zu begrüßen, wenn auch das Sparen beim Kopf - sprich Vorstand - anfangen würde


Knochenstrauss
beantwortet von Knochenstrauss am 11. Oktober 2007 20:10
4x
Die Antwort ist hilfreich? Dann klick mich!

Seit wann gibt man "Gas" bei einer Lok. Vermutlich hast du noch nie eine Lok von innen gesehen, sonst würdest du nicht so daher reden. Ich bin auch bei der Bahn, zwar "nur" auf dem Stellwerk, aber du kannst mir glauben, versuch du mal mit einer Lok 2000 Tonnen zu bewegen und punktgenau anzuhalten. Die Sicherheitsmaßnahmen sind nur für "Notfälle". Bei mir auf dem Bahnhof verkehren täglich mehrer Gefahrgutzüge mit höchst explosiven Material. Möchtest du die Züge durch die Gegend fahren, z.B. des Nachts bei Schneesturm? Ich nicht. Oder Reisezüge. Die fahren bis zu 320 Sachen. Da kostet jeder schwere Fehler jede Menge Geld (und leider manchmal auch anderes ...). Ich finde 31 Prozent auch zuviel (aber um die geht es jetzt ja garnicht, sondern um einen eigenen Tarifvertrag). Denn eine Lokführer mit Lohngruppe E7 bekommt genau dasselbe Geld wie z.B. ein Kollege im Wagendienst. Wie ist das bitte gerecht. Darum kämpfen die Lokführer. Und die Gerichte, die der GdL das Recht auf Streik verbieten, sollte sich selbst (!) auf die Anklagebank setzten wegen eines weit schlimmeren "Vergehens"!

Kommentar von 02f5f3d1c6a04654a2e8194ce5241948smallSamml am 12. Oktober 2007 08:51

D:H: Superantwort.Hast RECHT auch in Bezug des Rechtes.


WolfRichter
beantwortet von WolfRichter am 11. Oktober 2007 19:41
3x
Die Antwort ist hilfreich? Dann klick mich!

Jeder intensiv geführter Streik wirkt sich negativ auf die Gesamtwirtschaft aus. Wenn man bei einer Berufsgruppe anfängt, das Streikrecht zu entziehen, wird man weitermachen, so daß letztlich das Streikrecht gänzlich ausgehöhlt sein wird. Damit hätten Arbeitnehmer keine Möglichkeit mehr, ihre Interessen durchzusetzen.


Samml
beantwortet von Samml am 11. Oktober 2007 19:25
2x
Die Antwort ist hilfreich? Dann klick mich!

Deine Einschätzung über die Verantwortung teile ich überhaupt nicht, JEDE Arbeit ist wichtig und sollte verantwortungsbewußt erledigt werden, ob Putzfrau oder Professor, die Forderungen sind nat. überzogen, die Gehälter der Vorstände aber auch, daß ist aber nicht beleuchtet, wie in anderen Branchen auch.Ich war mal angest.Direktor und ein Gehalt jenseits von "Gut und Böse", hab es trotzdem "genommen". Wer Werte schafft oder die eigentliche Dienstleistung erbringt ist eben immer am Ende der Kette und wird so bezahlt; das ist aber Systemübergreifend so.

Kommentar von 02f5f3d1c6a04654a2e8194ce5241948smallSamml am 12. Oktober 2007 08:53

Da frage ich mich doch, wo die Antwort geblieben ist auf die ich mich bezog in Bezug auf Verantwortung.Einfache Löschungen geben ein völlig falsches Bild.


nightweasel
beantwortet von nightweasel am 11. Oktober 2007 19:31
2x
Die Antwort ist hilfreich? Dann klick mich!

Das Recht der Lokführer auf Arbeitskampf steht und fällt mit dem Recht aller anderen Berufsgruppen. Den Lokführern dieses Recht abzusprechen würde im Umkehrschluss bedeuten, dass alle ähnlich wichtigen Berufe (Fluglotsen, Busfahrer etc.) ebenfalls zum Wohle der Allgemeinheit auf die Vertretung ihrer Rechte im Arbeitskampf verzichten müssten.



Qetan
beantwortet von Qetan am 11. Oktober 2007 22:06
2x
Die Antwort ist hilfreich? Dann klick mich!

Das Recht auf Streik zu verbieten, damit alle anderen bequem weiter fahren können. Auch ein Lokführer möchte vielleicht für seinen verantwortungsvollen Job, einen Lohn haben, mit dem er sich und seine Familie ernähren kann. Genauso, wie es die Fahrgäste von ihren Gehältern können, die dem Lokführer aber das Recht absprechen wollen, dafür zu kämpfen. Tolles Gerechtigkeitsempfinden ist das. Und dann auch noch den Beruf des Lokführers so gering zu schätzen. Schäm Dich.


demosthenes
beantwortet von demosthenes am 12. Oktober 2007 13:47
2x
Die Antwort ist hilfreich? Dann klick mich!

Wenn die Bahn nicht im Laufe der Jahre den "Bahnbeamten" überwiegend abgeschafft hätte, um sich fit für die Börse zu machen, dann gäbe es diesen Streik nicht, denn Beamte dürfen nicht streiken.

Angestellte dürfen streiken und das Recht sollten wir auch nicht antasten, selbst wenn wir im Einzelfall kein Verständnis für den Streik haben.


MrLou
beantwortet von MrLou am 13. Oktober 2007 21:43
2x
Die Antwort ist hilfreich? Dann klick mich!

Ich weiß ja nicht, wo bei Ihnen Züge fahren (Rasender Roland?), doch hier geht es um ein bischen mehr, als nur "Gas" geben, woran man sieht, das Sie nicht wissen, worum es eigentlich geht (Millionen). Den WER gibt einem überhaupt irgend ein RECHT? Was bedeutet hier RECHT? Nur weil es bei einigen Berufgruppen nicht auffällt, wenn gestreikt wird, kann man die Lokführern nicht das Streiken absprechen. Gerade da zeigt es, wie wichtig die Lokführer in der heutigen Zeit sind (Selbstauskunft in der Beschreibung).Streiken oder nicht, aber einen eigenen Tarifvertrag haben die Lokführer sich wohl schon erkämpft. Näheres Interesse zum Thema Lokführer, würde vielen die "Sache" verständlicher machen.


Frage beantworten

Noch nicht die richtige Antwort? Dann hier in allen Fragen und Tipps suchen:




Verwandte Fragen

Verwandte Fragen


Mehr verwandte Fragen

Verwandte Fragen
Die unter gutefrage.net angebotenen Dienste und Ratgeber Inhalte werden nicht geprüft. Die Richtigkeit der Inhalte wird nicht gewährleistet. Bitte lesen Sie hierzu auch unsere Rechtlichen Hinweise.