Frage von Kuschel111, 73

Sollen wir in eine gemeinsame Wohnung ziehen?

Mein Freund hat einen 13 jährigen Sohn. Wir sind beide Mitte 40 und ich habe selbst große Kinder. Wir führen seit 3 Jahren eine Wochenendbeziehung (100km) und möchten gern zusammen ziehen an meinen Ort. Mein Freund hatte bisher das Umgangsrecht wöchentlich von Montag bis Mittwoch. Die Schule ist gleich in der Nähe und die Wohnungen der Eltern haben kurze Entfernung. Nun hat er einen neuen Job und möchte diesen nicht aufgeben. Nachteil ist dass er seinen Sohn nur noch an den Wochenenden oder sporadisch selten in der Woche nehmen kann. Er ist jetzt deutschlandweit mit Übernachtung unterwegs. Oft hat er in der Woche 2 Tage frei und dafür muss er aber Samstags auch los. Aber nicht klar strukturiert.

Wir möchten nicht mehr warten bis sein Sohn 18 oder so ist. Aber das Problem ist dass wir seinen Sohn dann nur noch max. 2 Wochenenden zu uns nehmen könnten, da mein Freund ja auch oft Samstags muss. In der Woche nicht mehr weil er von uns aus nicht zur Schule kommt.

Mein Freund hatte überlegt die Wohnung stehen zu lassen falls er in der Woche mal frei hat. Dann könnte sein Sohn zu ihm kommen. Aber finanziell ist es nicht möglich.

Andere Alternative wäre ihn in der Woche zu besuchen weil der Hauptsitz in seiner Stadt ist. Dann könnten Sie in die Stadt gehen etwas unternehmen. Hätten dort keinen Lebensmittelpunkt. Und an den Wochenenden die möglich sind holen wir ihn her oder er bringt ihn mit.

Aber wollen 13 Jährige das?

Wie würdet ihr das händeln? Ach und ich ziehe nicht dort hin. Da sind wir uns einig. Mein Freund hat keinerlei Familie mehr. Nur noch Sohnemann und ist hier bei uns voll integriert.

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Antwort
von Mieze1231, 9

Ich würde mal mit dem Sohn sprechen. (Natürlich nicht nur nach seinem Wunsch handeln, aber ihn durchaus mit einbeziehen.)

Die 14 tägige Wochenenderegelung ist ja ziemlich üblich und für ein Kind in dem Alter bestimmt auch angemessen. Da braucht der Papa kein schlechtes Gewissen haben und 100km sind ja nun auch nicht die Welt.

Jetzt kommt der Sohn sowieso langsam in das Alter, wo man nicht mehr ständig etwas mit den Eltern macht und auch mal der Freizeit und eigenen Hobbys nachgehen möchte. Also mehr als jedes 2. Wochenende wird er bald vielleicht eh keine Lust mehr darauf haben...

Antwort
von Susanne464, 41

Mal mit dem Sohn sprechen, und ihm zeigen was alles machbar ist, dann kann er seine Meinung dazu äußern. Wenn er jetzt sagt es ist kein Problem, kann es in einem Jahr schon wieder anders sein, irgend wann fangen sie an, sich nur noch mit Kumpels zu treffen und  dann wird er vielleicht gar nicht mehr zu euch kommen wollen, weil er die Freizeit dann lieber dafür nehmen möchte.

Wenn ihr zusammen zieht, sieht er sein Kind trotzdem noch, dass ist ja erst mal die Hauptsache. Ich würde das mit dem Sohn jetzt nicht davon abhängig machen ob zusammen ziehen oder nicht. Mit einer zweiten Wohnung, würde ich es auch nicht machen.

Ich wünsche dir alles gute.

Antwort
von haufenzeugs, 11

in dieser situation wäre es das beste zu warten. das kind wird sich über kurz oder lang eh abseilen und seinen lebensmittelpunkt zu hause suchen. momentan lebt er in einer art kleinem wechselmodell wo er halbwöchig wechselt. Günstigste Variante ist in dem Fall ihr lebt entweder so weiter wie bisher oder du ziehst in den Ort deines Freundes.

An der Veränderung der Situation ist nicht nur dein Freund und sein Kind gebunden, sondern auch die Kindesmutter.

dein freund hat natürlich familie vor ort und bindungen: seinen sohn.

Antwort
von Elfi96, 14

Sprecht mal mit dem Sohn. 13-jährige besitzen schon so viel Verstand,  dass sie veränderte Situationen nicht mit einer Ablehnung der eigenen Person gleichsetzen. Ich würde ihm aber nicht die Entscheidungsfreiheit über euer Leben geben. Gebt ihm Zeit, sich an der veränderten Situation zu gewöhnen, denn weder der neue Job des Vaters noch euer Zusammenziehen ändern die Gefühle des Vaters zu ihm. Vllt böte der Verdienst des Vaters die Möglichkeit, dass für den Jungen ein Handy dabei herausspränge, mit dem er den Kontakt zum Vater auch auf diesem Wege intensivieren könnte. LG und alles Gute. 

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