wj2000 am 19.02.2008 um 0:11 Uhr
Auch in Deutschland sehen die Netzbetreiber des internets die Extremnutzer als Problem und gingen mit unterschiedlichen Strategien gegen sie vor. Manchen wurde die Geschwindigkeit ihrer Verbindung gedrosselt und einigen sogar eine Kündigung nahe gelegt. Wie steht ihr zu diesen Handlungsweisen?

Man kann nicht erst eine Leistung anbieten und wenn sie angenommen wird, dann reduziert man sie, weil das nicht gewünscht ist.

Das ist eben das Risiko eines Netzbetreibers - erst mit billigen Preisen locken, und dann einen Rückzieher machen, wenn mal ein paar Leute das richtig ausgiebig nutzen. Sowas ist ja wohl nicht rechtens.
Das ist genauso, wenn beim Brunch oder beim "Essen sie soviel sie wollen" jemand von der Geschäftsleitung kommt und dir den Teller wegnimmt wenn du zum 10. mal am Buffet Nachschlag holst...
wj2000 am 19. Februar 2008 00:16 Dann sollte man einen Tarif für Vielnutzer herausgeben.
RolfHoegemann am 19. Februar 2008 00:18 Genau - aber dann bitte nicht zuerst alle Leistungen als "unlimitiert" bewerben...
RolfHoegemann am 19. Februar 2008 00:26 Und noch als Zusatzdenkanstoss: Wie schaffen es andere Länder, das dort Internet und Telephon um einiges billiger sind als in Deutschland, obwohl andere Waren genauso teuer oder teurer sind? Also kann doch hier noch viel Preisspielraum vorhanden sein.

Wenn man eine Leistung anbietet - dann muss man diese auch liefern!!! Sollten sie es nicht können dann sollte es auch nicht angeboten werden. Basta !!! MfG Ralf

Ich bezahle dafür, also sollen die sich um die Probleme kümmern, die dabei entstehen.

meenous am 19. Februar 2008 00:15 Wenn die mit Tarifen werben, die keinerlei zeitliche oder kapazitive Begrenzungen haben brauchen die sich nicht wundern wenn welche, die diesen Tarif wählen das auch nutzen. Dann sollen sie nicht mit Sachen werben, die sich nicht einhalten können oder die Tarife ändern!

Was definiert den Extremnutzer? Rund um die Uhr online sein?
Das hätten sie sich VOR dem Anbieten der Flatrates ausrechnen können!
Macht mich wütend, hinterher auf krumme Tour das Ganze korrigieren zu wollen!
Luise am 19. Februar 2008 07:35 DH

Laptop und Lederhose: Auch Internet ist Weiterbildung und Know-how. Deshalb sollte schnelles Internet jedem zur Verfügung stehen, wie eine Bibliothek.

Das hätten sich die Anbieter im Internetzeitalter eher überlegen müssen.

Wisst ihr was? Jetzt ist mir -wenn ich mir das jetzt so angucke, welche Argumente und Meinungen hier so auf den Tisch kommen- das ganze eigentlich egal... Ihr mault doch nicht wirklich rum, das die Wenignutzer die Kosten der Vielnutzer ausgleichen!?! Nur weil ein paar Provider rummaulen, das sich ihre Führungsetage sich dieses Jahr keine 20-prozentige Gehaltserhöhung erlauben können? Bisher waren doch alle glücklich, die Manager verdienten sich dumm und dusselig, die Preise sanken, trotzdem verdienten die Manager immer mehr.... Und auf einmal verursachen ja ach so wenige Vielnutzer SOOO viele Kosten, das sie wahrscheinlich die gesamten Nutzungsgebühren für alle Nutzer erhöhen müssen... Die suchen doch eh nur nach Gründen, um den Kunden die anstehende Preiserhöhung zu verkaufen! Auf jeden Fall ist das "Vielnutzerproblem" kein "Resourcenproblem" sondern ein "Gewinnspannenproblem"
meenous am 19. Februar 2008 00:59 übrigens: mir wurde auch schon eine Vertragsänderung in einen teureren Tarif empfohlen, weil ich die Resourcen so ausgelastet habe! (Webhosting) Ich fands ne Frechheit, ich hatte meine erlaubten Datentransfers, -die begrenzt waren-, nur ausgelastet über 2 Monate und schon maulen die? Warum bieten die dann sowas an?
wj2000 am 19. Februar 2008 01:11 wahrscheinlich gehen sie davon aus, das es nicht ausgereizt wird!

Die Anbieter kalkulieren ihre Flatrates nach betriebswirtschaftlichen Kriterien. Das schließt alle Arten von Usern ein, von Gelegenheits-Surfer bis zum Power-Sauger. Wenn sie sich dabei verkalkulieren, ist das in erster Linie ihr Problem.
Wenig-Surfer bekommen ja auch kein Geld zurück.
Typische ÜbernTischZieherei ?
Erst Zuckerstücke, dann die Peitsche ???
Diese Abzocke machen die Nutzer nicht mit!

auch aus allen Gründen, die hier bereits für DAGEGEN benannt worden sind..
Die übliche Abzockmasche !

wozu gibt´s denn flatrates?

Also die Provider wissen ganz genau was auf sie zu kommt und wie der Traffic aussieht. Aber mal eine Gegenfrage, wenn die MEGA USER (ICH BIN EINER, setze mtl. knapp 200GB um) doch soviel "Kosten" verursachen, warum bietet die Telekom demnächst Standardmäßig eine 25MB Flatrate an? Das ist doch alles nur Kohlemacherei und sie verdienen alle kräftig mit. Also sollen die sich alle mal nicht so anstellen.

Die Industrie, die bevorzugt im Internet wirbt, und Online Shops wären mit Sicherheit gegen restriktive Maßnahmen zur Beschränkung. Was meinst du, was die Netz-Anbieter sagen würden, wenn du Telefon-Verbindungen auf wenige Sekunden reduzierst, damit möglichst viele Menschen telefonieren könnten (wenn sie wollten)?

Nur weil jemand, einen Vertrag auch voll ausschöpft ihn zu reglementieren, oder ausschließen? Finde ich das letzte. Dann sollen sie soetwas erst garnicht anbieten. Provider sie so was machen, wollen nur einfach Geld machen ohne viel Leistung, aber dafür in der Öffentlichkeit gut da stehen.

Warum sollen die, die das Internet wenig nutzen für die Kosten aufkommen die das Internet ganz viel benutzen?
RolfHoegemann am 19. Februar 2008 00:17 Die sollten dann von vornherein einen Wenignutzer-tarif haben - und der ist a) meist noch billiger und b) eben transfer, geschwindigkeits- oder zeitlimitiert.
boriswulff am 19. Februar 2008 00:20 es war vor einem jahr noch nicht abzusehen welche datenmassen auf die netzprovider dank youtube etc. auf sie zukommen. das ist in den damaligen preisen nicht berücksichtigt worden.
Es geht nicht um Nutzenpreise, sondern um Abkassieren.
Ist Ihnen bekannt, was bisher pro Minute oder MB daran verdient wurde ?
Egal ob Viel- oder Wenignutzer ?
boriswulff am 19. Februar 2008 00:21 ich habe eine 16mbit internet & telefon flat von alice für 31,90. ist dir im klaren, was ich für kosten verursache, wenn ich die bandbreite rund um die uhr ausnutzen würde?
wj2000 am 19. Februar 2008 00:23 Time Warner zufolge ist jedenfalls nur ein kleiner Teil der User für den hohen Datenverkehr verantwortlich. In vielen Teilen des Netzes seien fünf Prozent der Nutzer für 50 Prozent des Datenvolumens verantwortlich.
boriswulff am 19. Februar 2008 00:25 Richtig. Das sehe ich auch so. Und das bedeutet im Endeffekt das momentan 95% der Benutzer die Kosten mitfinanzieren, die die 5% verursachen. Ist das gerecht? Sollte nicht lieber für jeden ein sehr günstiger Internet-Zugang geschaffen werden?
RolfHoegemann am 19. Februar 2008 00:24 Das nenne ich Geschäftsrisiko... :-)
boriswulff am 19. Februar 2008 00:27 Wie bereits gesagt ist es eh total legal die Preise für die Leistungen anzuheben. Das Risiko würdest Du ja auch nicht übernehmen wollen.

Deutschland ist, was das Internet anbelangt, immer noch ein Entwicklungsland.
Was hier verteufelt wird als 'zu teuer' und 'nicht kostendeckend' ist in anderen Ländern schon jahrelange Praxis.
Warum haben wir hier zum Teil noch relativ niedrige Übertragungsgeschwindigkeiten, teilweise noch nicht mal DSL zur Verfügung?
Warum hat es bei uns noch einige Jahre gedauert bis zur Einführung der Flatrate während andere Länder (z.B. USA) schon längst so weit waren.
Unser angeblich so hochtechnologisiertes Land hinkt in vielen Bereichen noch weit hinterher. (nicht nur in Sachen Inet!)

Einem Bekannten von mir haben sie sogar Geld angeboten, wenn er den Vertrag kündigt!!
sehe ich auch so!
die betreiber brauchen es nicht reduzieren. sie brauchen nur den preis anpassen und für wenignutzer einen günstigeren tarif einführen. preiserhöhungen sind ganz legal. nicht rechtens ist es wenn man die leistungen kürzt.