Diese Frage geht jetzt einmal genau anders herum! Sollten Eltern sich bemühen, sich von ihren Kindern - erwachsen und inzwischen eigene Familie - abzunabeln oder ist es normal, dass sich Eltern immer einen "Kopf" machen?

Ich denk' schon, dass man sich immer irgendwie einen Kopp macht. Ich habe den Göttern gedankt, als die Bälger endlich ausgezogen waren, aber dran denken und helfen habe ich gemacht als sie 2 waren, 12 und jetzt mit 22.
So wie's aussieht, ist's mit 32 nicht anders. ;-)

Zumindest sollten sie ihre erwachsenen Kinder ihr Leben leben lassen. Aber einen Kopf oder Gedanken um die Kinder macht man sich glaube ich trotzdem. Das dürfen sie ja auch, wenn sie wie gesagt ihre Kinder ihr Leben leben lassen.
Wieselchen1 am 16. August 2007 11:23 Sehe ich genauso - Ich bin nun 41 Jahre alt und meine Mutter 73 - und noch immer macht sie sich Sorgen um mich - und ich um sie und um meine Kinder und um meine Familie und um meine Freunde..... sich sorgen heißt nicht, dass man einengt, sondern liebt.

Es gibt einen schönen Spruch: Gib Deinem Kind Wurzeln und Flügel!
Die Wurzeln sind sicherlich ein nicht verzichtbarer Grundstock, aber die Flügel reichen evtl. in dem Alltagsleben nicht aus!
Luise am 15. August 2007 18:16 Shira, das ist wunderschön gesagt, kannte ich noch nicht. Danke. Luise
Gerne, kam aus dem Bauch und der Erfahrung heraus!
Sorry, habe falsch kommentiert. Am besten bitte - geht wohl nicht - löschen!
Shira am 15. August 2007 19:36 @Justin: Nicht grämen, sieh es mit Humor. Passiert jedem Mal :)

Elternliebe ist bestimmt wie die andere große Liebe auch: sie hält ein Leben lang. Man will immer, dass es den Kindern gut geht, wird sie wohl immer unterstützen. Frei leben lassen muss man sie aber schon, denn wenn man nicht los lässt, der macht sich frei. Also nicht klammern, aber aus ganzem Herzen lieben und ihnen auf ihrem eigenen Weg die besten Wünsche mitgeben.
Deine Einstellung ist beispielhaft! Wenn es nur immer so einfach wäre!

Auf jeden Fall sollten sich auch die eltern von ihren Kindern abnabeln. Die meisten schaffen es auch noch beizeiten.
Und wenn Probleme auftauchen, dann sind ja bei ansonsten schon selbständigen Kindern die Eltern doch wieder gefragt. Und dann?
Raimund1 am 15. August 2007 18:21 Eltern sind IMMER Eltern, auch wenn sich alle untereinander abgenabelt haben - und irgendwie ist es für Eltern einfach nicht immer möglich, sich keinen Kopf zu machen
Bist Du sicher, dass Eltern sich nicht doch immer einen "Kopf" machen?

ich glaube eltern machen sich immer sorgen.ich bin von detschland in die schweiz gezogen und war damals 19.meine eltern hat das tief getroffen aber unsere beziehung hat es enorm geprägt.wir haben ein super verhältnis.aber es tut trotzdem weh so weit weg zuwohnen.vor zwei monaten bin ich mama geworden und das ist jetzt besonders schwer für meine eltern weil sie nicht in meiner nähe obwohl sie wissen das ich sie ab und zu schon bräuchte..naja aber es gibt ja skype und telefon
So ist es, Eltern machen sich immer Sorgen! Kann man wahrscheinlich erst selbst so richtig nachvollziehen, wenn man selbst ein Kind hat!
frosch07 am 17. August 2007 00:14 korrekt hab seit zwei monaten eins und ich würd es jetzt schon mit meinem leben verteidigen

ja kinder brauchen eine gewisse führung und einen schutz, wenn sie selber aus der höhle wollen sollte man sie nicht festhalten. wer zu sehr klammert, verliert sie manchmal ganz. wer sein kind in watte unterm bett verstaut wird nicht glücklich. kinder sind wie ein boomerang. man muss einfach fest dran glauben dass sie wieder zurückkommen.

Das Leben mit Kindern ist ein ständiger Abnabelungsprozess. Sobald sie aus dem Bauch heraus sind, werden sie Stück für Stück selbstständiger und selbstbewusster, wollen immer mehr alleine machen. Und das ist auch gut so.
Aber oft weiß ich nicht, ob ich stolz sein soll oder traurig, wenn Ilias wieder mal was "leine make" will....meist bin ich beides :-)
Führung und Erziehung heißt für mich, dass man zum richtigen Zeitpunkt loslassen muss - sei es die Hand beim Laufen, sei es den Löffel beim Essen, sei es den 18jährigen in seine eigene Wohnung. Und - wie auch bei der Hand beim Laufen - schwebt der Arm zu Festhalten halt immer in der Nähe...... ;-)
Ich seh schon, Du hast meine Frage richtig gedeutet und Deine Erfahrung ist vieler anderer Eltern in etwa gleich!!! DH!!! Meine Frage kam auch deshalb, weil in jüngerer Zeit bei uns dieses Thema aktuell war und immer noch ist! Also : Eltern kleinerer Kinder, größerer, pubertierender und letztendlich erwachsener!