Frage von AdeBaerli, 239

Sollen alle Schüler ab Klasse 8 unserer Schule verpflichtet werden, sich für Flüchtlingskinder in einer nahegelegenden Einrichtungen zu engagieren?

Hallo, ich muss mich in Deutsch auf eine Debatte vorbereiten und brauche unbedingt ganz viele Pros und Contras. Schreibt am besten ALLES, was euch dazu einfällt (Fakten, Umfragen, Meinungen, usw.) Danke schonmal...

Antwort
von Steffile, 162

Schueler sollten allgemein verpflichtet werden, sich sozial einzusetzen, das brauchen nicht nur Fluechtlingseinrichtungen sein, sondern koennen z.B. Spendenaktionen oder Mithilfe in einem Obdachlosenheim sein. Das ganze aber nicht spontan sondern als Teil eines Unterrichts, der sie darauf vorbereitet und sie ermutigt sich in Gruppen ihr Projekt auszuwaehlen.

In meinen Augen ist das noch eine Fähigkeit (neben Fähigkeiten, die aufs Berufstätigsein vorbereiten) die Kinder lernen sollten, um ein aktiver Teil ihrer Gemeinschaft zu werden.
 

Antwort
von Tragosso, 115

Verpflichtet werden ist grundsätzlich nie gut und führt sicherlich nicht dazu, dass man es gern tut oder, weil man es will. Außerdem wird einem eine Haltung aufgezwungen, was ich persönlich nicht richtig finde. Dazu kommt, nicht jeder kann gut mit Menschen umgehen oder will zusätzlichen Kontakt zu anderen Menschen.

Antwort
von Goodnight, 106

Nein dazu kann man niemanden zwingen, das wäre nicht sinnvoll. Immerhin setzt man Schüler Situationen aus, die sie unter Umständen nicht bewältigen können.

Kommentar von LydiaDaniM ,

Viel zu gefährlich. Überhaupt für Mädchen.

Kommentar von marylinjackson ,

Das stimmt, sogar auch hormonell.

Antwort
von oa815, 118

Hey, was mir da spontan einfällt,

Con:
z.B.
-nicht jeder kann mit Menschen umgehen (zu schüchtern oder unsozial)
-Nicht jeder hat zeit dafür (Schüler-Job, Zuhause mit helfen, Haustiere,)

Pro:
z.B.
- man kann neue Menschen und Geschichten kennen lernen
-man lernt vielleicht eine neue Sprache oder kann sein English mit ihnen aufbessern

Aber um ehrlich zu sein, es muss jeder für sich entscheiden ob er sich engagieren oder nicht. Das ist ja schließlich auch freiwillig und niemand sollte gezwungen werden, da dies wahrscheinlich nur schlechte Laune dort verbreiten würde, wenn so ein Griesgram reinkommt mit nem Gesicht wie 7TageRegenWetter.

LG :)

Antwort
von suziesext04, 91

nein. Schüler, die so gute Noten haben, dass sie viel Freizeit haben, die können selber entscheiden, ob und wie sie sich sozial engagieren. zb für deutsche obdachlose Jugendliche in Grosstädten.

Schüler, die nicht so gut sind in der Schule, sollen ihre Aufgaben machen und sich engagieren dafür, dass sie besser werden.

Aber einfach die Grenzen aufmachen und Millionen Einwanderer reinlassen und dann die Bevölkerung moralisch oder juristisch zu zwingen, die Probleme vor ihrer Haustür zu lösen, die ihr die Regierung hingekippt hat, das find ich sehr unverschämt.

Hat Schulen gegeben, da sollten die Schüler den Einwanderern sogar die Betten machen und beim Saubermachen helfen. Da sollten eigentlich die Eltern Sturmlaufen gegen. Können die jungen Moslems nicht ihre Betten selber machen und ihre Unterkünfte sauber halten und all sowas?

Kommentar von waldfrosch64 ,

Ich sage nur Dhimmithude ...wir üben die nächste Generation schon mal ein ...

Antwort
von marylinjackson, 72

Schon lange vor der Flüchtlingskrise gab und gibt es nach dem Schulabschluss die Möglichkeit, ein freiwilliges Jahr in einer sozialen Einrichtung abzuleisten.

Die Überlegungen, warum das eine Möglichkeit sein kann, soziales Verhalten zu praktizieren, sind heute die gleichen und werden von jedem Jugendlichen aus ganz persönlichen Gründen getroffen..

Diese sollten ohne Druck und Zwang durch die Lehrerschaft, der Kirche und der öffentlichen Meinung erfolgen.

Durch Debatten wirst Du aber keinen überzeugen. 

Außerdem werden viele nicht wagen, ihre Meinung zu äußern.

Schau mal auf das Beispiel, dass unsere Politiker sich mit der AfD nicht einer Debatte stellen wollen.

Kommentar von Gugu77 ,

"Durch Debatten wirst Du aber keinen überzeugen."

Ich stimme deiner Meinung zu. Die Debatten im Schulunterricht haben in Deutsch oder Sowi einen anderen Zweck. Es ist eine Methodik, um verschiedene Standpunkte zu zeigen und das Reden,Argumentieren zu erlernen.

Das ist wie ein Spiel und deshalb trauen sich die Schüler durchaus ihre Meinung zu sagen, da sie dabei in eine Rolle schlüpfen.´

Kommentar von suziesext04 ,

@gugu77 - seh ich nicht ganz so; solche Aktionen sind kein Rhetorikkurs oder Training für den deutschen Besinnungsaufsatz. da wird massiv moralischer Druck ausgeübt auf deutsche Schüler, diese Einwanderungspolitik als was ganz edles und menschliches zu verinnerlichen und das ist nicht nur nicht korrekt, müssten die Eltern sturmlaufen gegen so ne Dressur.

Kommentar von Gugu77 ,

Du unterstellt dem Lehrer hier etwas, was du nicht beurteilen kannst...

Das hängt von der Durchführung ab. Als Lehrkraft muss man bei kontroversen Themen ein Feeling haben, welche Frage man zur Debatte stellt, wo man interveniert und wo nicht (auch was den Wortschatz anbetrifft). Ich finde im Übrigen auch, dass solche Themen in der Sekundarstufe 1 schwer durchzuführen sind, da die Schüler da nocht nicht reif genug  sind und ja: manche trauen sich nicht, andere trauen sich zu viel und viele plappern etwas nach.

Ich  habe schon selbst Debatten zu sensiblen Themen durchgeführt und dazu angehalten, Meinungen zu äußern, aber bitte mit fundierter Begründung. Wer "Flüchtlinge raus" sagt, aber ohne Begründung, hat den Sinn einer Diskussion oder Debatte nicht begriffen und wird von seinem Gegenüber nicht ernstgenommen. Das sieht man im Übrigen sehr gut auf diesem Forum oder in einschlägigen Talkshows.

Debatte ist eine übliche Methode, die dazu führen soll, eigene Meinungen mittels schlüssiger  Argumente zu begründen. Wenn nun ein Schüler mit guter und schlüssiger Argumentation beschreibt, dass er dagegen ist, dann ist das in Ordnung.  Ergebnisse werden  idR .nicht vorgegeben.

Dann könnte man gleich Frontalunterricht machen und "Contra" streichen.

Die Frage finde ich im Übrigen überhaupt nicht so kontrovers und gut zu meistern- ohne, dass irgendetwas aus dem Ufer läuft.

Warum soll man so etwas nicht im Unterricht thematisieren  und die Schüler zum nachdenken anregen als auch beide Seiten kennenlernen lassen?







Kommentar von marylinjackson ,

Die Lehrkraft soll also ein Feeling haben, wie die Debatte zu führen ist. Der Lehrer als Moderator, der auch auf den Wortschatz achtet. Das soll eine freie Diskussion werden?

Nein, es ist eine bewusste Lenkung im Sinne der Lehrkraft. Und sie geschieht ebenso unauffällig wie penetrant.

 In guter Erinnerung ist das sozialistische Schulsystem mit der fortwährenden Indoktrination des Klassenstandpunkts. Der Frontalunterricht war damals üblich, hatte methodisch aber keinen Einfluss auf die Diskussion. Jede Kritik an vorgegebenen Themen ging sofort nach "hinten" los.

Heute ist das nicht anders. 

Oder ist Dein "Wer Flüchtlinge raus sagt, aber ohne Begründung, wird nicht ernst genommen."

was anderes als

wer Flüchtling ohne Begründung "Willkommen" sagt?

Antwort
von ManuViernheim, 55

Man sollte die Schüler nicht zwingen in einer Flüchtlingunterkunft zu helfen.

In erster Linie sollen die Schüler für die Schule lernen.

Es wäre vielleicht sinnvoll, Schüler in einem Pflegeheim , 2 bis 3 Stunden in der Woche arbeiten zu lassen. Freiwillig.


Antwort
von Gugu77, 76

Die Frage wurde schon einmal von einem Schüler gestellt:

https://www.gutefrage.net/frage/fluechtlingshilfe-ab-8-klasse?foundIn=list-answe...


Ich bin der Meinung, dass eine Verpflichtung Minderjähriger zur Flüchtlingsunterstützung innerhalb der Schulzeit nicht durchzusetzbar ist.
Die praktischen Hindernisse nenne ich ich und andere user in den Antworten aus dem Link. Das zu Contra.

Pro: Soziale Verantwortung in der Praxis lernen

Antwort
von Georg63, 89

Nicht verpflichtet, sondern überzeugt ....

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