biozitrone am 21.10.2007 um 19:16 Uhr
mein kind möchte seinen namen schreiben. im kindergarten sagte man mir ich soll nur großbuchstaben verwenden. der kinderarzt meint ich solle gleich groß- und kleinbuchstaben verwenden, da dies in der schule später auch so gehandhabt wird. kann mir jemand helfen?

Unsere Jungs haben jeweils im Kindergarten mit Großbuchstaben begonnen die Namen zu schreiben. Das hat erst mal gereicht und in der Schule gab es auch keine Umstellungsprobleme.

Es reicht vollkommen wenn ein 4jähriges Kind seinen Namen in Großbuchstaben schreiben kann. Alles andere lernt es dann in der Schule.

Der Arzt hat keine pädagogische Ausbildung. Ich würde das tun, was der Kindergarten empfiehlt.

Zeig Ihm den Namen einmal grossgeschrieben und einmal "richtig". Dann soll es doch entscheiden, was es schöner findet und dann das lernen. Wobei Grossschreibung wohl einfacher zu handhaben ist für ein junges Menschenkind.

Ich habe bei meinem Sohn damals auch festgestellt,dass er im Kindergartenalter besser mit den Großbuchstaben zurechtkam.
Das geht beides. Manche Kinder nehmen es hin, dass es Groß- und Kleinbuchstaben gibt, andere haben es schwerer. Wenn die kleinen Buchstaben zu schwierig sind, arbeitest du von ganz allein erst mal nur mit den großen. Fehler kann man da wenige machen. Die Kinder holen sich ganz allein, was sie wissen wollen. Es gibt Kinder, die schon mit 3 Jahren dauernd nach Buchstaben fragen und dann mit 4 Jahren lesen können. Für andere ist es selbst im Schulalter schwer, dafür können sie schon mit 3 Fahrrad fahren.
Ich würde ihm seinen Namen mit beiden Schreibweisen zeigen und ihn dann entscheiden lassen, welche Schreibweise er wählen möchte. Ich würde schon anmerken, daß es Groß- und Kleinbuchstaben gibt, daß Erwachsene mit kleinen Buchstaben schreiben, aber daß es ganz okay ist, wenn er nur große Buchstaben schreiben möchte. Die Umstellung später in der Schule dürfte überhaupt kein Problem sein.

Ich finde toll, wenn das Kind mit 4 überhaupt schreiben kann. Groß- oder Kleinbuchstaben - das finde ich völlig nebensächlich.

Meine 4 Kinder haben ihren Namen immer zuerst in großen Druckbuchstaben gelernt.Ich denke, das reicht völlig aus.
Noch ist mit 4 die optische Differenzierung (Wahrnehmumg)zwischen den großen und kleinen Buchstben nicht wirklich angelegt. Ein kleiner Buchstabe wird beim Schreiben dann auch mindestens so groß wie der große Buchstabe. Lieber erst die "GROSSEN".

Ich erinnere mich an meinen ersten Schultag und die Enttäuschung, als uns die Lehrerin als erstes das kleine "a" zeigte. Ich hatte vor der Schule gelernt, dass dieser Laut "A" geschrieben wird, und war stolz auf mein Wissen gewesen. Und jetzt war plötzlich alles falsch, was ich gelernt hatte. Für mich wäre es schöner gewesen, wenn ich gewusst hätte, dass es zwei Formen gibt, und noch schöner, wenn ich gewusst hätte, dass die runde Form der Kleinbuchstaben aus der geraden Form der Großbuchstaben entstanden ist - durch schnelleres Schreiben. Mehr über die Entstehung der Kleinbuchstaben mit Bildbeispielen steht in meinem e-Book mit Birkenbihl "Das Falschschreib-Spiel fonetix", der Text "Das Warum des Schriftbilds" ist als PDF-Datei kostenlos hier herunterzuladen: http://www.google.de/search?q=fonetix+4 Es lohnt sich schon, wenn die Eltern ihrem Kind ein bisschen genauer erklären können, wie und warum unsere Schrift gerade so aussieht und nicht anders. Das WARUM ist ja die größte und brennendste Frage aller Kinder, da es hilft, die Welt einzuordnen und im Gedächtnis zu verankern. Jan

Wenn, dann gleich richtig, wenn man mit dem eigenem Namen die Alfabetisierung beginnen möchte. Ansonsten ist es mit Großbuchstaben auch OK.