Meine Freundin hat 2 Kinder im Alter von 10 und 12 Jahren. Nun hat ihr Mann plötzlich die Diagnose Krebs bekommen. Zwar gibt es noch Heilungschancen aber sie fragte mich um Rat, ob sie bereits den Kindern davon erzählen soll? Was meint ihr?

Früher oder später wirst du es ihnen erzählen müssen. Wenn der Vater die Behandlung beginnt, werden sie seinen Zustand auch äußerlich sehen (bei Chemotherapie und Bestrahlung Haarausfall, Schwäche). Und dann wird auch der Vater das Verständnis seiner Kinder gebrauchen. Ich finde, im Alter von 11 und 12 ist man reif genug, um damit umgehen zu können. Nichts ist schlimmer, als wenn die Kinder denken, dass man ihnen Wichtiges verschweigt.
Auf jeden Fall - lasst euch ttips geben, wie man da am besten vorgeht (Kinderarzt, Arzt, Beratungsstelle, Selbsthilfegruppe )
Würde dann auch noch den Klassenlehrer mit einbeziehen damit bei allen Fragen der Kinder der Lehrer sich darauf vorbereiten kann. Sonst Mit Kinderarzt sprechen wie man das altersgerecht am besten machen kann.Alles Gute euch 4

Sie bekommen es sowieso mit. Ich würde ihnen erzählen, was los ist und wieso es dem Vater vielleicht so schlecht geht.
Ich würde es ihnen erzählen, denn sie sind in einem Alter, in dem man solche Zusammenhänge schon gut erklären kann und in dem sie schon selbst nachfragen.
Wenn sie es nicht erzählt, kann es sein, dass sie nachher bittere Vorwürfe bekommt, dass sie es nicht erzählt hat.
Denn Kinder müssen sich auch auf eine Situiation einstellen können uns ggf. mit ihrem Verhalten Rücksicht auf den kranken Vater nehmen können.

Sie sollte es erzählen, aber bite nicht dramatisieren. Zum einen gibt es genügend Beispiele von Krebs der geheilt wurde, zum anderen darf man den Ärzten auch nicht alles glauben. Als ich 8 Jahre alt war wurde mein Vater chronisch krank, die Ärzte gaben ihm noch 2 Jahre zu leben. In Wirklichkeit hat er noch 18 Jahre lang gelebt. Also nicht panisch werden.
wj2000 am 10. September 2007 12:15 Habe es am eigenen Leib erlebt und gut überstanden. Bin der gleichen Meinung wie du!!
Ich würde ihnen zumindest erzählen, dass der Vater krank ist und sich darum vielleicht anders verhält als sonst. Was genau würde ich erst später erzählen. Sie können damit noch nicht viel anfangen und denken höchstens an den schlimmsten Fall. Und solanger der nicht sicher ist, würde ich sie schonen.
Das ist ein sehr heikles Thema. Ich würde die Kinder erst informieren, wenn es dem Vater wirklich schlechter geht. Am besten ist es sogar, wenn der erkrankte Vater seine Kinder von seiner Erkrankung direkt informiert!

Di kids werden doch früher oder später mit diesem Thema konfrontiert. Also ist es besser, es so zu machen, wie es einem selbst und den Kindern besser bekommt.