In Berlin - Pankow hat das Bezirks- Gesundheitsamt jetzt eine Liste mit Gastronomiebetrieben herausgegeben, die bei Kontrollen in den Küchen bei der Hygiene und dem Einsatz leicht verderblicher Waren mehrfach unangenehm aufgefallen sind. Wie ist Eure Meinung dazu ?
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Zur Info hier ein Link zu den Original Schwarzen Listen beim Veterinär- und Lebensmittelaufsichtsamt Pankow (Berlin):

:Dlol

Für die Gäste ist das eine klasse Sache, aber danach kann der Laden dicht machen. Da wird nie wieder jemand hingehen.


Lena101 am 4. März 2009 00:41 Natürlich nicht bei kleinen Mängeln, das wäre tödlich für das Lokal. Aber bei gravierender Unsauberkeit, die nicht sofort behoben wird, sollte die Öffentlichkeit beschützt werden.

In Berlin kriegt jeder nochmal eine Chance, meiner Erfahrung nach :-)). Wenn die Kneipe dies und das billig anbietet, kommen trotzdem Gäste, ganz bestimmt. Vorsichtigere Kunden bestellen dann eben nur Abgepacktes, Eingedostes. Ich persönlich finde es wichtig, als Gast informiert zu sein, ob ich von dem angebotenen Essen krank werden kann oder nicht - dann kann ich selbst entscheiden, ob ich das will. Verdorbene Nahrungsmittel anzubieten ist Betrug - und ich finde das ätzend! Die betreffende Gaststätte kriegt mit der Liste einen auf die Finger und kann sich, wie Du sagst, verbessern. Ist doch gut.
Natürlich müßte so etwas veröffentlicht werden. Schließlich bezahlt man im Restaurant sein schwer verdientes Geld und möchte ja ein Erlebnis haben. Man geht ja nicht jeden Tag ins Restaurant. Und da sollte man schon die Sicherheit bekommen, daß man sein Essen in hygienisch, einwandfreiem Zustand erhält. Ich habe selbst Koch gelernt und bin der Meinung, daß einige Gastwirte schon längst im Gefängnis sein müßten.
Schlimm, daß kein Sachkundenachweis mehr für denjenigen erforderlich ist, der eine Gastwirtschaft eröffnen will. Ein gelernter Gastronom würde sicher nicht so tief sinken.
und weil der Gast Informationsrecht hat...

Aber nicht nur in Deutschland, sondern überall!!!

Wenn es wirklich schlimm ist, dann schließen.
Alles andere ist ein öffentlicher Pranger, den haben wir doch abgeschafft?

Manchmal will man gar nicht wissen, warum der Putensalat bei ...... so lecker schmeckt und was das für knusprige Körnchen sind...
Von daher: solange man davon nicht schwallartigen Durchfall bekommt, gilt die Devise: was einen nicht umbringt, macht einen härter plus Dreck reinigt den Magen


Wenn mir der Laden zu schmierig vorkommt, esse ich da eben nicht....hat früher auch nie ein Hahn gekräht...und gestorben sind die _wenigsten in Restaurant...


fande das nicht schlecht, wenn es solche listen gäbe, dann würden sich im vorfeld wahrscheinlich mehr gaststätten um sauberkeit und qualität bemühen um erst garnicht auf sowas zu erscheinen...

keinen Pranger, entweder es ist so schlimm, das geschlossen werden muss, oder nichts.



das ist Rufmord für mich...
genau so wie die Seite mit der angeblichen nachbarschaft, wo jeder jeden anschwärzen kann..
ich meine für die Gäste ist es super aber wieviele Gäste sehen realistisch was bemängelt wurde?? sind es kleinigkeiten die regelmäßig bemängelt werden, heißt es ja nicht das es gesundheitsschädlich ist und der Laden ist am Ende! also denke da werden sich die meinungen streiten

eine schande für die ,die echt top sind.es fällt auf ca 30% der GUTEN zurück..solche "unternehmer" sollte man gleich vom markt entfernen.
freesengeist am 4. März 2009 00:45 Dann müssten auch jede Menge Kankenhäuser und Arztpraxen dichtmachen...die Sicherheit der Patienten hat Vorrang...In Gaststätten Sterben weniger Menschen an Vergiftungen, als in Krankenhäusern an Bakterien:-)
KerstinLisa am 4. März 2009 00:54 richtig,da ist es wichtger.mein sohn lag auf der infektionsstation.(ist in einen rostigen nagel getreten,-op-)sein verband an der hand(zugang für kanyle?) sah aus ,als hätte er das kkh gebohnert.aber es gibt schon häftige geschäfte die weg gehören zum schutz für uns alle.

In Berlin konnten Gaststätten sich freiwillig kontrollieren lassen. Wer besonders sauber arbeitet sollte zur Belohnung eine Auszeichnung bekommen.
Das mit "mehrfach aufgefallen" ist auch nicht richtig, teilweise sind die nur einmal kontrolliert worden.
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Jetzt gehen die her und drücken denen den Stempel auf, bei denen was bemängelt wurde (wohl gemerkt nicht genug um sie dicht zu machen!).
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Das bedeutet diejenigen, die gehofft haben, dass sie daraus eventuell wertvolle Hinweise ziehen können, wie sie die Sauberkeit erhöhen können, werden jetzt an den Pranger gestellt.
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Ich bin dagegen bei etwas Freiwilligem Negativreaktionen auszulösen. Es hilft ja niemandem was, wenn die da nicht mit machen, weil sie Angst vor der Veröffentlichung haben. So weiß das Amt Bescheid und wirft ein Auge auf die "schwarzen Schafe" und das ganze kann zum Wohle aller geklärt werden. Hätten die nicht mitgemacht, wüsste keiner was. Wer wird in Zukunft dabei mitmachen? Richtig. Keiner der sich nicht zu 100% sicher ist, dass alles Tip Top ist. Die schwarzen Schafe fallen nicht mehr auf und keiner Kontrolliert. Toller Erfolg!
heinmueck am 4. März 2009 00:55 Die Gaststätten, die auf der Negativliste in Berlin Pankow stehen, sind nicht auf die Liste gekommen, weil sie im Rahmen des "Smiley Projekts" einen "Lob beantragt" haben. Vielmehr handelt es sich um schmutzige Betriebe, die im Rahmen der üblichen Kontrollen aufgefallen sind. Diese Kontrollen finden unangemeldet und unangefordert statt.
Webaholic am 4. März 2009 01:12 Entweder ein Betrieb ist so schmutzig, dass man ihn nicht dulden kann, dann macht man ihn zu, oder er ist es nicht und dann lässt man ihm eine Chance das zu regulieren.
Eine Zwischenstufe kann es für mich nicht geben.
Warum also veröffentlichen, und die Schmuddeligkeit dulden? Doch nur, weil er nicht so schlimm ist, dass man eine Handhabe hätte. Und das bei unseren strengen Vorschriften. Also kanns so schlimm eigentlich nicht sein. Und was die unter "Mangelnder Sauberkeit" verstehen weiß ich nun wirklich nicht. Jedenfalls würden die Küchen bei uns zuhause da reihenweise durchfallen.
Webaholic am 4. März 2009 01:16 Wieso steht dann auf der Negativliste eigentlich oben drüber
"Modellprojekt
Pankower Smiley-System für kontrollierte Betriebshygiene
Negativliste"
?
Wenn das nichts mit dem Smiley Projekt zu tun hat? Und das war freiwillig. Die hätten ja nicht mitmachen müssen.
heinmueck am 4. März 2009 01:54 Im Mittelpunkt des Smiley-Projekts in Berlin-Pankow steht eine Möglichkeit beim Bezirksamt eine Art Belobigungs-Aufkleber für einwandfreie Hygiene zu beantragen. Dann kommen Kontrolleure und es gibt entweder den Aufkleber mit Bescheinigung oder eben nicht. (Wer bei einer solchen selbst beantragten Kontrolle einen Saustall präsentiert, dem ist allerding wohl wirklich nicht zu helfen.)
Unabhängig davon kommen die Kontrolleure aber auch unangekündigt - wie überall in Deutschland sonst auch).
Wenn die Kontrolleure kommen, kann es sein, dass die Verstöße so gravierend sind, dass sofort geschlossen wird. Oder der Wirt bekommt ein paar Stunden zum Saubermachen - die Kontrolleure kommen dann zur Nachkontrolle wieder. Die Schmuddeligkeit wird also nicht toleriert.
Diese lobenswerte Intoleranz der Behörde wird nun zusätzlich auch noch veröffentlicht.
"Mangelnde Sauberkeit" wird zwar nicht auf der Schwarzen Liste genau erläutert, ich persönlich habe aber Vertrauen in die von der Behörde beschäftigten Mitarbeiter, die vor Ort dieses beurteilen. Es handelt sich mit Sicherheit nicht um Laien.
Es ist also nicht so, dass auf der Liste Betriebe erscheinen, gegen die die Aufsichtsbehörde "keine Handhabe hätte". Die Behörde ergreift ja Maßnahmen und teilt außerdem ihre Beobachtungen nun auch ihren Auftraggebern (uns Bürgern) mit. Das finde ich gut.
Hinter dem Link gibt es noch weitere Infos vom Bezirksamt Pankow:
http://www.berlin.de/ba-pankow/verwaltung/ordnung/smiley.html
Webaholic am 4. März 2009 12:55 Wie gesagt: Entweder es ist so schlimm, dass man den Betrieb zumachen muss oder eben nicht. Wenn man ihn nicht zumachen muss, muss man aber auch nicht dafür sorgen, dass keine Gäste mehr kommen. Dann hätte man ihn auch zumachen können.
Dass Kontrollen AUCH ansonsten durchgeführt werden ist klar. Davon ne Liste würde mich auch nicht stören. Aber hier geht es explizit um die freiwilligen Kontrollen. Und da versteh ichs einfach nicht. Ist doch alle mal besser eine freiwillige Kontrolle sorgt dafür, dass sich die Umstände ändern, als es wird garkeine durchgeführt und es passiert dadurch eventuell erst wesentlich später was.
Danke und D H für die ausführliche Äußerung !


So ein Schuss vor den Bug schadet nicht, dann geben sie sich hoffendlich mehr Mühe.



Danke für die Ergänzung.
"Modellprojekt
Pankower Smiley-System für kontrollierte Betriebshygiene Negativliste"
soll heißen da stehen nur die Betriebe drauf, die bei dem Smiley Projekt mitgemacht haben. Die anderen nicht.
Da frag ich mich, wie es bei denen ausschaut, die da noch mitgemacht haben.
Und ich frag nochmal: Warum sollte man die Betreiber davon abschrecken sich Kontrollieren zu lassen, indem man es öffentlich macht?
Entweder der Betrieb ist nicht tragbar, dann dichtmachen, oder er ist es und dann sollte man denen ne Chance einräumen sich zu bessern.
Das ist ein Missvertändnis. Die Restaurant und Kneipen von der Liste wurden unfreiwillig kontrolliert. Und die Lokale, bei denen nur geringe Verstöße gegen Hygienevorschriften festgestellt wurden, bleiben anonym, erscheinen gar nicht auf der Liste. Ich weiß gar nicht was man gegen Transparenz haben kann.
"Noch ist der Smiley ein Versuch, der auf freiwilliger Basis und in kleinem Rahmen läuft." => Steh ich auf dem Schlauch oder hat die Negativliste nix mit dem Smiley-Ding zu tun und wurde versehentlich so betitelt?
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Was ich gegen Transparenz in diesem Fall habe ist, dass ein freiwilliges Projekt dazu verwendet wird, eine negativ Liste aufzustellen. Eine Liste von Betrieben, die sich freiwillig gemeldet haben - es hätte vermutlich wesentlich länger gedauert, bis sich an den Zuständen etwas geändert hätte, hätten die nicht mitgemacht. Nun werden andere Unternehmen aber verschreckt und wollen nicht mitmachen, weil sie eine negative Veröffentlichung fürchten. Soll heißen bei denen wird das später entdeckt und es wird erst später was dagegen unternommen. Und bis dahin gibts dort die Hygienemängel immer noch. Das stört mich. Die behindern ihre eigene Arbeit mit der Veröffentlichung.
@Webaholic: Der Kern ihrer Kritik an der Negativliste dreht sich offensichtlich darum, dass Ihrer Meinung nach auf diese Liste nur Betriebe gelangen können, die sich um eine "Belobigung" beworben haben und deswegen von Kontrolleuren besucht wurden.
Diese Annahme ist nicht richtig. Die Behörde kontrolliert unabhängig von der "Belobigungs-Aktion".
Ich würde nicht behaupten, dass Sie auf dem Schlauch stehen, aber ein wenig voreilig ist die Kritik schon. Weil das Thema ein heißes Eisen zu sein scheint würde ich empfehlen die Behörde anzurufen um konkrete Antworten aus Erster Hand zu erhalten.
Fragevorschläge:
Stehen auf der Negativliste nur Betriebe, die sich um einen Smiley-Aufkleber beworben haben oder auch andere?
Was versteht ihre Behörde unter "Mangelnder Sauberkeit"?
Welche Qualifikation haben die Mitarbeiter der Behörde, die in den Betrieben kontrollieren?
usw.
Adresse, Telefonnummer und E-Mailadresse:
Veterinär- und Lebensmittelaufsicht
Fröbelstr. 17
10405 Berlin - Prenzlauer Berg
Tel.: 030 90295-5130
vetleb@ba-pankow.verwalt-berlin.de
Viel Erfolg bei der Recherche.