Stimmt die Behauptung, dass wenn man innerhalb kurzer Zeit (z.B. eine Stunde) ein Licht mehrmals ein/ausschaltet, dass das mehr Strom verbraucht als wenn man es die ganze Zeit anlässt? Und wenn ja, gilt das für alle Arten von Lampen/Leuchtmittel?
Die Behauptung hält sich ziemlich hartnäckig, teilweise mit dem Gerücht verbunden, in Hochhäusern gäb es keine Lichtschalter mehr, da es billiger sei die Lampen die ganze Nacht durchbrennen zu lassen.
Wahr ist: Lampen brauchen kurz nach dem einschalten mehr Strom als im normalen Betrieb.
Auch wahr ist: Dieser Mehrverbrauch wird schon durch relativ kurze Ausschaltzeiten (in denen ja kein Strom verbraucht wird) ausgeglichen. Wenn ich die Werte richtig im Kopf habe, liegt die Zeitspanne, ab der es sich lohnt eine Lampe auszuschalten bei Glühbirnen unter einer Sekunde, bei Leuchtstoffröhren und Energiesparlampen irgendwo zwischen 10 und 30 Sekunden. Es lohnt sich also, die Lampen auszuschalten, auch wenn man nur relativ kurz den Raum verlässt.
Was wohl zu dem Gerücht beigetragen hat, ist die Problematik bei alten Energiesparlampen, dass sie nur wenig Ein-/Ausschaltvorgänge mitgemacht haben. Neue Energiesparlampen sind da aber wesentlich unemfindlicher.

Nein. Der Einschaltstrom kann nur unter Umständen beim Neu-Einschalten bis zu siebenmal so hoch werden wie normal (deshalb brennen die Lampen meist beim Einschalten durch). Isgesamt ist der Verbrauch ein lineare Funktion über die Zeit.

Wenn Du die Lampen alle paar Minuten anschaltest, dann verbrauchst Du mehr Strom, bei einer Stunde lohnt sich das Ausschalten schon.
Allerdings sollte man die sogenannten Enertgiesparlampen möglichst selten an- und ausschalten, weil das sonst die Lebensdauer reduziert.

Siehe meine Antwort bei http://www.gutefrage.net/frage/wie-hoch-ist-der-stromverbrauch-beim-anschalten-e...