Frage von AlexanderM95, 198

Soll Inkassokosten in Höhe des zu schuldenden Betrags bezahlen?

Ich habe anfang des Jahres etwas bei Douglas gekauft und mein Konto war nicht gedeckt. Soweit so gut. Mitte Februar wollte ich bezahlen woraufhin mir mitgeteilt worden ist das diese Zahlung nicht mehr in Händen Douglas liegt sondern an ein Inkassobüro weiter geleitet worden ist. Der offene Betrag beläuft sich auf 63,98€. Das Inkassobüro möchte das ich 127,86€ bezahle. Also das doppelte, quasi. Den ersten Teil, sprich die Kosten von Douglas habe ich natürlich gezahlt. Diesen Monat sollte der 2. Teil abgezahlt werden, was ich aber nicht tat. Gestern kam schon eine Mahnung da ich am 15. nichts überwiesen habe. Meine Frage ist ob überhaupt eine Inkassogebühr in höhe von 100% rechtens ist. Kann mir da jemand helfen

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Antwort
von franneck1989, 112

An wen hast du die Teilzahlung geleistet? Hast du angegeben dass das zur Verrechnung mit der Hauptforderung gedacht ist?

Beachte bitte, dass douglas Anspruch auf die Rücklastschriftkosten und bis zu 2,50 pro Brief hat. Dies musst du eventuell noch nachholen.

Die Inkassogebühren kannst du zurückweisen, die sind nicht durchsetzbar

Kommentar von AlexanderM95 ,

Ich habe nur die Zahlung und meinen Namen als Verwendungszweck eingetragen.

Die Briefkosten habe ich nicht mit einberechnet.

Die sollen sie aber von mir aus auch ruhig bekommen.


Mich wurmt da eher die große Inkassovogebühr.

Kommentar von franneck1989 ,

In diesem Fall wird natürlich das Inkassobüro die Zahlung mit den eigenen Gebühren verrechnen (§367 BGB). Die Hauptforderung bleibt offen und damit hast du ein Problem.

Lösung: Teile dem Inkasso schriftlich mit, dass du eine Verrechnung mit der Hauptforderung wünscht und die Gebühren nicht anerkennst. Dann überweist du anschließend noch gerundet 10,-, im Verwendungszweck dann bitte "Zinsen, Mahnpauschale und Rücklastschriftkosten" angeben.

Kommentar von AlexanderM95 ,

Ist das überhaupt noch durchsetzungsfähig oder muss ich auf die Güte des Inkassobüro hoffen, dass die sagen, dass sie eine Verrechnung mit der Hauptforderung zulassen?

Kommentar von Xipolis ,

Du schickst Dein Verrechnungseinschreiben sofort raus (Einwurf für 2,85 € Porto reicht). 

Kommentar von mepeisen ,

Das hat mit Güte nichts zu tun. Du kannst und darfst die Verrechnung bestimmen. Und wenn der Gläubiger das nicht akzeptiert, muss er dir das Geld zurückzahlen. So einfach ist das. Natürlich behalten die das Geld.

Antwort
von EXInkassoMA, 113

Gibt mal die einzelnen Positionen (gerunder)

Zahlung ging an Douglas? 

Was im Verwendungszweck eingetragen? 

Kommentar von AlexanderM95 ,

Nein Zahlung ging an das Inkassobüro. Douglas meinte zu mir das die Schulden jetzt nicht mehr an sie gezahlt werden können weil sie den Fall an das Inkassobüro abgegeben hätten.

Kommentar von EXInkassoMA ,

geh vor wie von frannek empfohlen 

Brief ans Inkasso wg der Verrechnung per einschreiben. !!!

Ich schicke dir heute Abend noch einen Link als pn

Antwort
von suziesext06, 110

nein, damit kommen sie sicher nicht durch. Sie könnten dir ne Mahngebühr evt aufdrücken, aber keinesfalls in so ner.

Widersprich dieser Inkassoforderung schriftlich (EinschreibenI), sowohl bei Douglas als auch dem Inkassobüro. Geh zur Verbraucherzentrale und versuch, sie für so ne sittenwidrige Forderung zu interessieren, ansonsten geh zum Anwalt (Rechtsberatung), evt gibts bei euch im Rathaus nen kostenlosen Anwalts-Dienst, so wie bei uns Berlin.

Antwort
von geheim007b, 59

Es werden nicht nur Inkassogebühren drin sein sondern auc vermutlich Rücklastschriftkosten, Adressermittlung (falls du mit EC Karte gezahlt  und nicht online bestellt hast). Da können auch mal 25€ allein dafür zusammen kommen.

Warum hast du dir über einen Monat zeitgelassen mit der Zahlung ohne Douglas wenigstens bescheid zu geben falls du nicht zahlen konnntest?

Antwort
von EXInkassoMA, 67

Waren in den 63,98 eigentlich bereits Gebühren enthalten ?

Handelte es sich hierbei um einen Lastschriftrückläufer ?

Liste mal auf

Kommentar von AlexanderM95 ,

Produktkosten: 63,98

Lastschriftrückläufer waren nur ein paar Euro. Ich habe die Papiere grade nicht in der Nähe.

Das war es eigentlich schon.

Die Rückläufig habe ich nichtmal dazu gezählt. Wegen den paar Euros, Die können die ja gerne bekommen.

Schließlich habe ich ja nen Fehler gemacht.

Der Rest sind eben diese enormen Inkassokosten.

Ich schicke noch ein Bild hier rein.

Vielleicht lässt das ja was aus sich schließen.

Kommentar von Xipolis ,

Also war es eine Online-Bestellung und keine EC-Karten-Zahlung, oder?

Kommentar von AlexanderM95 ,

Es war eine Online-Bestellung mit Lastschrift (Sparkassen/EC-Karte Abzug). 

Kommentar von Xipolis ,

OK, denn dann können auch keine Adressen-Ermittlungskosten anfallen.

Kommentar von EXInkassoMA ,

Also ich würde noch einen 20 er nachschieben

Einschreiben

"...Sehr geehrtes Inkassobüro, die von mir am xx.xx 2016 getätigte Zahlung von xx € ist zweckgebunden zur expl Verrechnung mit der Hauptforderung. Ist Ihr Auftraggeber mit der von mir vorgegebenen Verrechnung nicht einverstanden erwarte ich gem BGB § 367.2 Retournierung der Summe.Ich habe heute eine weitere Überweisung von 20 € veranlasst Zweckgebunden zur Verrechnung mit Verzugskosten ...."


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