Frage von maria0pfillipe, 118

Soll ich schwangere Freundin von meinem Sohn zu uns holen?

Die Freundin von meinem 17 jährigen Sohn ist schwanger. Die beiden haben zwar immer Verhütet aber laut seiner Aussage ist einmal das Kondom geplatzt. Nach langen Gesprächen haben die beiden sich dafür entschieden das Kind zu bekommen. Allerdings können ihre Eltern diese Entscheidung nicht akzeptieren und bedrängen ihre Tochter abzutreiben. Mir tut das Mädchen sehr leid und ich möchte nicht das sie etwas macht was sie später bereut. Ich spiele mit dem Gedanken sie zu uns zu holen. Dann würden wir das Zimmer mit Bettchen und Wickeltisch ausstatten. Allerdings habe ich außer meinem großen Sohn noch 2 andere Kinder (w14,m8) Mit dem kleinen haben wir auch noch häufiger einige Probleme. Ich weiß nicht wie das erstmal werden soll wenn hier noch ein Teenager wohnt und dann irgendwann ein Baby.

Ich bin hin und her gerissen. Habt ihr einen Rat?

Antwort
von emily2001, 20

Hallo,

es ist sehr großzügig und schön, daß du das Mädchen zu dir holen willst.

Es wäre eigentlich eine vorübergehende Lösung... Die Eltern des Mädchens können die ganze Situation nicht einfach ignorieren! Sie sind unterhaltspflichtig! Das Mädchen müsste dann seinen Eltern auf Unterhalt klagen, das kann es machen mit Hilfe eines Anwaltes (Prozeßkostenhilfe ist möglich)

Wenn das Mädchen aus seinem Elternhaus auszieht, dann muß ihm das Kindergeld auf dem Konto ausgezahlt werden, da es nicht mehr bei den Eltern wohnt!

Es ist auch fast sicher, daß die erbösten Eltern, dann das Jugendamt zu euch schickt, wenn das Mädchen bei euch wohnt. Das Jugendamt wird überprüfen, ob die Räumlichkeiten ausreichen, ob alles in Ordnung ist, usw...

Daher wäre es ratsam, daß das Mädchen als erstes zum Jugendamt geht und dort die Situation schildert. Es kann vorerst ALG II bekommen, wenn es bei euch wohnt, wenn das Kind da ist, kann das Jugendamt einen Vorschuß für das Kind leisten, den es sich dann bei eurem Sohn holt, erst wenn er eine feste Anstellung hat. Inzwischen sind die Eltern des Mädchens auch unterhaltspflichtig, vorausgesetzt das Mädchen geht weiter zur Schule oder fängt eine Berufsausbildung an.

Alles will gut organisiert werden und der finanzielle Aspekt sollte nicht aus den Augen verloren gehen!

Für das Mädchen gibt es auch womöglich die Möglichkeit in einer WG für junge Mütter zu wohnen... Wenn die Situation zu Hause für ihn unerträglich wird... Dein Sohn könnte es dort besuchen. Später könnten die beiden in eine Wohnung zusammenziehen, wenn sie sich sicher genug dafür fühlen!

Ihr müßt alle zusammen - aus eurer Familie (wenn die Eltern des Mädchens auch nichts wissen wollen und nicht kommen zur Diskussion) - die verschiedenen Lösungen durchdiskutieren und gemeinsam entscheiden. Das ist dann am besten, weil dann jeder sich für ein gutes Zusammenleben eher verantwortlich fühlen und zeigen wird!

Emmy

Antwort
von DieKatzeMitHut, 45

Wie du schon selbst sagst - auf Dauer ist das ohnehin keine Lösung.

Sinnvoller wäre es, wenn ihr euch auch mal mit ihren Eltern gemeinsam zusammen setzen und über die Situation reden würde - dann kann man auch überlegen, welche realistischen Möglichkeiten für die Zukunft es gibt.

Auch die berufliche Perspektive des Mädchens sollte dabei eine Rolle spielen.

Ausserdem solltet ihr euch externe Hilfe holen - beispielsweise pro familia oder auch Caritas kann in so einer Situation unterstützen und Hilfemöglichkeiten aufzeigen.

Unter Umständen könnte eine Mutter-Kind-Einrichtung sinnvoll sein.

Antwort
von Schuhu, 19

Wäre das Mädchen nicht in einem Mutter-Kind-Heim besser aufgehoben? Dort hätte sie mehr Platz für sich und das Kind, müsste sich nicht zu sehr an deinen Sohn binden (beide sind ja noch sehr jung und wer weiß, ob die Liebe und die Lust die Geburt überstehen) und hätte außerdem fachkundige Unterstützung und Beratung in Sachen Babypflege und Verantwortung für ein so kleines Wesen.

Antwort
von gabritta, 14

Ich verstehe deine Zerrissenheit in dieser Frage.

Natürlich ist es nicht richtig und gut für die werdende Mutter, sich zwangsweise gegen das Kind zu entscheiden und eine Abtreibung vornehmen zu lassen. Sie wird später wahrscheinlich darunter erheblich leiden.

Es gibt Mutter-kind-Heime, die in solchen Fällen vermutlich der richtige Ort für die noch sehr junge Mama und das Baby sein könnten. Derr Kontakt zum Vater wird dort in der Regel gewünscht.

Die Adresse von diesen Einrichtungen errhält das Mädchen (oder auch Sie) vom Jugendamt oder einer Familienberatungsstelle. Der Umzug kann relativ schnell erfolgen, wenn eine Notwendidgkeit besteht.

Ich möchte hier noch ein wenig beruhigen: Bevor ein Abbruch stattfinden kann ist heute zum Glück eine Beratung der Mutter bzw. des werdenden Elternpaares Pflicht. Dort kann das Mädchen dann vielleicht auch ihre Bedenken erzählen und ihre getroffene Entscheidung festigen.

Die Eltern des Mädchens müssen nicht unbedingt dabei sein. Wenn das Mädchen will, kann sie zum Gericht gehen und gerade für diesen Fall eine Beistandschaft beantragen. Dieses kann auch über das örtliche Jugendamt erfolgen. So etwas ist nötig, wenn das Mädchen die ELtern nicht dabei haben möchte, weil sie noch minderjährig ist.

Ihnen wünsche ich viel Mut für ihre eigene Familie und Kraft die anstehenden Probleme zu bewältigen. Es ist sehr schön, dass sie ihrem Sohn und seiner Freundin die Möglichkeit haben einräumen wollen, aber ich glaube sie sehen das ziemlich klar. Ihre eigene Familie würde sehr stark durch diese neue Situation belastet.

Lassen sie die Kinder erstmal andere Wege gehen, halten sie ihnen den Rücken frei und unterstützen sie so gut es geht. Da werden viele Fragen und Probleme kommen, die sie doch durch ihre eigenen Kinder schon kennen und die auch noch nciht so lange her sind, so dass sie sich nch gut daran erinnern können. Geben sie weiter was sie gutes wissen!

Damit helfen sie den werdenden Eltern und ihrem Enkelkind bestimmt mehr,als durch beengte Wohnverhältnisse und aufkommenden Problemen bei sich selber.

Gruß Gabritta

Antwort
von Lichtpflicht, 14

Hast du schon einmal mit deinem Sohn und seiner Freundin darüber gesprochen? Denn die Frage ist ja auch, ob sie das überhaupt wollen würden. Wenn dann in eurem Haushalt 7 Personen leben würden, davon 5 minderjährig, wäre das natürlich ein extrem anstrengender, turbulenter, lauter Zustand, sowohl für euch als auch für die junge Mutter und das Baby.
Kommt auch auf die Größe eurer Wohnung an...

Zumal ein Baby nachts mehrfach laut schreit, und ob alle Familienmitglieder damit gut zurecht kommen würden, ist natürlich die Frage, die mit allen Betroffen gründlich abgeklärt werden müsste. Wie der 8jährige auf das Baby reagiert, ist auch fraglich. Die Eltern des Mädchens haben letztlich
ebenso ein Mitspracherecht, solange sie noch nicht 18 ist.

Vielleicht wäre eine Art betreutes Wohnen für minderjährige Mütter eine bessere Alternative für alle Beteiligten. Schließlich muss das Mädchen auch Eigenständigkeit lernen. Ich rate, die beiden mal zügig zu einer Beratungsstelle zu schicken, zum Beispiel pro familia. Eventuell würde ich auch ein freundliches und neutrales Gespräch mit den Eltern des Mädchens anstreben.



Antwort
von Maverick5959, 3

ich weiss nicht was neuerprimat da vom Stapel lässt und wer ihn zum Sozialarbeiter gemacht hat. Einmischen ist nicht gleich einmischen. Wenn es Mutter und Kind Unterkünfte in der Nähe gibt, sollte sich die werdende Mutter und ihr Sohn darum kümmern dort eine Wohnung oder ein Zimmer zu bekommen. Sie werden dort betreut und auf das Leben mit Kind vorbereitet. Dies wäre in eurem Falle die beste Variante. Man sollte auch nicht die Eltern der Freundin vergessen. Man sollte sich mit allen Beteiligten an einen Tisch setzen um die weiteren Schritte zu erörtern. Das Finanzielle und die Weiterbildung, Schulabschluss etc. dürfen auch nicht in Vergessenheit geraten. Es kommt jedenfalls noch auf Euch allen was zu.

Und ja Herr Sozialarbeiter man sollte sich als Elternteil einmischen und kümmern oder konnten sie selber es schon mit 17 Jahren? Seien Sie doch mal ehrlich, Sozialämter und Jugendamt sind meistens selbst überlastet, passiert ja auch wenig genug, sieht man ja oft genug wie diese Ämter klarkommen. Kümmern sich doch erst, wenn was passiert ist.

Also zu spät.

Mit freundlichen Gruß

maverick5959

Antwort
von waldorfxbass, 17

So wie du die Situation beschreibst, würde ich mich dazu entscheiden die Freundin zu mir zu holen. ABER es sollte deinem Sohn und seiner wirklich ernst sein, mit ihrer Entscheidung das Kind zu bekommen. Und du solltest dich auf jeden Fall mit den Eltern der Freundin absprechen, da es sonst zu einem Bruch zwischen ihr und ihren Eltern kommen könnte. Eventuell könntest du mit ihr und ihren Eltern ein Gespräch führen, bei dem sie ihre Entscheidung nocheinmal klar darstellt sowie erklärt. Wenn die Eltern immer noch dagegen sind und sie negativ beeinflussen bzw. nicht akzeptieren, sollte der Schutz der werdenden Mutter sowie des Kindes im Vordergrund stehen. 

Du solltest dir außerdem wirklich zutrauen, sie aufzunehmen. Wenn du dir aufgrund deines jüngsten Sohnes, mit dem du Schwierigkeiten hast nicht sicher bist und du dich dagegen entscheidest wird dir auch niemand was böses wollen.

Antwort
von wilees, 10

Ich würde das Jugendamt mit ins Boot holen, da beide noch minderjährig sind.

Das Mädchen können sie sowieso nur mit dem Einverständnis der Eltern zu sich nehmen. Sind beide Elternteile zum Zeitpunkt der Geburt noch minderjährig, ist sowieso das Jugendamt zuständig.

Antwort
von Samira456, 27

Hei sprich sie mal darauf an du wärst das wahrscheinlich die einzige Person die sie unterstützt wenn ihre Eltern schon wollen das sie das Kind abtreibt ich würde ehrlich am boden zerstört sein Probier es doch einfach mal aus vielleicht klappt es ja gut und deine Sorgen waren unnötig 

Antwort
von Kleckerfrau, 16

Wendet euch an ProFamilia.

Und das Mädchen darf selbst entscheiden, was sie macht. . Es ist ihre Entscheidung ob sie das Kind behält oder nicht.

Ich würde sie aber nicht zusätzlich noch ins Haus holen. Dann werden die Probleme wohl nur größer. Dann wird es noch enger. Kümmere dich erst mal um deine eigenen Kinder.

Antwort
von neuerprimat, 11

Mein grundsätzlicher Tipp als Sozialarbeiter wäre: Mischen Sie sich nicht ein!

Sehen Sie es mal so: entweder die Jugendlichen sind reif genug für das Kind oder nicht. Und das sollte man sehr wohl bedenken.

Andererseits ist auch die Einmischung der Eltern des Mädchens überhaupt nicht richtig.

Sagen Sie es ihrem Sohn einfach so:

"Behaltet das das Kind, aber dann zieht ihr es auch ganz alleine Groß. Das kann man machen, es kann wunderschön sein,  aber ihr werdet keine Zeit mehr haben eure Jugend so zu genießen wie das Fernsehen es euch vorschreiben möchte.

Ihr werdet dann ein ganz anderes Lebensmodell leben müssen, mit ganz anderen Erwartungen an die Zukunft."

Antwort
von Puma68, 32

Wenn das Mädchen unter 18 ist, wird es sehr schwer werden, da die Eltern ja noch das Sorgerecht haben. Ob du da gesetzlich Vorgehen kannst weiß ich allerdings nicht.

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