Frage von Laluni1705, 18

Soll ich mir psychologische Hilfe suchen?

Hallo :) ich weiß einfach nicht mehr weiter und hoffe auf Rat. Ich bin 21 Jahre alt, führe ansich ein normales Leben. Ausbildung erfolgreich abgeschlossen, Freund an meiner Seite usw. Allerdings hab ich ein riesen Problem damit ich selbst zu sein. Ich zeig vor anderen Menschen kaum Gefühle. Ich fühl mich wie gefangen, mir ist alles unangenehm. Selbst vor meinen Freunden verstell ich mich. Der einzige Mensch bei dem ich so bin, wie ich bin, ist mein Freund. Sind über 5 Jahre ein Paar. Und mir wird immer bewusster, wie abhängig ich von ihm bin. Wenn er mich verlässt, dann bin ich allein. Ich krieg Angstzustände wenn ich nur daran denke. Selbst vor meiner Familie verstell ich mich. Das war aber nicht immer so. Meine Kindheit war nicht die beste. Mama bulemiekrank und Alkoholabhängig. Nach jahrelangem zusehen, wie sie sich fast selbst umbringt, ist mein Papa mit mir abgehauen und wir haben sie verlassen. Danach hab ich für paar Jahre bei meiner Tante gewohnt, da mein Papa Nachtschichten machen musste und ich ja auch iwo ne Frau in meinem Leben brauchte. Ich war so weit, dass ich um eine Adoption von ihr gebettelt habe. War natürlich nicht möglich. Also wurd ich von heute auf morgen in eine andere Stadt gezerrt, um dann bei meinem Vater zu wohnen, als ich größer war natürlich. Das hat mich so fertig gemacht, ich hab mich in der Zeit bei meiner Tante glücklich gefühlt. Iwann hab ich mich dann bei Papa eingelebt. Das nächste Problem war dann der Lebensgefährte meiner Großmutter, der mich angefasst hat. Das hat er dann aber schnell sein gelassen, als ich mich gewehrt habe. Und jz besteht der Kontakt zu meiner Mutter seid ich ca 15 bin. Sie ist immer noch krank, aber hat einen anderen Mann gefunden und meinen Halbbruder bekommen. Fahr sie regelmäßig besuchen. Allerdings komm ich auf sie auch nicht klar. Ich liebe sie wirklich, egal was sie uns angetan hat, sie bleibt meine Mama. Aber auf der anderen Seite hasse ich sie am meisten dafür, dass sie das Leben meines Vaters zerstört hat! Jz aber zum eigentlichen Problem zurück: wieso hab ich solche Probleme ich selbst zu sein? Meine Mama ist eine wunderschöne Frau, sie selbst hasst sich aber. Findet sich ekelhaft usw. Und mir wird umso älter ich werde, immer bewusster, dass ich langsam so Komplexe entwickel wie sie. Ich hab immer was zu mäkeln an mir. Fühl mich hässlig, hab mir letztes Jahr die Lippen aufspritzen lassen ?! Was ist los bei mir? Ich weiß dass ist jz alles ein bissl durcheinander. Nur ich denke, dass es doch irgendein Zsmhang haben muss. Achso noch kurz: Meine Mama hatte damals als junge Frau auch die übelsten Komplexe und rutschte somit halt in das essen - brechen Verhalten ab, welches sich dann gern ne andere Krankheit/Sucht aussucht. Achso und ich bin jedes Wochenende am trinken mit Freunden. Komisch, dann kann ich, ich sein. Aber ich hab so Angst, dass ich irgendwann so werden wie meine Mutter. Danke für ehrliche Antworten :/

Antwort
von Nashota, 1

Deine Vergangenheit hat dich geprägt und das nicht übermäßig positiv. Du hast Verlustängste entwickelt und durch das falsche Selbstbild deiner Mutter auch mitbekommen, wie es sich auswirkt, wenn man sich selbst ablehnt.

In deinem Freund siehst du den Halt, den du dir von deiner Familie gewünscht hast. Er kann dir aber nicht das zurückbringen, was du viele Jahre vermisst hast.

Von daher wäre es für dich schon gut, wenn du dir zur Aufarbeitung deiner Vergangenheit therapeutische Unterstützung und Hilfe suchst.

Was dein eigenes Selbstbild angeht, sollte dir das Schicksal deiner Mutter Warnung genug sein. Es muss keiner perfekt sein, weder für andere, noch für sich selbst. Ecken und Kanten sind wichtig, denn wäre alles glatt und eben, wäre das Leben nur wie ein langweiliges Fahren im Kreisverkehr.

Lerne Gefühle zeigen und zulassen. Das Tragen von Masken ist irre anstrengend und macht einsam. Auch wenn man verletzbar ist, wenn man sein wahres Inneres zeigt, ist es doch ehrlicher.

Stelle dir vor, du siehst etwas Schönes in der Natur, zum Beispiel einen Baum, der dir bei brennender Sonne etwas Schatten spenden könnte. Dann lehnst du dich dagegen, willst dich ausruhen und etwas entspannen - und der Baum kippt plötzlich um, weil er nicht echt ist, sondern nur aus Pappe.

Sei also das Echte.

Enttäuschungen bleiben deshalb auch nicht aus. Aber man kann wenigstens von sich sagen, dass man sich nicht in das Heer derer einreiht, die andere nur blenden und damit am Ende auch nur verletzen oder falsch behandeln.

Antwort
von DerTroll, 9

Du widersprichst dich selbst. Du sagst, du wärst allein, wenn du deinen Freund nicht hättest, aber du triffst dich auch mit anderen und ihr trinkt etwas zusammen und auch deine Mutter siehst du oft usw. Von Psychologen halte ich nichts. Wenn man sich Sachen logisch und mit Verstand ansieht, erkennt man selber, was das Problem ist und kann das abstellen. Du hast es doch selbst sehr gut analysiert. Dann mach dir einfach bewußt, was falsch läuft und änder das dann.

Antwort
von Krieger15, 11

ja solltest du machen

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