Frage von VanesLavin, 79

Soll ich meinem Cheff den Kündigungsgrund erklären?

Hallo

Ich brauche wieder einen Tipp 😔 ich werde bald kündigen weil mich die Arbei langsam aber sicher krank macht. Ich hatte mit 4 Stunden am Tag angefangen vor 6 Jahren mittlerweile Arbeite ich 10 Stunden täglich. Einen grossen Teil eben auch von zu hause aus. Aber ich habe auch Kind und Haushalt. Ich habe schon öfters gesagt das ich nicht mehr kann aber spätestens in 3 Tagen wird wieder die selbe Präsenz erwartet.. Wenn die Zeit nicht reicht dann setze ich Prioritäten. Und alles was wichtig und eilig ist wird auch erledigt. Aber dann darf ich mir anhören warum alles andere liegen geblieben ist. Mein Cheff ist kaum da. Er bekommt nicht mit wieviel tatsächlich anfällt und zu alldem kommt jetzt auch schon wieder neue Aufgaben dazu. Das ganze Team ist überfordert. Aber ich bin die einzige die sich auch noch um ein Kind kümmern muss.. Naja jedenfalls werde ich nun kündigen. Ich möchte endlich wieder eine geregelte Arbeit. Ich kann nur keine Bewerbungen schreiben da mir auch dazu die Zeit fehlt. Nun hat mir mein Partner angeboten ich solle jetzt schon kündigen. Und dann in Ruhe nach einer neuen Stelle suchen. Ich werde dieses Angebot annehmen da es auch für unsere Partnerschaft förderlich sein wird.

Nun meine Frage: soll ich meinem Cheff auf eine freundliche Art und weise mitteilen wie realitätsfern er ist? Wie unmenschlich er sein kann? Und das dass was er zumutet nicht mehr haltbar ist und deshalb jeder nach einem halben Jahr bereits wieder kündigt? Das muss eigentlich schon längst mal geklärt werden aber ich habe Angst das dann mein Zeugnis schlecht ausfallen wird.. oder soll ich einfach so tun als ob ich eine für mich nähere Stelle bereits gefunden habe und deswegen aufhören will? ( ich fahre mittlerweile pro Strecke immer 1 Stunde, da ich umgezogen bin vor 3 Jahren). Wie würdet ihr handeln? Aber eins steht klar: er wird aus allen Wolken fallen wenn ich kündige. Er hatte mich während meiner Scheidung sehr unterstützt. Ich war deswegen immer sehr dankbar. Aber nun ist genug.. ich kann nicht mehr.

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Vierjahreszeit, 45

Du solltest das Gespräch mit ihm suchen. Aber: Keine Vorhaltungen oder Vorwürfe. Dies würde er nicht akzeptieren (können).

Teile ihm einfach mit, dass du überfordert bist und daher Gefahr läufst, nicht mehr sorgfältig arbeiten zu können, und es so nicht mehr weiter geht.

Mal schauen, was er dazu zusagen hat. Zeigt er kein Verständnis, kannst du immer noch kündigen. Argumente hierzu hast du ihm ja mitgeteilt. Ansonsten wird er nach einer Lösung des Problems suchen. Lass dich aber nicht hinhalten. Vereinbare gegebenenfalls feste Termine für eventuelle Abmachungen.

Trotzdem kannst du gleichzeitig nach einer neuen Arbeitsstelle Ausschau halten. Wichtig ist jedoch, dass du nicht mehr zu Hause arbeitest, ohne dass dein Chef dies weiss.

Kommentar von VanesLavin ,

Ich frage mich halt ob er dann ins Zeugnis schreibt das ich den Anforderungen doch nicht gewachsen war oder eben das ich aus diesem Grund gekündigt habe. Wer will den bitte neue Mitarbeiterin die der Herausforderungen  nicht standhalten kann? 😔

Kommentar von Vierjahreszeit ,

Du kannst ja dann immer noch zum Ausdruck bringen, dass du mit dem Inhalt des Arbeitszeugnisses nivht einverstanden bist, und ihm mitteilen, was du erwartest, damit es akzeptabel ist. Außerdem besteht ja noch die Möglichkeit, dass du rechtliche Hilfe in Anspruch nehmen kannst. Schon ein diesbezüglicher Hinweis dürfte seine Kooperationsbereitschaft aktivieren. Du musst nur standhaft und konsequent bleiben bleiben, sonst hast du verloren.

Antwort
von Bomberos911, 36

Leider kein Einzelfall. Dass mal zwischenzeitlich mehr Arbeit anfällt, ist sicherlich normal. Aber es darf nicht sein, dass es zu einem Dauerzustand wird.

Wenn du a) in der glücklichen Lage bist, nicht zwangsläufig auf den Job angewiesen zu sein, b) noch die Unterstützung zu Hause erfährst und c) du selbst sagst, dass dich der Job krank macht, dann würde ich dir raten, zu kündigen.

Sei ehrlich zu deinem Chef! Lass ihn wissen, was dich dazu bewegt hat. Nur so bekommt er die Chance, etwas zu ändern.

Kommentar von VanesLavin ,

Ich sehe es genau so. Ich habe nur Angst das er dann im Zeugnis andeutet das ich überfordert war 😔 

Antwort
von kabatee, 4

Wie wärs erst mal eine Reha machen und dann hast du luft und kannst überlegen.

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