Frage von Farbrausch2015, 106

Soll ich mal zur Bundeswehr?

Ich bin 14 (weiblich) und ich möchte später mal zur Bundeswehr gehen...ist das eine gute Idee? Ist es sehr hart dort?

Antwort
von tulga, 24

Also ich werde mich jetzt auch für Ende dieses Jahres bewerben.
Und ich finde es eine gute Idee, dass du auch zur Bundeswehr möchtest.

Wegen der Frage wie hart es ist: Es kommt ganz darauf an was du dort machen willst. Also welche Richtung du einschlagen willst. Marine, Luftwaffe oder Heer und da gibt es ja dann auch wieder verschiedenste Bereiche.
Also geh einfach mal zum Karrierecenter der Bundeswehr in deiner Stadt dort bekommst du dann einen Berater und der wird dir dann alles Erklären und alle Fragen die du hast beantworten.
Vielleicht treffen wir ins ja mal bei der Bundeswehr😉

Kommentar von Farbrausch2015 ,

Danke für die Antwort. Und ja, vielleicht sieht man sich irgendwann mal😌😉

Antwort
von FailOverflow, 65

Kommt darauf an was du machen möchtest. Fallschirmjäger Ausbildung ist die härteste der Bundeswehr und ich halte es für eine gute Idee. Geh in paar Monaten auch dort hin

Kommentar von kretscher ,

Die Ausbildung der Fallschirmjäger ist ganz sicher nicht die härteste Ausbildung! Bezüglich der Infanterie einfach mal ansehen was Gebirgsjäger oder die Jägertruppe leistet. Dann mal weiter zu den Kampfschwimmern/Mienentauchern etc.

Antwort
von tactless, 25

Wenn du hübsch bist geh lieber nicht! ^^

Kommentar von Farbrausch2015 ,

Wieso haha

Kommentar von tactless ,

Weil die Bundeswehr zum Großteil aus Männern besteht, und JEDE Frau die nach was aussieht dort angegafft wird!? 

Antwort
von Andrastor, 47

ich empfand es als maßlose Zeitverschwendung.

Ich weiß nicht ob das noch möglich ist, aber wenn man zu den Kraftfahrern gehen konnte, konnte man den C-Führerschein übers Bundesheer machen.

Alles andere ist zum Vergessen, du wirst dort nichts lernen was du jemals im Leben wieder brauchen wirst und du wirst zu 90% von den größten Idioten umgeben sein die du dir vorstellen kannst.

Wenn du es magst grundlos angeschrien zu werden und um 4 Uhr Früh im Dreck zu liegen, dann ist es jedoch genau das Richtige für dich.

Kommentar von navynavy ,

aber wenn man zu den Kraftfahrern gehen konnte, konnte man den C-Führerschein übers Bundesheer machen

Sprichst Du von Österreich oder von Deutschland? Ein BundesHEER gibt es nur in Österreich.

Und nein, der berühmte "geschenkte" Führerschein ist Jahrzehnte her. In der BundesWEHR (=Deutschland) muss man eine entsprechende Verwendung einnehmen, um einen Führerschein zu machen.

Und genau diese Aussage zeigt auch, dass Du von einer Bundeswehr sprichst, die es so seit vielen Jahren nicht mehr gibt. Natürlich mag Deine Erfahrung so zutreffen, aber ich finde es sehr schade, dass hier bei GF viele immer wieder vergessen, dass "ihre" Bundeswehr aus den 70ern/80ern/90ern längst eine andere geworden ist.

Das sinnlose Gegammel der Wehrpflichtzeit ist Geschichte.

Kommentar von Andrastor ,

Ich war beim österreichischen Bundesheer und es ist weitaus weniger lange her als du glaubst ;)

Meine Erfahrung ist, dass alles was man dort macht absolut sinnfrei ist, bei der Abschlussprüfung zum Erstehilfekurs haben die Prüfer den Raum für eine Stunde verlassen damit die Rekruten voneinander abschreiben können und nicht 99% den Test nicht bestehen!

Frage vom Ausbildner: "Was machst du wenn vor dir eine Frau umkippt."

Antwort vom Rekruten: "Herzmassage!"

Das ist nur eine der Eskapaden die mir damals dort passiert sind und glaube mir, der Erstehilfekurs war noch das nützlichste was ich dort gelernt habe.

Kommentar von navynavy ,

Ich war beim österreichischen Bundesheer und es ist weitaus weniger lange her als du glaubst ;)

Womit sich allerdings die Frage stellst, warum Du jemandem, der eine Frage zur BundesWEHR stellst, einen so deutlichen Rat gibst.

Das Bundesheer in Österreich und die Bundeswehr in Deutschland sind - v.a. seit Aussetzung der Wehrpflicht 2011 in D - sehr unterschiedliche Armeen.

Im Übrigen war ich noch als Wehrpflichtiger bei der BundesWEHR und kann Deine Erfahrungen z.B. durchaus nicht teilen - ich habe viel gelernt, was mir heute im Leben durchaus noch nützlich ist. Natürlich kommt es auf die Art der Verwendung an - ich persönlich hatte eine abwechslungsreiche, fordernde und durchaus lehrreiche Zeit.

Kommentar von Andrastor ,

Ich habe klar meine Erfahrungen zu dem Thema geschildert und nicht verschwiegen, dass ich beim Heer war.

Ich bezweifle stark dass die Inhalte zwischen den deutschen und österreichischen Truppen derart unterschiedlich sind, das man sie nicht miteinander vergleichen könnte.

Immerhin wollen beide Länder Soldaten ausbilden und weder Zirkusartisten noch Kanalarbeiter.

Aber erzähl doch mal was genau du nützliches gelernt hast, was du im Leben nach deinem Dienst immer noch gebrauchen kannst.

Kommentar von navynavy ,

Ich bezweifle stark dass die Inhalte zwischen den deutschen und
österreichischen Truppen derart unterschiedlich sind, das man sie nicht
miteinander vergleichen könnte.

Zu Wehrpflichtzeiten hätte ich Dir zugestimmt - die Grundeinstellung für junge Menschen in Deutschland, heute zur Bundeswehr zu gehen, ist heute aber eine völlig andere. Die Wehrpflicht entband z.B.Ausbilder (leider) von der Pflicht, ihren Dienst einigermaßen abwechslungsreich und "human" zu gestalten - heute gibt es eine Probezeit von 6 Monaten, in der Rekruten jederzeit den Dienst ohne Angabe von Gründen quittieren können. Die Bundeswehr bemüht sich sehr, diese Abbrecherquote niedrig zu halten. Entsprechend wurde auch kürzlich der Ablauf der Grundausbildung verändert.

Immerhin wollen beide Länder Soldaten ausbilden und weder Zirkusartisten noch Kanalarbeiter.

Richtig - aber im einen Land müssen die jungen Menschen das tun, im anderen können sie. Soldat ist ein freiwillig zu ergreifender Beruf, kein Zwangsdienst mehr. Das hat das Klima in der Truppe wesentlich geändert.

Aber erzähl doch mal was genau du nützliches gelernt hast, was du im Leben nach deinem Dienst immer noch gebrauchen kannst.

Ehrlich gesagt wüsste ich nicht, was das hier zur Sache tut. Aber bitte: Ich habe gelernt, professionell mit Menschen ganz unterschiedlicher Couleur umzugehen und sie einzuschätzen. Wenn man täglich Dutzende Telefonate als kleiner Mannschaftsdienstgrad mit höheren Dienstgraden führt, die man von Dingen überzeugen muss, schult das ungemein. Ich habe gelernt, mich selbst zurückzustellen und in ein Team einzuordnen - in diesem Fall in das der Stabskompanie. Ich habe an mehreren längeren Übungsplatzaufenthalten teilgenommen und mitverantwortlich an deren Planung und Durchführung mitgeholfen - von der Geländeerkundung bis hin zum Organisieren von Schießen. Ich bin auf Lehrgängen und als Fahrer in halb Deutschland herumgekommen und habe Orte und Menschen kennengelernt, die ich ohne Bundeswehr nie getroffen hätte. Ich habe den Wert und die Freude an körperlicher Fitness kennen und schätzen gelernt. Ich habe mit Soldaten anderer Nationen immer wieder eng zusammengearbeitet und gute Einblicke gewonnen. Ich habe tiefe Einblicke in das "echte" Geschehen im Auslandseinsatz über die Vorgänge und Berichte in unserem Bataillon gewonnen. Ich habe größte Freude daran gehabt, zusammen mit meinen (menschlich hervorragenden) Vorgesetzten, von denen ich viel über Menschenführung gelernt habe, Sicherheitsüberprüfungen zu planen und durchzuführen - vom gefälschten Truppenausweis bis hin zur "Bombe" im Mülleimer eines Kp-Gebäudes. Ich habe selbstständig Teile der Aufgaben einer Stabsabteilung erledigen dürfen, weil ich gelernt habe, dass gute Eigenleistung Vertrauen anderer bedeutet. Und: Ich habe die Bundeswehr mit dem guten Gefühl verlassen, dass dort andere mich und ich andere im positiven Sinn beeinflusst haben.

Genügt das?

Kommentar von navynavy ,

Meine Erfahrung ist, dass alles was man dort macht absolut sinnfrei ist,
bei der Abschlussprüfung zum Erstehilfekurs haben die Prüfer den Raum
für eine Stunde verlassen damit die Rekruten voneinander abschreiben
können und nicht 99% den Test nicht bestehen!

So einen Stuss habe ich weder selbst erlebt oder auch nur gerüchteweise von so etwas erfahren. Bei ähnlichen Situationen mussten Spick- oder Nicht-Bestehens-Kandidaten z.B. in der Grundausbildung bei den Freitagsprüfungen gnadenlos z.B. bis Sa Mittag in der Kaserne bleiben oder wurden zu Zusatzdiensten verdonnert.

Kommentar von ponter ,

@ navynavy.

Ich finde deine Gelassenheit und Objektivitgegenüber einigen Antworten und Kommentaren immer wieder bemerkenswert. 👍🏻

Antwort
von webya, 31

Das sind ja noch einige Jahre bis dahin. Da tut sich sehr viel. 

Antwort
von MaryYosephiene, 27

es ist schon hart dort... musst du wissen, ob du gefühlstechnisch und psychisch und natürlich körperlich dich dazu bereit fühlst...

liebe grüße, mary

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