Ist das ein überholtes Verfahren? Meine Herrschaft wünscht die abgeernteten Beete umgegraben, der Boden sollte möglichst tief durchfrieren, "um die Schädlinge im Boden zu vernichten". Macht das irgendeinen Sinn? Man weiß von Schädlingsplagen nach milden Wintern, und schaut man in die Gärten der Nachbarn, so findet man vielfach umgegrabene Beete, die unbedeckt dem Frost ausgeliefert werden sollen. Schau ich mich im Bekanntenkreis um, so finde ich wenige, die den Boden so wie ich am liebsten liegenlassen, mit Laub, Gras, Rindenmulch abdecken.

Ich habe meine leeren Gemüsebeete vom Unkraut befreit, umgegraben dabei Mist mit untergegraben und mit Schwarzfolie abgedeckt. So halte ich schon seit ein paar Jahren und habe damit noch keine schlechten Erfahrungen gemacht. Ob der Frost deshalb ev. Schädlinge vernichtet weiß ich nicht, wäre mir neu.

Du zerstörst damit die Bodenstruktur.Grubbern reicht.
Ich finde im Garten und auch in mehreren Beeten immer wieder Schneckeneier. Hast Du damit Erfahrungen?
krauthexe am 8. November 2007 19:38 Ja,die finden wir auch immer.Sie kommen beim Grubbern an die Oberfläche.Dort werden sie von Vögeln,Igeln und Weinbergschnecken verspeist.


da muss ich widersprechen:geschmacksfrage stimmt da nicht so ganz, das umgraben mit dem spaten zerstört das biologische system gewaltig. deshalb ist lockern und einarbeiten von kompost ganz bestimmt vorzuziehen. umgraben , wers garnicht lassen kann oder will, frühestens alle 2, besser noch 3 jahre. rinya
Ich bin ehrlich gesagt zu faul zum Umgraben im Herbst. Ich meine es reicht, wenn ich im Frühjahr die Beete mit Kompost vom Kompostwerk für guten Ertrag ausrüste.
Und ich halt nix vom Umgraben, bin aber irritiert durch die Nachbarn, die alle sauber umgraben, eine Nachbarin hat allerdings Gründünger gesät, bzw. mit Gras/Laub gemulcht. Scheint mir das beste.


das tiefe umgraben allein tötet bei frost nicht nur die schädlpnge sondern auch die nützlinge in der erde... also, nach dem umgraben um den boden zu lockern.. Rindenmulch drauf, damit der boden eben nicht durchfriert!
Ich denke auch das Umgraben besser ist. Außerdem tut das dem Boden mal ganz gut, damit er schön "geschmeidig" wird/bleibt. Vielleicht sogar im Frühling nochmal.

Ausschliesslich vor einer Neuansaat würde ich den Boden möglichst flach umgraben oder besser nur grubbern.

soll besser sein, aber ich mach maximal Mist in die Erde und das auch nur aller 2-3 Jahre. Erholen und keinen Bucke! Im Frühjahr nehm ich nur einen Gruber
Vielen Dank, ich sehe mich bestätigt. Gedüngt habe ich im Herbst u.a. die Rosenbeete, jetzt habe ich fast Sorge, des guten zuviel getan zu haben.
Umgraben, Bauern machen das schon ewig, Unkrautsamen verschwinden in ungefährliche Tiefe, Ungeziefer wird z.T vernichtet, vor allem die im Vormarsch befindlichen Schnecken, die sich in Bodenlöcher verkrochen haben und deren Eier. Bringt man Mist aus, dann verliert der an der Oberfläche an Substanzen. Auch Gründüngung muss man eingraben. Die Schollen zerfallen durch Frost und der Boden wird lockerer. Aber mit Gabel graben, dass schont Regenwürmer und geht leichter. Viele, die nicht graben, handeln nach dem Motto: morgen morgen nur nicht heute...
Werden die Beete abgedeckt, entwickelt sich darunter das Unkraut um so besser, auch Schimmelpilze aus dem Laub. Rindenmulch macht den Boden sauer und verbraucht Stickstoff. Ausserdem nimmt der umgegrabene Boden besser Bestandteile der Luft und des Schnees auf. Grubbern ist für die Regenwürmer nicht gut. Es sollte nur nicht zu tief gegraben werden, sonst werden humusarme Schichten nach oben befördert.
Umgraben, aber nicht so tief. Unkraut geht dabei besser kaputt, weil im Winter nicht so viel neu keimt. Und im Frühjahr ist der Boden schon mal schön locker und Du hast weniger Arbeit!
Umgraben, weil Unkraut und Schädlinge besser kaputt gehen. Wenn Du nach noch Kompost oder Mist aufbringst, hast Du im Frühjahr einen gut vorbereiteten Boden.