Frage von JaBu84, 76

Soll ich Klage beim Sozialgericht einreichen?

Hallo liebe Leute,

ich benötige bitte mal einen Rat.... Bei mir wurde wegen meiner Autoimmunerkrankungen (ja es sind 2) ein Grad der Behinderung von 30 festgestellt auch nach Widerspruch beharrt das Landesamt für soziale Dienste auf diesem Grad.

Ich habe lange die Füße still gehalten, aus Angst meinen bisherigen Grad zu verlieren aber wie mir nun zu Ohren kam ist der Grad fix und kann NICHT aberkannt werden. Nun läuft die Frist zur Klage morgen aus und ich weiß nicht, ob es sich lohnt vors Sozailgericht zu ziehen. Immerhin ist es eine Menge Geld, dass man vorstrecken müsste....

Ich leide an Autoimmunneutropenie (zu wenige weiße Blutkörperchen) und Autoimmunthrombozytopenie (zu wenig Blutplättchen). Um diese Erkrankungen im Griff zu halten nehme ich normaler Weise Endoxan (Chemotherapeutikum) aber da die Familienplanung ansteht habe ich dieses Medikament nach Rücksprach mit meinem Arzt abgesetzt.

Denkt ihr, dass ich einen Grad der Behindung von 50 bekommen könnte? Wenn ich vor Gericht scheitere ist eine Menge Geld weg....

Mein Anwalt kann dazu leider nicht viel sagen, außer das es Geld kostet....

Antwort
von FantaFanta76, 43

Ein Grad der Behinderung nützt dir soooooo wenig? Wozu der Aufwand? Dann würde ich eher einen Gleichstellungsantrag stellen. Der kostet nichts und bewirkt quasi das gleiche.

Kommentar von JaBu84 ,

Den Gleichstellungsantrag habe ich gestellt und der wurde bewilligt. Wenn man einen Schwerbehindertenausweis hat, kommen noch diverse andere Vorteile zum tragen. Steuerfreibeträge, 5 Tage Zusatzurlaub, man könnte früher in Rente gehen ohne Bezugskürzung und noch mehr. Das hat man bei einer Gleichstellung nicht, da hat man "nur" den Kündigungsschutz.

Kommentar von FantaFanta76 ,

Ich persönlich würde mich nie ohne Rechtschutzversicherung an eine Sozialgerichtsklage wagen, es sein denn, du findest im Netz Fälle mit ähnlichen Krankheitsbild, die das gewonnen haben.

Antwort
von Daguett, 51

Ich glaube nicht, das du einen Grad von 50 bekommst, da du ja das Medikament abgesetzt hast......analog kann deine Erkrankung dann nicht so schwerwiegend sein, das ein Grad von 50 gerechtfertigt wäre.

Aber das entscheidet ein Gutachter.

Kommentar von JaBu84 ,

Ich MUSS die Medikamente bei der Familienplanung ansetzen, andernfalls würde das Baby die Schwangerschaft nicht überstehen bzw. es würde mit schweren Behinderungen zur Welt kommen. Die nächste Frage wäre dann, wie lang das Baby lebt da die Sterbewahrscheinlichkeit extrem hoch ist. Ich setze das Medikament also nicht aus Spaß ab, sondern damit ich ein gesundes Baby zeugen kann. Wenn ich Pech habe, sind meine Sammzellen durch das Medikament so beschädigt, dass sie sich nie wieder regenerieren. Dann würde nur eine künstliche Befruchtung helfen....

Antwort
von Mimir99, 47

frag nicht deinen Anwalt, sondern einen Gutachter. Schließlich hat der Anwalt nur Jura studiert und nicht Medizin

Kommentar von JaBu84 ,

Ein Gutachter will erstmal ein Gutachten anfertigen und das kostet locker 200,00€.

Kommentar von Mimir99 ,

Wir können dir aber kaum helfen, andere Möglichkeiten sehe ich nicht.

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