Frage von MixerForever, 107

Soll ich kämpfen oder nicht (Judo)?

Hallo,

also ich mache seit 6 Jahren Judo. Und zum Judo gehören natürlich auch Turniere wo man kämpfen muss.

Ich habe aber seit knapp 2 Jahren mit dem kämpfen aufgehört. Jetzt ist am Sonntag ein Turnier. Ich hätte 4 Mädchen in meiner Gewichtsklasse, also auch 4 Kämpfe.

Das Problem ist: auch wo ich vorher gekämpft hatte, ich hatte nie (oder eher selten) 4 Kämpfe. Und ich habe eine sehr schlechte Kondition/Ausdauer. Ein Kampf dauert 3 Minuten und ich war immer schon nach dem ersten Kampf schlapp.

Außerdem kriege immer richtig Panik. Also immer wenn das Turnier anfängt, wenn ich zum Kampf aufgerufen werde, kurz bevor ich anfange zu kämpfen usw. Ich habe immer richtig Angst.

Meine Eltern wollen mich unbedingt kämpfen sehen (sie zwingen mich nicht aber sie wären sehr froh wenn ich kämpfe). Mein Trainer will auch das ich kämpfe und einpaar meine Freunde von Training wollen auch, dass ich kämpfe (weil die auch kämpfen).

Naja ich hab aber jetzt wieder richtig Angst bekommen und ich kann an nichts anderes mehr denken. Ich hab auch eben angefangen zu weinen (wahrscheinlich vom Stress und der Angst). Meine Eltern haben gesagt, dass wenn ich nicht kämpfen will, ich nicht muss. Sie haben gesagt es ist ihnen nicht so wichtig. Aber irgendwie kriege ich ein schlechtes Gewissen, weil ich mich so fühle als ob ich jeden im Stich lasse.

Was soll ich machen? (ich entschuldige mich für alle Fehler im Text).

Antwort
von Shiranam, 36

Den inneren Schweinehund, Steß, Angst und Furcht überwinden und sich zu stellen ist nicht einfach. Du mußt es nicht. Aber Du lernst eine ganze Menge über dich selbst, wenn Du dich bewusst dafür entscheidest, selbst, wenn Du hinterher ausgepowert bist und die Kämpfe verlierst, wäre deine Entscheidung gegen die Angst anzugehen schon ein Gewinn.  

Überleg es Dir. Niemand kann dich zwingen und alle mögen dich auch, wenn Du es jetzt nicht machst. Du kannst es auch einandermal machen, die Chance kommt wieder.

Aber wenn Du dich jetzt dafür entscheidest, dann tue es nur für Dich, uns sei stolz darauf, es zu versuchen.

Kommentar von MixerForever ,

danke:) als ich deine antwort gelesen hab, habe ich mich dazu entschlossen morgen mitzumachen

Kommentar von Shiranam ,

Cool!

Ich wünsche Dir viel Glück; aber eigentlich hast Du jetzt schon gewonnen ;- )

Antwort
von ettchen, 51

Also aus eigener Erfahrung weiß ich, dass Wettkämpfe Teil einer jeden Kampfsportart sind. Dabei geht es gar nicht mal darum, zu gewinnen, sondern eher darum, das Erlebnis und den Stress eines "ernsthaften" Kampfes zu bewältigen. Was du gerade fühlst, ist völlig normal und eigentlich sogar ein gutes Zeichen. So fühlt man sich vor einem Turnier. Aber nun geht es weiter - lerne, damit umzugehen und gehe ins Turnier.

Trainingskämpfe sind ganz sicher fürs Lernen wichtiger und man empfindet die wohl auch als angenehmer, eben weil es "um nichts geht", bloß um den Spaß am Sport. Bei Wettkämpfen geht es aber auch um Leistung, die ganze Atmosphäre eines Turnieres ist anders und speziell. Das gehört dazu. Das ist wichtig.

Deshalb - ja klar, gehe hin und mach mit. Unbedingt! Nachher wirst du dich großartig fühlen. Glaub es mir.

Kommentar von MixerForever ,

danke:) ich werde hingehen

Antwort
von lenii55, 26

Diese Frage hätte von mir sein können ... ich (w/15)mache 6 jahre judo seit 2 jahren keine turniere ... hatte leztens als ich wieder anfing 5 in meiner GWK (sonst waren wir 2) meine Kondition ist auch sehr schlecht... ich würde kämpfen ... wenn du keine kondi mehr hast sag du gibst kampflos auf

Lg

Kommentar von MixerForever ,

danke:)

Antwort
von Youlortz, 19

Deine Freunde und deine Eltern wollen dich sicher nicht unter Druck setzen,wenn du kämpfen gehst musst du immer darauf achten,was kann dir passieren? Du kannst dich genau genommen nichts passieren!Also es gibt keinen Grund zur Angst oder gar Panik!

Antwort
von Nemadies, 28

Ich (männlich, 18 Jahre, über 12 Jahre beim Judo) hatte damals auch Lampenfieber vor Kämpfen, weiß also wie du dich fühlst. Einerseits hat man Angst zu verlieren und andererseits hat man auch Angst vor dem Unbekannten, selbst wenn man es schon ein paar Male erlebt hat. Aber irgendwann hat man davor keine richtige Angst mehr, sondern ist nur noch leicht aufgeregt. Aber diese leichte Aufregung gibt einem auch immer den Kick weiterzumachen. Ehrlich gesagt hilft es dir, wenn du einer Sache treu bleibst und dich deinen Ängsten stellst auch später im Leben. Dadurch hatte ich es später leichter Vorträge vor der Klasse zu halten, einfach weil ich es durchgezogen habe, trotz Lampenfieber. Keine Sorge- selbst wenn du Fehler machst frisst dich keiner auf ;) Hätte mich wahrscheinlich sonst auch gar nicht getraut vor ca. 20 Kindern in mehreren Gruppen als Trainer zu stehen und die Trainerlizenz zu machen. Die Zukunft hält immer Überraschungen für dich, solange du offen Sachen ausprobierst und dich nicht in irgendeiner Weise verschließt. :)

Antwort
von CeyCey43, 45

Du musst auf dich hören, ob du es willst oder nicht! Ich war früher auch Leichtathletik und hab nichtmehr mitgemacht und meine Freundinnen meinten auch ja mach weiter oder ja mach bei diesem Turnier mit und so aber ich wollte nicht mehr und hab aufgehört und als deine Freunde sollten sie dich unterstützen und ich hatte am Anfang auch etwas Schuldgefühle aber nach der Zeit habe ich auch zu mir selber gesagt, das sie mich zu nichts zwingen können.  

Kommentar von MixerForever ,

danke:) du hast mir bei meiner Entscheidung geholfen

Kommentar von CeyCey43 ,

Schön das ich dir helfen konnte :)

Kommentar von ettchen ,

Sehr schlechter Rat. Leichtathletik ist kein Kampfsport. Und aufzuhören kann ja wohl kein guter Rat sein.

Kommentar von CeyCey43 ,

Ich hab ihr ja nicht gesagt sie soll aufhören sie hatte schon vor 2 Jahren aufgehört und ich hab nur gesagt sie soll das machen was sie für richtig hält

Antwort
von Youlortz, 15

Niemand hat das Recht dich unter Druck zu setzen das hat doch keinen Sinn wen du so Angst hast das du nicht richtig kämpfen kannst

Antwort
von Leisewolke, 30

gegen deine mangelnden Kondition rate ich dir zum Laufen oder Radfahren. Ein Kampf dauert 3 Minuten, muss aber nicht. Ein Seoi-Nage  oder O-Goshi nach kurzer Zeit sollte dem Kampf ein schnelles Ende bereiten, dazu der richtige Gatame oder Osae-komi

Kommentar von MixerForever ,

ich habe es nur wenige Male geschafft mit Wurf zu gewinnen. Sonst immer die 3 Minuten durchgemacht und dann mit Punkten gewonnen.

Antwort
von Asdfmovie99e, 31

Mach einfach mit :D ich bin eig auch nur Hobbymäßig dabei und jetzt bin ich überraschend morgen auf der deutschen Meisterschaft :D hinterher bereust dus vlt

Kommentar von MixerForever ,

ich hab mitgemacht:)

Antwort
von AssassineConnor, 33

Wer Budo betreibt um amit gegen andere zu kämpfen für einen Sinnlosen Pokal hat den Sinn des DO nicht verstanden.

Es ist für Selbstverteidigung und nicht al Wettkampfsport entwickelt worden. Wenn ich sehe was diese Kampfsportler mit ihrem schwarzen Gurt so können muss ich lachen wenn ich merke dass es einfach nur mist ist xD Können keine technik richtig xD weil sie denn Sinn nicht verstanden haben und die Techniken nicht ordentlich ausführen können.

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