Frage von marauderxxl, 110

Soll ich in eine Klinik? Würde mir das helfe?

Hey:) Ich schildere Euch einfach mal meine Situation: Als ich 12 Jahre alt War habe ich mich das erste Mal geritzt. Ich wollte nur mal wissen wie es sich so anfühlen würde. Als ich 13 Jahre alt War habe ich mich wegen Jungs etc. Geritzt habe dann auch die Klasse gewechselt Als ich 14 war, wurde alles Schlimmer: Mein bester Freund wollte keinen Kontakt mehr und die Mutter eines Klassenkameradens hat alles erzählt dass meine Eltern viele Schüler wegen angeblichen Drogenbestitzes angezeigt hätten. Das stimmt natürlich nicht. Mit dem rauchen habe ich dann auch angefangen. Alle glaubten dass aber und redeten schlecht über mich. Mich haben sogar Schüler aus den höheren Klassen darauf angesprochen obwohl ich diese gar nicht gekannt habe. Ich habe mich immer schlimmer geritzt. Täglich. Ich kam mit der Situation einfach nicht klar. Ich habe nicht aufgehört mich zu ritzen und bin deswegen seit 5 Monaten in Therapie. Meine Psychologin hat mit mir schon öfters über einen klinischen Aufenthalt gesprochen. Ich zog es aber nie in Betracht weil ich immer gedacht habe dass das ritzen irgendwann mal weg geht. Mit 14 habe ich dann die Schule gewechselt und bin jetzt 15 und auf der neuen Schule. Ich bin jetzt besser in der Schule geworden aber habe nicht wirklich Freunde. Das hatte ich eigentlich noch nie richtig. Ich gehe nur noch selten raus. Nur zum Psychologen und zum Gitarren Unterricht gehe ich jetzt auch nicht mehr. Ich ritze mich fast täglich. Vorgestern War es sogar so schlimm dass sich meine Haut übergewölbt hat. Ich komme einfach nicht klar. Manchmal denke ich dass ich mich selbst hasse. Sind das Suizidgedanken? Sollte ich es vielleicht in Betracht ziehen für eine Zeit lang eine Klinik zu besuchen? Oder brauche ich das nicht? Danke für Eure Antworten:)

Antwort
von Hannibunnyy, 29

Gleich vorab: Ich rede aus persönlicher Erfahrung und das ist meine eigene Meinung!

Jeder Mensch ist unterschiedlich, daher kann dir niemand sagen, ob ein Psychologe etwas bringt.

Ich selbst war 3 Jahre in psychologischer Behandlung, da meine Mutter mich aufgrund persönlicher Probleme mit 11 rausgeworfen hat. Ich habe mich auch sehr viel geritzt und noch andere Arten von Selbstverletzung betrieben. Die Worte der Psychologen haben mir ehrlich gesagt nicht geholfen, da es immer das Gleiche war. Also, zB

"Du musst ein anderes Ventil finden um deinen Schmerz rauszulassen"

"Du kannst uns immer anrufen"

"Ritzen ist keine Lösung"

Allerdings hat mir die Routine geholfen! Immer hatte ich einen Termin und eine Art Regelmäßigkeit und irgendwie war ich stolz, wenn meine Psychologen keine weiteren Narben gefunden haben. Dir muss aber klar sein, dass so eine Behandlung Zeit dauert und du musst an dich glauben, so schwer das auch klingen mag.

Außerdem ist eine frühzeitige Behandlung wichtig, unter Anderem auch deswegen, weil du schlimme Angewohnheiten nach der Behandlung kriegen kannst.. Ich pule mir zB immer meine Lippe blutig und merke es erst hinterher.

Neben der Behandlung empfehle ich dir ein Hobby. Mir hat es der Sport angetan, ich liebe es mich gesund zu ernähren und auf eine tolle Figur hinzuarbeiten.

Gib auf alle Fälle nicht auf und ich hoffe, das war nicht zu viel Text. Gute Besserung! :)


Antwort
von Mignon2, 34

Deine Psychologin hat einen Klinikaufenthalt bereits mehrmals angeregt. Sie ist die Fachfrau, nicht aber wir Laien im Internet. Wenn ich deine Frage lese, kann ich dir nur empfehlen, ganz, ganz schnell in eine Klinik zu gehen. Je schneller du dort ganztägig von Fachleuten behandelt wirst, desto besser sind die Heilungschancen. Alles Gute und Gute Besserung!

Antwort
von chrissileinchen, 33

Hallo marauderxxl!

Wenn dir die Therapie alleine nicht hilft, dann solltest du vielleicht wirklich einmal eine Klinik besuchen. Das heißt ja nicht, dass du dort sehr lange bleiben musst, aber normalerweise wissen diese Kliniken sehr gut, wie sie mit solchen Problemen umgehen und können dir schneller helfen.

Wie wäre es denn, wenn du dich dort einfach einmal umsiehst und dir einen Eindruck von der Klinik verschaffst? Vielleicht sprichst du auch mit einem Psychologen vor Ort, der dir erklären kann, was sie mit dir machen würden und ob du tatsächlich dort in Behandlung gehen solltest.

Wenn deine Probleme schlimmer werden sollten, solltest du dich auf jeden Fall einmal dort erkundigen.

Liebe Grüße!

Kommentar von marauderxxl ,

Ich habe nur schreckliche Angst davor weil ich nicht als Psycho abgestempelt werden will

Kommentar von chrissileinchen ,

Das ist verständlich... Du könntest deine Lehrer bitten die Sache vertraulich zu behandeln, weil du ja auch fehlen wirst. Ich kann aus Erfahrung sagen, dass Lehrer auf psychische Krankheiten sehr verständnisvoll reagieren und das du an deiner Schule ganz sicher nicht der einzige bist, der psychische Probleme hat.

Deinen Mitschülern kannst du auch sagen, dass du im anderen Krankenhaus warst, oder Grippe hattest...

Es gibt auch die Möglichkeit, dass du am Vormittag die Schule besuchst und am Nachmittag in die Klinik gehst. Die Lehrer werden dir sicher ein bisschen Arbeit ersparen, weil du dich dann nicht zu hundert Prozent auf die Schule konzentrieren kannst. Wenn du zusätzlich noch eine Bestätigung von der Klinik für deine Lehrer mitbringst, klappt das ganz sicher. Du müsstest dann ja auch deinen Mitschülern nichts von der Klinik erzählen.

Antwort
von Stewback, 37

Naja da es ja nach 2 Jahren alles nichts geholfen hat würde ich es mit der Klinik probieren. Kenne Leute die meinen, dass es ihre schönste Zeit war, eben wegen neuen Kontakten und der Hilfe die dir angeboten wird. 

Antwort
von Lumpazi77, 29

Aus der Zwickmühle kommst Du so nicht raus. Ein Klinikaufenthalt ist dringend erforderlich !

Antwort
von robi187, 31

ja gehe in eine klinik bevor es chronisch wird. aber ein facharzt sollte das entscheiden

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